GEMEINDE · KÄRNTEN

St. Urban

Ein Mittelkärntner Talort mit Spuren von der Bronzezeit bis zur Gegenwart

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Luftaufnahme von Sankt Urban und dem Urbansee
Luftaufnahme von Sankt Urban und dem Urbansee · Foto: Horst Thaller · „Sankt urban panorama“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 628
01.01.2026
Fläche
27,27 km²
Bevölkerungsdichte
59,7
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9554
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ST. URBAN KENNENLERNEN

St. Urban am See: Kirchen, Burgreste und Moor

St. Urban liegt an den sonnigen Hängen des Glantals am Urbansee. Die Gemeinde zählt am 1. Jänner 2026 1.628 Einwohnerinnen und Einwohner und umfasst 27,27 Quadratkilometer. Bronzezeitliche Funde, eine mittelalterliche Pfarre und Reste einer Burg weisen auf eine lange Siedlungsgeschichte hin; zugleich bestimmen Seeufer, Moor und Simonhöhe die Landschaft.

Von der Bronzezeit zum Bergbau

Beile vom Strapsnigkogel belegen eine Besiedlung in der Bronzezeit. Eine natürliche Höhle an der Brockenwand oberhalb des Urbansees enthält eine Mithras-Kultstätte, die auf etwa 250 n. Chr. datiert wird. Ein in den Fels gemeißeltes Bild zeigt den Sonnengott. Die Kirche sanctus urbanus ist 1164 erstmals urkundlich genannt; fünf Jahre später bestand bereits eine eigenständige Pfarre. Der größte Teil der Bevölkerung war dem Stift Ossiach untertan. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde am Gößeberg Gold und Kupfer abgebaut. Die politische Gemeinde entstand 1849/50; ihr Gebiet blieb seither fast unverändert.

Pfarrkirche und Filialkirchen

Die Pfarrkirche Hl. Urban erhielt im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts eine spätgotische Erweiterung. Eine spätere Barockisierung veränderte den Innenraum. Chor und Chorturm stammen aus dem 14. Jahrhundert. Bei Restaurierungen 1957 wurden Bauteile des spätgotischen Vorgängerbaus sichtbar. Im Gemeindegebiet liegen außerdem die Filialkirchen Kleingradenegg und Hoch St. Paul. Hoch St. Paul ist 1559 erstmals urkundlich erwähnt; das heutige Gotteshaus besitzt einen barocken Zwiebelhelm und bewahrt gotische Elemente wie das spitzbogige Westportal. Zwei in Stein gehauene Köpfe am Südportal der Pfarrkirche werden mit keltischer oder römischer Zeit in Verbindung gebracht.

Schloss Bach am Hang

Nördlich des Urbansees steht Schloss Bach an einem Hang. Der Renaissancebau mit Schindeldach entstand in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die Reste der Hafnerburg gehen auf das 12. Jahrhundert zurück; sie wurde von herzoglichen Ministerialen errichtet.

Urbansee, Dobra Moor und Simonhöhe

Der Urbansee dient als Bade- und Erholungsgebiet. Das Dobra Moor, auch Jakobimoor oder Freundsamer Moos genannt, liegt auf rund 902 Metern Seehöhe. Im Norden steigt das Gebiet zur Simonhöhe an. Der Höhenunterschied reicht von 520 Metern im Glantal bis 1.338 Metern am Hocheck, dem höchsten Punkt des Gemeindegebiets. Wiesen und Wälder prägen die landwirtschaftlich genutzten Hänge; die Simonhöhe ist im Winter ein Skigebiet. St. Urban gehört zum Bezirk Feldkirchen und grenzt unter anderem an Glanegg, Feldkirchen und Steuerberg. Straße und Bahn verlaufen an der südlichen Gemeindegrenze im Glantal. Der Hocheckweg ist 17 Kilometer lang und mit einer Gehzeit von fünfeinhalb Stunden angegeben. Er beginnt beim Dorfplatz, führt am Schloss Bach vorbei nach Kleingradenegg und weiter über Buggl in Bach und Lawesen zur Simonhöhe. Von dort steigt der markierte Weg zum Hocheck an und kehrt über Gall zum Ausgangspunkt zurück.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

St. Urban auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 528
31.10.2021 · Registerzählung1 525
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 628

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
568
NUTS-3-Region
Oberkärnten (AT212)

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