ST. GEORGEN IM ATTERGAU KENNENLERNEN
St. Georgen im Attergau: Markt am Weg zum See
St. Georgen im Attergau ist ein Marktort zwischen Attersee und Hausruck, geprägt von der Dürren Ager, der Atterseebahn und dem Koglberg. Die Marktgemeinde im Bezirk Vöcklabruck zählt 4.941 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 15,50 Quadratkilometer.
Am Fluss und auf dem Koglberg
Die Dürren Ager durchquert das Gemeindegebiet von Süden nach Norden. Landwirtschaftliche Flächen prägen einen großen Teil des Landschaftsbildes; die Höhenzüge um den Koglberg bieten einen Kontrast zum Talraum. St. Georgen ist ein Marktort des Attergaus, doch die Gemeinde umfasst auch weitere Ortschaften und einzelne Siedlungsräume. Der Attersee liegt in der Nachbarschaft, aber nicht im Gemeindegebiet. Gerade diese Lage zwischen Seezugang, Tal und Höhenrücken erklärt, weshalb St. Georgen als Ausgangspunkt für Wege durch den Attergau wahrgenommen wird, ohne mit dem Seeufer selbst verwechselt zu werden.
Arbeitsplätze für den Attergau
Die Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024 erfasst in St. Georgen 467 Arbeitsstätten und 2.289 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort. 75,4 Prozent davon entfielen auf Dienstleistungen, 20,8 Prozent auf den sekundären Sektor. Zu den konkret sichtbaren Tätigkeiten zählt der Handel: Das Lagerhaus an der Bahnhofstraße 15 verkauft unter anderem landwirtschaftlichen Fachbedarf, Gartenprodukte, Werkzeuge und Baustoffe. Diese Mischung bedient Haushalte und Betriebe im Attergau. Die Atterseebahn verbindet den Markt mit Vöcklamarkt und dem Attersee und erleichtert Wege zu Versorgung und Arbeit. Die statistischen Zahlen betreffen Beschäftigungsverhältnisse an örtlichen Arbeitsstätten; sie zählen nicht allein unterschiedliche Personen.
Vom Attergaudorf zum Markt
Der Name Attergau ist seit dem Jahr 790 überliefert. St. Georgen entwickelte sich als kirchlicher Mittelpunkt: 1264 wurde die Hofmark von Attersee zur Georgskirche im damaligen Attergaudorf verlegt. 1463 erhielt der Ort das Marktrecht. Diese Entwicklung erklärt, warum St. Georgen eine zentrale Stellung im Umland einnimmt, obwohl der Attersee selbst in der Nachbargemeinde liegt. 1913 brachte die Eröffnung der elektrischen Lokalbahn Vöcklamarkt–Attersee eine neue Verbindung für den gesamten Attergau. Der Markt wurde dadurch für Sommergäste und Güterverkehr besser erreichbar; heute verbindet die Bahn weiterhin die Orte entlang der Strecke.
Kirche, Museen und Keltenweg
Die Pfarrkirche St. Georg wurde zwischen 1389 und 1406 in ihrer größeren Form erbaut. Am Koglberg führt der Keltenbaumweg als Themenweg durch die Landschaft; seine Stationen vermitteln das Leben in der Eisenzeit. Das Aignerhaus zeigt als Freilichtmuseum ein Mittertenn-Einhaus und Einblicke in frühere bäuerliche Wohn- und Arbeitsbereiche. Beide Angebote verankern Geschichte an konkreten Orten: im Gelände des Koglbergs und im Alltagsgebäude, statt die Vergangenheit nur als Abfolge von Herrschaften zu erzählen.
Bahn, Bildung und Zusammenleben
Die Atterseebahn hält im Ort und verbindet ihn mit Vöcklamarkt und dem See. Im Ort gibt es Volksschule, Mittelschule, Musikschule und mehrere Kindergärten. Vereins- und Kulturleben reichen von örtlichen Musikgruppen bis zu größeren Veranstaltungen wie dem Attergauer Kultursommer. Das Race Around Austria startet und endet im Ortszentrum; als mehrtägiges Radrennen zieht es überregionale Aufmerksamkeit auf den Ort.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- St. Georgen im Attergau – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Marktgemeinde St. Georgen – Keltenhaus
- Marktgemeinde St. Georgen – Heimathaus Aignerhaus
- STATISTIK AUSTRIA – Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024, Gemeindetabelle
- Marktgemeinde St. Georgen – Lagerhaus St. Georgen
- Attergauer Kultursommer – Programm 2026
- Race Around Austria – Start- und Zielort
Stand der Angaben: 13.10.2026
