GEMEINDE · OBERÖSTERREICH

Berg im Attergau

Milchwirtschaft, Filialkirche und bronzezeitliche Spuren am Attersee

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Ortsansicht von Berg im Attergau
Ortsansicht von Berg im Attergau · Foto: Eweht · „Berg im Attergau“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 174
01.01.2026
Fläche
20,48 km²
Bevölkerungsdichte
57,3
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4880
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

BERG IM ATTERGAU KENNENLERNEN

Berg im Attergau: Bauernland zwischen See und Buchberg

Berg im Attergau reicht von landwirtschaftlich geprägten Ortschaften bis an den Attersee und den bewaldeten Buchberg. Die Gemeinde im Bezirk Vöcklabruck hat 1.174 Einwohnerinnen und Einwohner (1. Jänner 2026) und ist 20,48 Quadratkilometer groß.

Ein Streifen bis in den Attersee

Die Gemeinde liegt nördlich von St. Georgen im Attergau und umfasst 16 Ortschaften, darunter Walsberg, Hipping und Eggenberg. Ihre Höhenlage reicht vom Seeufer auf etwa 470 Metern hinauf zum 808 Meter hohen Buchberg; auch Dienstberg und Lichtenberg strukturieren das Hügelland. Rund 36 Hektar der Attersee-Fläche gehören zum Gemeindegebiet. Landwirtschaftlich genutzte Felder prägen die offenen Lagen, während der Buchberg weitgehend bewaldet ist. Im Alltag verbindet die Attergau-Bahn die Haltestellen Hipping und Walsberg mit Vöcklamarkt und Attersee; von dort bestehen Anschlüsse an Westbahn und Attersee-Schifffahrt. Der Flächenanteil am See gehört zur Gemeinde, auch wenn ihre Ortschaften überwiegend auf den Hügeln nördlich von St. Georgen liegen.

Milch aus vielen bäuerlichen Betrieben

Die Gemeinde nennt 56 landwirtschaftliche Betriebe, davon vier Biobetriebe. 2022 hielten 44 Betriebe zusammen 2.292 Rinder; 33 davon hatten Milchkühe. Die ausgewiesene jährliche Milchanlieferung betrug gut 5,1 Millionen Kilogramm. Auch außerhalb der Landwirtschaft zeigen die Arbeitsstätten am Ort ein aktuelles Bild: 2024 waren es 109 mit 228 Beschäftigten; 60,1 Prozent der Beschäftigten entfielen auf den Dienstleistungssektor, 28,5 Prozent auf den Primärsektor. Die Prozentwerte beschreiben den Arbeitsort, nicht die Erwerbsstruktur der Wohnbevölkerung. Milchviehhaltung bleibt damit eine konkret belegte lokale Tätigkeit neben den örtlichen Dienstleistungen.

Kirche im Ort, Ringwall am Berg

Die heutige Gemeinde entstand 1938, als die zuvor eigenständigen Gemeinden Berg und Eggenberg zusammengelegt wurden. Älter als diese Verwaltungseinheit ist die Filialkirche Peter und Paul in der Ortschaft Berg: Sie hat ältere Bauteile, obwohl ihre heutige Form aus dem 18. Jahrhundert stammt. Das frühere Friedhofstor ist erhalten. Auf dem Buchberg weisen archäologische Befunde auf eine bronzezeitliche Besiedlung hin: Ein Wall umschloss den Gipfelbereich, und spätere Grabungen legten zusätzliche Funde frei. Die Ringwallanlage ist kein freigelegter Museumsbau, sondern eine Geländespur im Wald. Die Wallanlage bleibt eine Geländespur im Wald.

Ortschaften und Wege in die Region

Der größte Teil des Gemeindegebiets und seiner Bevölkerung gehört zur Pfarre und zum Schulsprengel St. Georgen im Attergau. Auch beim Tourismus arbeitet Berg mit dem regionalen Verband Attersee-Attergau zusammen. Die Wege am Buchberg eröffnen einen anderen Zugang zur Umgebung als die Ufergemeinden: Von der Ortschaft Berg ist der Gipfel über Forstwege zu Fuß erreichbar, und im Wald öffnen sich immer wieder Blicke auf See und Attergau. Für den Alltag ist die Bahnverbindung wichtig, doch die Gemeinde nennt auch Autobahnanschluss St. Georgen, Landesstraßen und Buslinien. Das Gemeindeamt befindet sich in St. Georgen im Attergau; dorthin führt für die meisten Kinder auch der Weg zur Volksschule. So sind Verwaltung und Schulalltag eng mit dem Nachbarort verbunden.

Ein Fundplatz, der weiter erforscht wird

Am Buchberg wurde die Ringwallanlage bereits in den 1970er-Jahren untersucht. Grabungskampagnen der Universität Wien folgten von 2015 bis 2017 am Wall und auf einem Vorgipfel; 2019 wurden weitere bronzezeitliche Depotfunde gemeldet. Ein Informationspavillon beim Feuerwehrhaus in Berg erläutert die Befunde und die Filialkirche. Die Verbindung aus Wanderweg, Gelände und Erklärung macht die ältere Geschichte vor Ort nachvollziehbar.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 13.10.2026

GEOGRAFIE

Berg im Attergau auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 006
31.10.2021 · Registerzählung1 105
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 174

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
364
NUTS-3-Region
Traunviertel (AT315)

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