SEE KENNENLERNEN
See am Eingang des Paznaun
See liegt am Eingang des Paznaun, dort wo die Trisanna den nördlichen Rand des Gemeindegebiets bildet. Die Gemeinde hat 1.242 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und erstreckt sich über 58,10 Quadratkilometer bis zum Kamm der Samnaungruppe.
Vom Talboden in die Hochalpen
Der besiedelte Talraum liegt auf rund 1.000 Metern Höhe; südlich davon steigt das Gebiet zu Gipfeln der Samnaungruppe an. Zur Gemeinde gehören mehrere Seitentäler, darunter jene der Visnitz, des Grübelebachs und des Flattbachs. Die Siedlungen bestehen aus Dorf, Weilern und Einzelhöfen, die sich auf einer langen Strecke verteilen. Landwirtschaftliche Flächen machen nur einen kleinen Teil des großen Gemeindegebiets aus; Almen, Wald und hochalpines Gelände prägen die Flächenbilanz. Die Trisanna markiert die nördliche Grenze und führt zum Eingang des Paznaun, wo Schloss Wiesberg und die große Eisenbahnbrücke weithin sichtbare Orientierungspunkte bilden.
Tourismus als örtliche Erwerbsgrundlage
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in See 94 Arbeitsstätten mit 355 Beschäftigten. 84,5 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort lagen im Dienstleistungssektor. Dazu passt die touristische Infrastruktur: Die Bergbahnen See erschließen seit 1972 das Skigebiet und bringen Gäste aus dem Dorf in das alpine Gelände. Die Gemeinde weist darauf hin, dass Bergbahnen und Kinderprogramm Familien ansprechen. Neben Beherbergung und Gastronomie arbeiten örtliche Betriebe auch für Freizeitangebote und Versorgung der Gäste. Der Betrieb der Medrigjochbahn auch im Sommer verbindet den Ort mit Wanderwegen im Berggebiet. 71,5 Prozent der Erwerbstätigen, die in See wohnen, pendelten 2024 aus der Gemeinde aus.
Eine Siedlung auf früherem Almboden
Die Gemeinde erzählt ihren Namen mit einem See, der einst den Talboden bedeckt haben soll. Das Gebiet diente zunächst als Almboden von Serfauser und Fisser Bauern. Im 13. Jahrhundert gründeten Bauern aus diesen Orten die Siedlung See; 1433 erscheint sie erstmals urkundlich als „ze dem See in Pacznawn“. Bis 1630 gehörte See kirchlich zur Pfarre Serfaus. Die Toten mussten über das Furglerjoch zum dortigen Friedhof gebracht werden – ein Hinweis darauf, wie sehr Gelände und Wege den Alltag bestimmten. Die Pfarrkirche zum heiligen Sebastian stammt aus dem 18. Jahrhundert und steht im heutigen Dorfzentrum. Am Taleingang erinnert die Trisannabrücke an den Ausbau der Arlbergbahn: Sie wurde 1884 eröffnet und später verstärkt. Das benachbarte Schloss Wiesberg ist bewohnt und in Privatbesitz; es prägt zusammen mit der Brücke das Bild des Taleingangs.
Angebote für Bewohner und Gäste
Der Badesee im Ortskern bietet im Sommer große Badeflächen, ein Kinderbecken, einen Beachvolleyballplatz, einen Fußballplatz und zwei Tennisplätze; er ist ein Treffpunkt für Einheimische und Gäste. Die Medrigjochbahn verbindet das Dorf auch in der warmen Jahreszeit mit dem Wandergebiet. Für den Alltag nennt die Gemeinde eine Hausarztpraxis und einen Postpartner im Gemeindeamt. Zum Badegelände gehören außerdem eine Liegewiese, ein Abenteuerspielplatz, ein Kiosk mit Sonnenterrasse und ein eigener Naturteich.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- See (Gemeinde) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
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Stand der Angaben: 15.10.2026
