STRENGEN KENNENLERNEN
Strengen zwischen Rosanna und Arlberg
Wo sich Rosanna und Trisanna begegnen, liegt Strengen am Arlberg: 1.198 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) leben auf 23,18 Quadratkilometern im Bezirk Landeck. Die Gemeinde zieht sich vom engen Talboden in bewaldete Hänge und hochalpine Bereiche der Verwallgruppe und der Lechtaler Alpen.
Ein Dorf aus Weilern
Der Hauptort liegt im Stanzertal an der Rosanna. Das Gemeindegebiet reicht vom rund 900 Meter hoch gelegenen Talboden bis zu Gipfeln über 2.500 Meter. Am östlichen Rand fließt die Trisanna in die Rosanna; gemeinsam setzen sie ihren Weg als Sanna Richtung Inn fort. Diese Talform prägt auch die Siedlung: Neben dem Dorfkern gehören zahlreiche kleine Weiler und Höfe zur Gemeinde. Namen wie Riefen, Verill, Grieshof, Brunnen und Balzerlen zeigen, dass Strengen nicht nur aus einer geschlossenen Häuserzeile besteht. Ältere Bauernhäuser und verstreute Höfe stehen neben neueren Wohnbereichen.
Arbeit im Tal und darüber hinaus
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Strengen 32 Arbeitsstätten und 135 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus. Die Arbeitsstätten sind auf mehrere Tätigkeitsfelder verteilt. Die Gemeinde verzeichnet eine Tischlerei in der Steigsiedlung und ein Erdbauunternehmen; Holzverarbeitung und Erdarbeiten sind damit konkrete örtliche Tätigkeiten. Ein großer Teil der Erwerbstätigen wohnt hier, arbeitet aber andernorts: 2024 pendelten 89,3 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort aus. Die Nähe zu Landeck und zu den Arbeitsorten des Arlberggebiets bindet den Alltag an die Region. Landwirtschaftliche Höfe und Almen gehören ebenfalls zur örtlichen Nutzung. Sie betreffen den Talboden und die Hänge, während viele Arbeitswege über die Gemeindegrenze hinausführen.
Ein Übergang mit langer Geschichte
Strengen liegt zwischen Landeck und dem Arlberg an einer alten Verbindung durch das Gebirge. Der Ortsname war früher mit „Rall“ verbunden; mit dem Ausbau der Arlbergbahn setzte sich die Bezeichnung Strengen am Arlberg durch. Das Dorf bewahrt eine Mischung aus gemauerten Häusern und Holzbauten, wie sie für den Übergang zwischen Tal und Berg typisch ist. Die Gemeinde führt die Rosannabrücke von 1764 als Denkmal. Zusammen mit der Pfarrkirche St. Martin und der Wallfahrtskirche Maria Hilf zählt sie zu den sichtbaren historischen Bauwerken des Orts. Die gedeckte Holzbrücke macht die frühere Verbindung zwischen den Ufern bis heute anschaulich.
Versorgung und Ortsleben
Die Durchfahrt durch den Talboden war lange eine Belastung für das Dorf. Seit der Eröffnung des Strenger Tunnels der Arlbergschnellstraße 2006 verläuft ein großer Teil des Durchzugsverkehrs unter dem Ort hindurch. Straße und Bahn bleiben dennoch prägende Verbindungen: Die Arlbergbahn führt durch das Gemeindegebiet, der Bahnhof liegt beim Weiler Bahnhof; Regionalbusse ergänzen den öffentlichen Verkehr. Im Zentrum stehen Pfarrkirche, Gemeindeeinrichtungen und Vereinsleben. Die Gemeinde führt einen Veranstaltungskalender und informiert über Angebote der Vereine, darunter Musik und Feuerwehr. Die Vereinsangebote schaffen Treffpunkte im Ort, obwohl viele Bewohner tagsüber auspendeln. Für längere Wege in Bildung, Einkauf und Arbeit sind die Orte des Stanzertals und Landeck wichtige Bezugspunkte.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Strengen – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Strengen am Arlberg - GEM2GO WEB - www.strengen.at
- Statistik Austria Arbeitsstättenzählung 2024
- Gemeinde Strengen – Gottesdienstordnung
- Gemeinde Strengen – Dawin Alm
- Gemeinde Strengen – Denkmäler
- Gemeinde Strengen – Wirtschaftseinträge
Stand der Angaben: 15.10.2026
