OFTERING KENNENLERNEN
Oftering: Wohnen, Arbeiten und Umsteigen
Oftering ist eine Gemeinde, in der ländliche Flächen und regionale Mobilität eng zusammenliegen. Sie zählt 2.117 Einwohner (1. Jänner 2026), umfasst 13,50 km² und liegt im Bezirk Linz-Land. Mehr als vier Fünftel der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt; zugleich bindet die Bahnstation den Ort an den Wirtschaftsraum Linz und Wels an.
Felder und Siedlungen
Die Gemeinde liegt auf etwa 316 Metern Höhe im oberösterreichischen Zentralraum. Das Ortsgebiet ist durch offene landwirtschaftliche Flächen und kleinere Siedlungskerne geprägt. Oftering umfasst mehrere Ortschaften, darunter Freiling, Mitterbachham und Trindorf. Bis 2005 gab es im Gemeindegebiet keine Straßennamen; die Häuser wurden nach Ortschaften nummeriert. Erst als die Bautätigkeit das System unübersichtlich machte, führte die Gemeinde Adressen mit Straßennamen ein. Das zeigt den Wandel einer zuvor ländlich organisierten Siedlungsstruktur.
Eine lange Siedlungsgeschichte
Oftering wird 808 erstmals urkundlich erwähnt. Funde aus der Umgebung reichen von jungsteinzeitlichen Spuren im Nachbarort Kranzing über Bronzezeitliches aus Trindorf bis zu römischen Keramikfragmenten. Das Schloss ist seit dem 12. Jahrhundert belegt. Nach einem Brand 1682 wurde es wieder aufgebaut; 1863 zerstörte ein weiterer Brand die Anlage. Die heutige Villa ließ Georg Riedl 1868 errichten. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz. Im Zentrum steht die Pfarrkirche St. Peter und Paul; in Freiling erinnert eine Mariensäule aus dem frühen 18. Jahrhundert an die religiöse Ortsgeschichte.
Alltag zwischen Schule und Bahn
Die Volksschule verbindet Unterricht und Betreuung: Im selben Gebäude ist auch ein Hort untergebracht. Die Schule nennt eine zertifizierte gesunde Schulküche, einen Schulgarten und bewegten Unterricht als Teile ihres Angebots; die Zusammenarbeit mit dem Kindergarten trägt den Namen „SCHUKI“. In der Schulküche wird auch für Kindergartenkinder und für „Essen auf Rädern“ gekocht. Die Mehrzweckhalle dient der Schule als Turnsaal und wird von Gemeinde und Vereinen für Veranstaltungen genutzt. Die Bücherei ergänzt diese Einrichtungen. Ein aktiver Elternverein begleitet den Schulbetrieb; die Gemeindezeitung berichtet über Aktivitäten der Schule.
Produktion, Landwirtschaft und Pendeln
2024 zählte Oftering 180 Arbeitsstätten mit 895 Beschäftigten am Arbeitsort; 84,8 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Ein greifbares Beispiel industrieller Tätigkeit ist ALMI an der Hörschinger Straße. ALMI bezeichnet Oftering als Headquarter; dort entwickelt ein Team Rezepturen für Kunden der Lebensmittelindustrie. In eigenen Anlagen werden Gewürze und Mischungen gereinigt, gemahlen, gemischt und abgefüllt. Die Lohnverarbeitung umfasst auch White-Label-Produkte, die für Kundinnen und Kunden unter deren eigener Marke hergestellt werden. Die Arbeitsstättenstatistik zählt Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort, nicht Unternehmen oder wohnhafte Erwerbstätige.
Die Bahnstation im Zentralraum
Die Haltestelle Oftering liegt an der Westbahn und verfügt über zwei Bahnsteige: den nördlichen an der Beethovenstraße und den südlichen an der Westbahnstraße. Die ÖBB führt die Station im viergleisigen Ausbauabschnitt Linz–Wels. Der Bahnzugang liegt damit an einer der zentralen Verbindungen zwischen der Landeshauptstadt und dem westlichen Zentralraum.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Oftering – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Oftering - GEM2GO WEB - Startseite
- Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindeergebnisse
- Digitaler Ortsplan Oftering
- Almi – Produkte und Standort Oftering
- Almi – Produktentwicklung und Verarbeitung
- Haltestelle Oftering – ÖBB-Infrastruktur
- Volksschule Oftering
- Schul-Chronik Oftering
Stand der Angaben: 10.10.2026
