PIBERBACH KENNENLERNEN
Piberbach zwischen Kremstal und Bauernland
Piberbach liegt im unteren Kremstal dort, wo sich die Ortschaften zwischen offenen Feldern und kleinen Bachläufen verteilen. Die Gemeinde im Bezirk Linz-Land zählt 2.072 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 17,35 km².
Zwischen Kremstal und Kulturland
Im südlichen Teil von Linz-Land liegt Piberbach zwischen Neuhofen an der Krems und Kematen an der Krems; im Süden grenzt es an Schiedlberg, Sipbachzell und Eggendorf im Traunkreis. Das Gemeindegebiet zieht sich rund 6,7 Kilometer von Westen nach Osten und 4,6 Kilometer von Norden nach Süden. Mit etwa 320 Metern Seehöhe gehört es zum sanft bewegten Zentralraum. Felder prägen den Blick stärker als geschlossene Siedlungsflächen; Waldstücke und Bachläufe gliedern die landwirtschaftliche Landschaft. Auch das Gemeindewappen greift den Bach mit einem Wellenband und einem Biber auf. Die beiden Katastralgemeinden Piberbach und Brandstatt umfassen Ortschaften wie Weifersdorf, Winden, Pellndorf und Neukematen. Der Hauptort liegt im nördlichen Bereich; weiter südlich stehen Häuser und Höfe lockerer zwischen den Feldern. Diese Gliederung erklärt, warum das Gemeindegebiet im Alltag mehrere kleine Ortskerne und Wegebeziehungen statt eines einzigen Zentrums umfasst.
Alltag mit Wegen nach außen
Das Leben vor Ort verbindet dörfliche Nachbarschaften mit den Arbeits- und Versorgungsräumen des Zentralraums. Volksschule und Kindergarten sind am Ort; weitere Bildungs- und Gesundheitsangebote liegen in den Nachbargemeinden. Die Buslinie 420 verbindet Piberbach über Neuhofen und Sierning mit Orten im Kremstal. Der nächstgelegene Bahnhof liegt in Neuhofen an der Krems und erschließt die Pyhrnbahn. Die Schiedlberger Straße L1372 verläuft am östlichen Rand, abseits der meisten Siedlungen. Im Zentrum ergänzen Dorfcafé und Pibersaal die alltäglichen Treffpunkte; der Verein Treffpunkt Dorfcafé organisiert dort etwa Lesungen und Ortsveranstaltungen.
Arbeiten im Ort und im Zentralraum
2024 zählte Piberbach 126 Arbeitsstätten; 39,7 Prozent davon lagen im primären Sektor. In diesen Arbeitsstätten waren 218 Beschäftigte tätig. Im Ortszentrum ergänzt ein Dorfladen die Versorgung mit Lebens- und Genussmitteln sowie Bäckerei- und Konditoreiwaren. Seit 2010 ist er außerdem Postpartner; samstags schließt er erst um Mittag. Die Gemeinde informiert per WhatsApp-Gruppe über Schmankerl und aktuelle Angebote. So verbindet der Laden den Verkauf alltäglicher Waren mit einer Postdienstleistung, während der hohe Anteil des primären Sektors die landwirtschaftliche Seite der kleinen Gemeinde abbildet.
Ein Bachname mit langer Geschichte
Das früheste bekannte Schriftzeugnis für Piberbach stammt aus dem Jahr 1035 und nennt den Ort „Piparbach“. Die Gemeinde leitet den Namen von Bibern ab, die früher im Bach lebten; das Land verlieh das heutige Wappen 1983. Im Mittelalter gehörte das Gebiet zunächst zum Herzogtum Bayern, ab dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wurde die Gegend mehrfach besetzt. Ein Schloss, das einst am Platz des heutigen Ortszentrums stand, wurde 1814 abgetragen.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Piberbach – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Piberbach - GEM2GO WEB - Startseite
- Gemeindetab (Gebietsstand 2026), Zeile 1108; Spalten 11, 15, 16, 19, 20
- Zahlen & Fakten der Gemeinde Piberbach
- Agenda.Zukunft und Treffpunkt Dorfcafé Piberbach
- Dorfladen Piberbach, Gemeinde Piberbach
Stand der Angaben: 10.10.2026
