OBERLOISDORF KENNENLERNEN
Oberloisdorf im Rabnitztal
Oberloisdorf liegt im Rabnitztal im Mittelburgenland und ist die einzige Ortschaft der Gemeinde. Auf 10,65 Quadratkilometern leben 824 Menschen (Stand 1. Jänner 2026). Das Landschaftsbild ist von Wäldern, Hügeln und Feldern geprägt; Kirchen und der Flussraum geben dem Ort kulturelle Bezugspunkte.
Dorf im Rabnitztal
Die Gemeinde umfasst eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde. Der Ortskern liegt zwischen bewaldeten Hängen, Hügeln und landwirtschaftlichen Flächen. Im Südosten des Gebiets liegen die Verkehrsflächen außerhalb des historischen Ortskerns. Die kompakte Gemeindestruktur bedeutet, dass Ortsname und Gemeindegebiet dieselbe Siedlung bezeichnen. Oberpullendorf liegt etwa zehn Kilometer entfernt. Der Hauptort verbindet damit eine ländliche Umgebung mit kurzen Wegen zum Bezirkshauptort. Die Straßenverbindungen liegen am Rand des Siedlungsgebiets und bilden eine jüngere Infrastrukturgeschichte neben dem älteren Dorfkern. Mattersburg liegt rund 40 Kilometer entfernt, Wien etwa 100 Kilometer.
800 Jahre und Gemeindeentwicklung
Oberloisdorf feierte 2025 ein 800-jähriges Jubiläum. Das Gemeindehaus wurde 1927 errichtet und beherbergte zunächst Gendarmerie und Postamt. Nach der Wiedererlangung der Eigenständigkeit im Jahr 1996 wurde es zum Gemeindeamt umgebaut und 2001 eröffnet. Diese Daten markieren verschiedene Etappen: das Jubiläum der Ortsgeschichte, die frühere Nutzung des Gemeindehauses und die Wiederherstellung der Gemeindeautonomie. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe sank von 32 im Jahr 1999 auf 19 im Jahr 2010; Haupterwerbsbetriebe gingen im selben Zeitraum von vier auf zwei zurück. 2011 arbeiteten 52 der 367 in Oberloisdorf lebenden Erwerbstätigen im Ort, 315 pendelten aus. 27 Personen pendelten aus anderen Gemeinden hierher. Das Postamt blieb im Gemeindehaus bis 2001 untergebracht.
Kirchen und religiöse Zeugnisse
Die katholische Pfarrkirche ist dem heiligen Rochus geweiht. Eine evangelische Kirche und ein Pfarrzentrum ergänzen die kirchlichen Einrichtungen des Orts. Im Gemeinschaftshaus befindet sich das Heimatmuseum, das einen eigenen Ort zur Bewahrung der Ortsgeschichte bildet. Diese kirchlichen und kulturellen Einrichtungen liegen im einzigen Siedlungskern der Gemeinde. Die Pfarre berichtet, dass hier bereits im 14. Jahrhundert eine Kirche stand, die den Pestpatronen Rochus, Rosalia und Sebastian geweiht war. Das heutige Längsschiff entstand 1770, ein südliches Seitenschiff kam 1904 hinzu. 1992/93 wurde die Kirche neugestaltet und erweitert; der mittelalterliche Turm war bereits 1971 erneuert worden.
Chronik im öffentlichen Raum
Die Gemeinde hat eine „Chronik im Dorf“ als historischen Rundgang eingerichtet. Dabei wird die Geschichte der Ortschaft an öffentlichen Gebäuden sichtbar. Die Gemeindechronik führt außerdem einen Natur- und Fitnesslehrpfad sowie einen Marterlrundweg. Entlang des Marterlrundwegs wurden Kreuze und Bildstöcke restauriert und Informationstafeln erneuert. Das Gemeindewappen wurde am 19. Oktober 2008 verliehen; die Gemeinde erklärt, dass seine Symbole Geschichte und geografische Lage darstellen. Die Burgenlandbahn war eine frühere Verkehrsverbindung; der Betrieb wurde im Dezember 2013 eingestellt. Heute verläuft die Burgenland Schnellstraße am südöstlichen Rand des Gemeindegebiets. Diese Wege und Zeichen verbinden Ortsgeschichte mit der Landschaft.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
