SCHILDORN KENNENLERNEN
Schildorn: Arbeit und Alltag zwischen den Bächen
Schildorn liegt rund zehn Kilometer südlich von Ried im Innkreis. Die Gemeinde mit 23 Ortschaften zählt 1.238 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 13,28 Quadratkilometer.
Ein Höhenrücken zwischen zwei Flusssystemen
Der Riedel erstreckt sich vom Hauptkamm südwärts; seine Wasserläufe gehören westlich zur Waldzeller Ache und östlich zur Oberach. Damit liegt Schildorn an der Wasserscheide zwischen oberem Achental und dem Einzugsgebiet der Antiesen. Das Land ist überwiegend landwirtschaftlich genutzt: 73,1 Prozent der Fläche entfallen darauf, 17,9 Prozent sind bewaldet. Von Nord nach Süd misst das Gemeindegebiet 7,3 Kilometer, von West nach Ost 4,5 Kilometer. Die Verwaltung umfasst die Katastralgemeinden Schildorn und St. Kollmann. Das Zentrum liegt auf 523 Metern Seehöhe; die Höhen im Gemeindegebiet reichen von 501 bis 683 Metern.
Dienstleistungen im Gewerbepark
Statistik Austria zählt für 2024 in Schildorn 97 Arbeitsstätten mit 204 Beschäftigten am Arbeitsort. 83,6 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde pendeln zur Arbeit aus. Zwei konkrete Dienstleister sitzen im Gewerbepark: laserscanning.at erfasst Gebäude, Industrieanlagen und Außenräume mit 3D-Laserscans und erstellt daraus Pläne und Modelle. Die Firma vermietet außerdem ScanSets und schult Kunden beim eigenständigen Scannen. Lobmaier Datentechnik entwickelt Software für Augenheilkunde und Kontaktlinsenanpassung, darunter Ordinationssoftware für Augenarztpraxen sowie Kontaktlinsenverwaltung und -abrechnung; sie bietet auch Fernwartung an.
Dorfplatz, Betreuung und Nahversorgung
Am Dorfplatz 1 sind Gemeindeamt, Postpartner und Kindergarten ansässig. Die Gemeinde führt außerdem eine Krabbelstube; die Volksschule liegt in der Schulstraße. Der Postpartner ist werktags geöffnet, am Montag zusätzlich am Nachmittag. Das Gemeindeamt öffnet montags von 7 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 18 Uhr, Dienstag bis Freitag von 7 bis 12.30 Uhr. Für den Einkauf regionaler Lebensmittel gibt es außerdem die FoodCoop HOAMAT-Kistl am Dorfplatz 5: Sie bündelt Waren regionaler Produzenten, die Mitglieder wöchentlich abholen.
Von der Mutterpfarre zur Gemeinde
Der Ort ist 903 als Scilhara urkundlich erwähnt; die Gemeindechronik datiert die Entstehung der Pfarrkirche auf 1067. Bis etwa 1300 war Schildorn Haupt- und Mutterpfarre für ein großes Gebiet zwischen Hausruck und Kobernaußerwald, ehe der Pfarrsitz nach Waldzell verlegt wurde. 1784 entstand wieder eine eigene Pfarre in Schildorn. Ein Großbrand zerstörte 1834 insgesamt 18 Häuser, darunter das Schulhaus. Bereits 1811 waren beim Brand im Pfarrhof Waldzell auch Schildorner Schriftstücke verbrannt; die Gemeindechronik erklärt damit, weshalb frühe lokale Akten fehlen.
Rundweg und Wirtshaus in Ebersau
Der Weiketsedt-Rundweg startet beim Wanderwegzentrum und führt über Ottenberg nach Weiketsedt und zurück. Die offizielle Tourismusbeschreibung gibt 5,1 Kilometer und rund eine Stunde 21 Minuten an; mit 58 Höhenmetern bergauf und bergab zwischen 510 und 551 Metern Seehöhe ist die als leicht klassifizierte Runde auch als familien- und kinderwagentauglich ausgewiesen. Im Ortsteil Ebersau liegt der Wirt z’Ebersau. Das Gasthaus besteht laut Betreiber seit 1901, bietet Innviertler Küche und hat Gaststube sowie Gastgarten.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Schildorn – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Statistik Austria – Arbeitsstätten 2024, Gemeindeergebnisse
- Gemeinde Schildorn – Geschichte
- Gemeinde Schildorn – Kontakt, Öffnungszeiten und Postpartner
- Gemeinde Schildorn – Kindergarten und Krabbelstube
- Gemeinde Schildorn – Volksschule
- laserscanning.at GmbH – Leistungen und Kontakt
- Lobmaier Datentechnik – Produkte und Kontakt
- Wirt z’Ebersau – Gasthaus und Küche
- HOAMAT-Kistl – FoodCoop Schildorn
- Oberösterreich Tourismus – Weiketsedt-Rundweg
- Gemeinde Schildorn – Zahlen und Fakten
Stand der Angaben: 12.10.2026
