STADTGEMEINDE · STEIERMARK

Knittelfeld

Ein dichtes Zentrum mit Eisenbahngeschichte und regionalen Arbeitsplätzen

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Blick auf Knittelfeld mit den Kirchtürmen im Zentrum
Blick auf Knittelfeld mit den Kirchtürmen im Zentrum · Foto: Guschi · „Knittelfeld“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
12 792
01.01.2026
Fläche
13,80 km²
Bevölkerungsdichte
926,9
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
8720
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

KNITTELFELD KENNENLERNEN

Knittelfeld, Stadt der Bahn

Der Bahnhof und die Eisenbahn haben Knittelfeld über Generationen geprägt. Die Stadtgemeinde im Aichfeld zählte am 1. Jänner 2026 12.792 Einwohnerinnen und Einwohner und umfasst 13,80 Quadratkilometer.

Am östlichen Rand des Aichfelds

Knittelfeld liegt auf rund 645 Metern Seehöhe am östlichen Rand des Aichfelds, einer breiten Talung der Mur. Die Stadt ist mit den Nachbargemeinden baulich eng verbunden; Wege führen rasch nach Spielberg, Zeltweg und Judenburg. Bahnhof und S-Bahn- sowie Regionalverbindungen halten den Alltag mit dem übrigen Murtal verknüpft. Zur Stadtgemeinde gehören neben Knittelfeld auch Apfelberg und Landschach. Die Eingemeindung Apfelbergs 2015 erweiterte den Stadtraum um einen ländlicheren Ortsteil. Damit treffen in der Gemeinde kompakte Innenstadt, Wohnviertel und agrarisch geprägte Randbereiche aufeinander. Parks und Grünflächen geben dem dicht bebauten Zentrum Erholungsräume, während die offene Talebene den Blick zu den umliegenden Bergen frei lässt.

Bahn, Molkerei und Dienstleistungen

Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Knittelfeld 884 Arbeitsstätten und 6.942 Beschäftigte an Arbeitsstätten; 70,1 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse entfielen auf Dienstleistungen. Daneben prägen zwei Produktionsbereiche den Ort. Die Obersteirische Molkerei verarbeitet am Standort Knittelfeld Milch zu Molkereiprodukten und Käse. Das ÖBB-Werk an der Lobmingerstraße hält Lokomotiven und Güterwagen instand und arbeitet auch Komponenten und Radsätze auf. Beide Betriebe zeigen, dass Knittelfeld trotz seiner Rolle als regionales Handels-, Schul- und Gesundheitszentrum industrielle Arbeit beherbergt. Die Molkerei verbindet den Ort mit landwirtschaftlichen Lieferketten, die Bahnwerkstätte mit dem Verkehr im Murtal und darüber hinaus.

Ein Zentrum für das Murtal

Knittelfeld bündelt Angebote, die über die Stadtgrenzen hinaus genutzt werden. Das Landeskrankenhaus Judenburg-Knittelfeld betreibt hier Abteilungen, dazu kommen Schulen, Musikschule, Bibliothek und ein Kultur- und Kongresshaus. Der Hauptplatz bildet einen Bezugspunkt für Einkauf und städtische Dienstleistungen. Im Stadtpark und auf Sportanlagen findet Freizeit im Grünen statt; Vereine bieten Angebote von Fußball bis Eishockey. Die Nähe zum Bahnhof erleichtert Wege innerhalb der Region, während der Aichfeldbus mehrere Orte verbindet. Das Eisenbahnmuseum macht die Technik- und Sozialgeschichte der Bahn zugänglich. Die kompakte Stadtstruktur hilft, viele Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurückzulegen. Zugleich führen Arbeits- und Schulwege täglich in die Nachbarorte und zurück.

Eisenbahn, Lager und Wiederaufbau

Knittelfeld ist 1224 erstmals schriftlich belegt und 1302 wurde sein schon zuvor verliehenes Stadtrecht bestätigt. Der Ausbau der Eisenbahn im 19. Jahrhundert gab der Stadt eine neue Funktion und zog Arbeitsplätze sowie Zuwanderung an. Die Eisenbahn prägte nicht nur den Güterverkehr, sondern auch das Selbstverständnis als Eisenbahnerstadt. Im Ersten Weltkrieg entstand vor der Stadt ein großes Kriegsgefangenenlager, das zeitweise zehntausende Menschen aufnahm und später als Militärspital diente. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Zentrum bei einem Bombenangriff 1945 schwer zerstört. Der Wiederaufbau ließ nur wenige ältere Gebäude übrig; Stadtpfarrkirche, Friedensplatz und das Eisenbahnmuseum geben heute unterschiedliche Zugänge zur Geschichte. Die Stadtentwicklung erklärt, warum Knittelfeld ein modernes Zentrum mit vergleichsweise wenig erhaltener Altstadt ist.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Knittelfeld auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung12 686
31.10.2021 · Registerzählung12 617
01.01.2026 · Bevölkerungsstand12 792

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
2 622
NUTS-3-Region
Westliche Obersteiermark (AT226)

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ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Knittelfeld

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.