GASTERN KENNENLERNEN
Dörfer, Wehrkirche und Werkstätten
Zwischen Heidenreichstein und Waidhofen an der Thaya liegen Gastern und seine verstreuten Dörfer in einer offenen Waldviertler Landschaft. Die Marktgemeinde umfasst neun Ortschaften; Felder und kleinere Waldflächen umgeben die Siedlungen. 1.137 Menschen leben hier (1. Jänner 2026), auf 24,97 Quadratkilometern im Bezirk Waidhofen an der Thaya.
Ein Hauptort und acht weitere Dörfer
Frühwärts, Garolden, Immenschlag, Kleinmotten, Kleinzwettl, Ruders, Weißenbach und Wiesmaden gehören neben Gastern zur Marktgemeinde. Zur Ortschaft Kleinmotten zählen auch Grünau und die kleinen Siedlungen Alm und Steinwand, zu Ruders gehört Harmes. Westlich des Hauptorts liegt die Wagnermühle, östlich davon am Reutbach die Triglasmühle. Die B 30 durchquert das Gemeindegebiet und verbindet es mit weiteren Orten des nördlichen Waldviertels. Kirchen und Kapellen geben auch den kleineren Siedlungen markante Bezugspunkte: In Weißenbach steht eine Filialkirche, in Ruders eine Dorfkapelle. Rund sieben Zehntel der Gemeindefläche werden landwirtschaftlich genutzt, gut ein Fünftel ist bewaldet.
Produktion zwischen Landwirtschaft und Gewerbe
Für 2024 verzeichnet die Arbeitsstättenzählung in Gastern 510 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort. Davon entfielen 70,4 Prozent auf den produzierenden Bereich einschließlich Bau. Zugleich pendelten 74,8 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort in der Gemeinde aus. Textilproduktion lässt sich in Frühwärts konkret verorten: Wirtex betreibt dort eine Weberei und stellt Frottierwaren wie Handtücher und Bademäntel her. Im Hauptort übernimmt die Kfz-Werkstätte Reininger Reparaturarbeiten für verschiedene Automarken sowie Spengler- und Lackierarbeiten. Neben der Herstellung von Waren gehören damit auch Instandhaltung und handwerkliche Dienstleistungen zur örtlichen Wirtschaft.
Wehrkirche und Entwicklung der Gemeinde
Auf einer Anhöhe außerhalb von Kleinzwettl steht die Wehrkirche St. Jakob. Am Kirchhof sind Wall, Graben und eine fast in voller Höhe erhaltene Bruchsteinmauer erhalten. Der vermutlich aus dem 12. Jahrhundert stammende romanische Kirchenbau erhielt im Spätmittelalter eine Befestigung mit Tor und Zugbrücke; zugleich wurde er zur zweischiffigen gotischen Hallenkirche umgebaut. Unter dem Chor liegt ein Erdstall, dessen Gänge bis unter die Kirchhofmauer reichen. Er wird mit einem möglichen älteren Sitz in Verbindung gebracht. Der Name Gastern verweist auf das oberösterreichische Stift Garsten. Das Marktrecht erhielt der Ort 1931; Eingemeindungen von Kleinmotten 1967 und Frühwärts 1972 vergrößerten die Gemeinde.
Nahversorgung im Mittelpunkt
Im Hauptort stehen Kindergarten, Volksschule und ärztliche Versorgung zur Verfügung. Für Einkäufe gibt es den ADEG-Dorfladen an der Hauptstraße 2/1. Der Postpartner liegt an einer anderen Adresse: Im Bürgerservice an der Hauptstraße 19 werden Briefe und Pakete angenommen und ausgegeben. Im Kommunalzentrum an der Hauptstraße 2 finden Seminare und Feiern Platz; dort liegt auch das Marktplatz-Café-Restaurant. Ein weiteres Gasthaus befindet sich an der Brückenstraße. Familien können die kostenlose monatliche Elternberatung im Sitzungssaal des Gemeindeamts nutzen, an der eine Kinderärztin und eine Kinderkrankenschwester beteiligt sind. Die Anlaufstellen für Besorgungen, Veranstaltungen und Beratung liegen damit überwiegend im Hauptort.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Gastern – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindeergebnisse
- Wirtschaft – Marktgemeinde Gastern
- Einkaufen – Marktgemeinde Gastern
- Wehrkirche Kleinzwettl
- Gesundheit – Marktgemeinde Gastern
- Gemeindeorgane – Marktgemeinde Gastern
- Wirtex – Produktion
- Wirtex – Sortiment
- Postpartner Gastern
- Kommunalzentrum Gastern
Stand der Angaben: 09.10.2026
