MARKTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Gablitz

Römerfunde, Wanderwege und die Aussicht vom Troppberg

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Ortsansicht von Gablitz
Ortsansicht von Gablitz · Foto: C.Stadler/Bwag · „Gablitz“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
5 195
01.01.2026
Fläche
18,17 km²
Bevölkerungsdichte
286,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
3003
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

GABLITZ KENNENLERNEN

Gablitz: Wienerwaldort mit Sommerfrischegeschichte

Gablitz ist eine Marktgemeinde im Bezirk Sankt Pölten-Land, rund fünf Kilometer westlich der Wiener Stadtgrenze. Am 1. Jänner 2026 zählte sie 5.195 Einwohnerinnen und Einwohner; die Fläche beträgt 18,17 Quadratkilometer. Der Ort liegt im Wienerwald, und 71,9 Prozent der Gemeindefläche sind bewaldet. Zum Gemeindegebiet gehören neben dem Ortskern unter anderem Allhang, Buchgraben, Fischergraben, Hauersteig, Hochbuch, Höbersbach, Laabach und Rabenstein. Die Nähe zu Wien prägte Gablitz als Sommerfrischeort und wirkt sich bis heute auf seine Lage zwischen Stadt und Wald aus.

Ein Name mit langer Vorgeschichte

Über die genaue Gründung Gablitz’ ist nichts Sicheres bekannt. Der Ortsname wird auf einen slawischen Ursprung zurückgeführt und könnte „Apfelbach“ oder „kleine Kapelle“ bedeuten. Der benachbarte Ortsteil Laabach ist früher schriftlich greifbar: 1060 erscheint er als „Loupach“, damals dem Ort Ollern zugeordnet. Im 12. Jahrhundert taucht ein „Hainricus de Gabliz“ in einem Klosterneuburger Traditionsbuch auf. Die Überlieferung verzeichnet anschließend Hof, Mühle und Wald als Teile der Grundherrschaft. Nach 1411 gelangten Dorf, Hof und Mühle in den Besitz der Kartause Mauerbach.

Wald und Siedlungen

Der Wienerwald ist in Gablitz nicht bloß Hintergrund: Der Wald bedeckt einen großen Teil der Gemeindefläche. Der Troppberg erreicht rund 542 Meter; an seinem Gipfel steht die Troppbergwarte. Von dort reicht der Blick laut Gemeinde bis zur Wachau, nach Tulln und Wien sowie ins Voralpenland. Die Wälder am Berg bilden eine Kernzone des Biosphärenparks Wienerwald und werden nicht mehr forstlich genutzt. Das Gemeindegebiet wird von mehreren markierten Wanderwegen erschlossen. Ein Rundweg führt vom Gemeindeamt über die Hochramalpe zum Gipfel und zurück; eine weitere Route verläuft über Laabach. So verbinden die Wege Siedlung, Bachläufe und bewaldete Höhen.

Routen und Aussicht

Gablitz ist Ausgangspunkt mehrerer Routen durch den Wienerwald. Der Rundweg Hochram führt vom Gemeindeamt über die Hochramalpe zum Troppberggipfel und zurück; die Gemeinde gibt dafür rund zehn Kilometer und gut drei Stunden Gehzeit an. Der Laabacher Rundweg verläuft über Äcker und Wiesen am Gablitzbach, vorbei an einem Fischteich und über das ehemalige Gehöft Rabenstein. Auch die Troppbergwarte selbst erzählt Ortsgeschichte: Seit dem 19. Jahrhundert standen auf der Anhöhe verschiedene Aussichtsbauten. 1870 entstand ein steinerner Turm, später wurde er mehrfach umgebaut; 1991 kam die heutige Stahlkonstruktion hinzu. Die Warte ist ein gemeinsames Projekt von Gablitz, Purkersdorf und Tullnerbach.

Römerstein und Kirchen

Zu den sichtbaren historischen Spuren zählt der sogenannte Römerstein, ein Grabstein aus der Zeit um 180 nach Christus. Er wurde in Rabenstein gefunden und ist heute in Gablitz an der Linzer Straße 62 aufgestellt. Die Pfarrkirche und die Nepomuk-Denkmäler stehen für spätere Epochen: Eine Nepomuk-Statue wurde 1726 von Braumeister und Ortsrichter Christoph Zäch gestiftet; ein weiteres Denkmal entstand um 1750 auf Initiative Heinrichs von Schmid. Das Eignerhaus in der Bachgasse 5 ist ebenfalls denkmalgeschützt. Damit liegen im Ortsbild römische, barocke und spätere Spuren dicht beieinander.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 09.10.2026

GEOGRAFIE

Gablitz auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung4 652
31.10.2021 · Registerzählung5 017
01.01.2026 · Bevölkerungsstand5 195

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
2 156
NUTS-3-Region
Wiener Umland/Nordteil (AT126)

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