GEMEINDE · VORARLBERG

Mäder

Ein Rheintalort, der Gewerbe und geschützte Natur eng zusammenführt

GEMEINDEKENNZIFFER80412
Gemeindeamt von Mäder
Gemeindeamt von Mäder · Foto: Böhringer Friedrich · „GemeindeamtMäder“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.5 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
4 282
01.01.2026
Fläche
3,39 km²
Bevölkerungsdichte
1 264,2
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6841
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

MÄDER KENNENLERNEN

Mäder zwischen Rhein und Sandgrube

Mäder liegt flach am östlichen Ufer des Alpenrheins, nördlich des Kummenbergs. Die Gemeinde im Bezirk Feldkirch umfasst 3,39 Quadratkilometer und zählt 4.282 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Der Rhein bildet die westliche Grenze zur Schweiz; das Ortsgebiet selbst liegt vollständig in der Ebene. Diese Lage verbindet kurze Wege in der Rheintalregion mit einem klar begrenzten Naturraum am Wasser.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Mäder – Wikipedia, feste Artikelversion

Zwischen Rheindamm und Siedlung

Mäder ist kompakt: Von Nord nach Süd erstreckt sich das Gemeindegebiet über knapp drei Kilometer. Im Westen setzt der Rhein eine sichtbare Grenze, während im Osten Siedlung und offene Flächen in die Nachbargemeinden übergehen. Die Rheinebene bietet wenig natürliches Gefälle; Entwässerung, Dämme und die Gestaltung der Freiräume sind deshalb wichtige Bestandteile des Ortsbilds. Buslinien verbinden Mäder mit dem Unterland und der Region amKumma. Einen eigenen Bahnhof gibt es nicht.

Quellen: Mäder – Wikipedia, feste Artikelversion

Wirtschaft und tägliche Versorgung

Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist 264 Arbeitsstätten und 1.727 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus. 82,9 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Mäder pendeln aus. Zugleich gibt es konkrete Produktion vor Ort: Huber Tricot fertigt in Mäder Wäsche, während Amann Girrbach dentale CAD/CAM-Technologie anbietet. Für den täglichen Bedarf stehen zwei Supermärkte, eine Bäckerei und mehrere Fachgeschäfte bereit. Dieses Angebot ergänzt die produzierenden Betriebe um kurze Wege für die Versorgung im Ort. Damit ist Mäder zugleich Wohnort, Wirtschaftsstandort und Teil des regionalen Arbeitsmarkts.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab · Industrie – Mensch – Umwelt – Gemeinde Mäder · Einkaufen & Gastronomie – Gemeinde Mäder

Vom Kiesabbau zum grünen Ortsbild

Ein Teil von Mäders heutigem Grün entstand durch bewusste Planung. Nachdem frühere Rheinauen gerodet worden waren, setzte die Gemeinde ab den 1970er Jahren einen Flurgehölzplan um. Mehr als 70.000 Bäume und Sträucher wurden gepflanzt. Auch eine frühere Kiesgrube wurde renaturiert: Die heutige Sandgrube schützt Ufergehölze und Stillwasser und dient zugleich der Naherholung. Daran lässt sich ablesen, wie Mäder verfügbare Flächen zwischen Siedlung, Landwirtschaft und Natur gestaltet.

Quellen: Neuere Geschichte – Gemeinde Mäder

Geschichte am Grenzfluss

Eine Urkunde von 1256 nennt „in den mederen“ ein Gebiet des Reichshofs Kriessern, das ungefähr der heutigen Gemeinde entspricht. Wiederkehrende Hochwasser des Rheins bestimmten über Jahrhunderte das Leben: Zwischen 1700 und 1900 trat er nach Gemeindeangaben zehnmal über die Ufer. Für Dämme und Uferbefestigungen mussten Einwohner Frondienste leisten. Der Mäderer Vorsteher Johann Josef Ender erreichte 1824 eine Zusage staatlicher Hilfe. Der Fluss blieb Grenze und Landschaftsachse, doch die Regulierung veränderte den Schutz des Siedlungsraums grundlegend.

Quellen: Geschichte – Gemeinde Mäder

Sandgrube und Rheinbähnle

An der Sandgrube darf in den warmen Sommermonaten gebadet werden; auch Fischen ist möglich. Weil der See zugleich Landschaftsschutzgebiet ist, gelten Regeln zum Schutz der Ufer und Gehölze. Wer den Rheinraum auf andere Weise erkunden möchte, findet den Bahnhof Mäder Süd der historischen Rheinbähnle-Strecke. Die Gemeinde führt ihn ausdrücklich als Ausflugsziel. Damit stehen ein renaturierter See und ein Zeugnis der Rheinregulierung für zwei verschiedene, öffentlich zugängliche Wege in die heutige Ortslandschaft.

Quellen: Sandgrube – Gemeinde Mäder · Ausflugsziele – Gemeinde Mäder

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Mäder auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung3 689
31.10.2021 · Registerzählung4 149
01.01.2026 · Bevölkerungsstand4 282

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 193
NUTS-3-Region
Rheintal-Bodenseegebiet (AT342)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Mäder

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.