MÄDER KENNENLERNEN
Mäder zwischen Rhein und Sandgrube
Mäder liegt flach am östlichen Ufer des Alpenrheins, nördlich des Kummenbergs. Die Gemeinde im Bezirk Feldkirch umfasst 3,39 Quadratkilometer und zählt 4.282 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Der Rhein bildet die westliche Grenze zur Schweiz; das Ortsgebiet selbst liegt vollständig in der Ebene. Diese Lage verbindet kurze Wege in der Rheintalregion mit einem klar begrenzten Naturraum am Wasser.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Mäder – Wikipedia, feste Artikelversion
Zwischen Rheindamm und Siedlung
Mäder ist kompakt: Von Nord nach Süd erstreckt sich das Gemeindegebiet über knapp drei Kilometer. Im Westen setzt der Rhein eine sichtbare Grenze, während im Osten Siedlung und offene Flächen in die Nachbargemeinden übergehen. Die Rheinebene bietet wenig natürliches Gefälle; Entwässerung, Dämme und die Gestaltung der Freiräume sind deshalb wichtige Bestandteile des Ortsbilds. Buslinien verbinden Mäder mit dem Unterland und der Region amKumma. Einen eigenen Bahnhof gibt es nicht.
Wirtschaft und tägliche Versorgung
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist 264 Arbeitsstätten und 1.727 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus. 82,9 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Mäder pendeln aus. Zugleich gibt es konkrete Produktion vor Ort: Huber Tricot fertigt in Mäder Wäsche, während Amann Girrbach dentale CAD/CAM-Technologie anbietet. Für den täglichen Bedarf stehen zwei Supermärkte, eine Bäckerei und mehrere Fachgeschäfte bereit. Dieses Angebot ergänzt die produzierenden Betriebe um kurze Wege für die Versorgung im Ort. Damit ist Mäder zugleich Wohnort, Wirtschaftsstandort und Teil des regionalen Arbeitsmarkts.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab · Industrie – Mensch – Umwelt – Gemeinde Mäder · Einkaufen & Gastronomie – Gemeinde Mäder
Vom Kiesabbau zum grünen Ortsbild
Ein Teil von Mäders heutigem Grün entstand durch bewusste Planung. Nachdem frühere Rheinauen gerodet worden waren, setzte die Gemeinde ab den 1970er Jahren einen Flurgehölzplan um. Mehr als 70.000 Bäume und Sträucher wurden gepflanzt. Auch eine frühere Kiesgrube wurde renaturiert: Die heutige Sandgrube schützt Ufergehölze und Stillwasser und dient zugleich der Naherholung. Daran lässt sich ablesen, wie Mäder verfügbare Flächen zwischen Siedlung, Landwirtschaft und Natur gestaltet.
Quellen: Neuere Geschichte – Gemeinde Mäder
Geschichte am Grenzfluss
Eine Urkunde von 1256 nennt „in den mederen“ ein Gebiet des Reichshofs Kriessern, das ungefähr der heutigen Gemeinde entspricht. Wiederkehrende Hochwasser des Rheins bestimmten über Jahrhunderte das Leben: Zwischen 1700 und 1900 trat er nach Gemeindeangaben zehnmal über die Ufer. Für Dämme und Uferbefestigungen mussten Einwohner Frondienste leisten. Der Mäderer Vorsteher Johann Josef Ender erreichte 1824 eine Zusage staatlicher Hilfe. Der Fluss blieb Grenze und Landschaftsachse, doch die Regulierung veränderte den Schutz des Siedlungsraums grundlegend.
Quellen: Geschichte – Gemeinde Mäder
Sandgrube und Rheinbähnle
An der Sandgrube darf in den warmen Sommermonaten gebadet werden; auch Fischen ist möglich. Weil der See zugleich Landschaftsschutzgebiet ist, gelten Regeln zum Schutz der Ufer und Gehölze. Wer den Rheinraum auf andere Weise erkunden möchte, findet den Bahnhof Mäder Süd der historischen Rheinbähnle-Strecke. Die Gemeinde führt ihn ausdrücklich als Ausflugsziel. Damit stehen ein renaturierter See und ein Zeugnis der Rheinregulierung für zwei verschiedene, öffentlich zugängliche Wege in die heutige Ortslandschaft.
Quellen: Sandgrube – Gemeinde Mäder · Ausflugsziele – Gemeinde Mäder
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Mäder – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Sandgrube – Gemeinde Mäder
- Neuere Geschichte – Gemeinde Mäder
- Industrie – Mensch – Umwelt – Gemeinde Mäder
- Einkaufen & Gastronomie – Gemeinde Mäder
- Ausflugsziele – Gemeinde Mäder
- Geschichte – Gemeinde Mäder
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab
Stand der Angaben: 15.10.2026
