LORÜNS KENNENLERNEN
Lorüns am Eingang ins Montafon
Wo Alfenz und Ill nahe beieinanderfließen, beginnt das Montafon – und genau an diesem Übergang liegt Lorüns. Die Gemeinde im Bezirk Bludenz zählt 313 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 8,36 Quadratkilometer. Ihr Ortskern liegt auf 583 Metern, zwischen dem bewaldeten Davennastock und den Bergen des Rätikons.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeinde Lorüns: Zahlen und Fakten
Ein Dorf zwischen Tal und Gebirge
Die Straße Richtung Süden führt von Lorüns ins Montafon. Von der Ebene steigen die Hänge rasch an; auf der Ostseite reicht das Gemeindegebiet zum Verwall, im Westen zu den Rätikonbergen. Der Schuttkegel von Prazalanz bildet eine markante, naturnahe Landschaftsfläche. Wälder prägen das Gebiet, während Siedlung und Verkehrswege nur wenig Platz beanspruchen. Bludenz liegt in unmittelbarer Nähe. Am Prazalanz wächst eine vielfältige Flora auf dem Material eines früheren Bergsturzes; die bewaldeten Hänge bilden den Gegenpol zum schmalen, verkehrsreichen Talboden.
Quellen: Lorüns – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Lorüns: Zahlen und Fakten · Gemeindeblatt Lorüns August 2022
Kleine Gemeinde, konkrete Betriebe
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Lorüns 25 Arbeitsstätten und 124 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus; 58,1 Prozent davon entfielen auf den sekundären Sektor. Die Gemeinde führt unter ihren Wirtschaftsbetrieben unter anderem einen Holzhandel und ein Transportunternehmen. Am Standort ist außerdem ein Betrieb für Seilkrananlagen ansässig, dessen Spezialtechnik etwa beim Materialtransport in steilem Gelände eingesetzt wird. Auch ein Betrieb für Schiservice-Maschinen zeigt, dass spezialisierte Technik neben Handel und Transport zur lokalen Struktur gehört. Viele Erwerbstätige pendeln aus: 2024 lag der Anteil der Auspendler an den Erwerbstätigen mit Wohnort Lorüns bei 86,6 Prozent.
Quellen: Statistik Austria: Arbeitsstättenzählung 2024 · Wirtschaft Gemeinde · Gemeinde Lorüns: Zahlen und Fakten
Zementwerk und Wandel
Die Lage an der Verkehrsachse prägte auch die Wirtschafts- und Ortsgeschichte. Im späten 19. Jahrhundert entstanden an der Alfenz zunächst eine Spinnerei und Zwirnerei, später wurde der Standort für Zement genutzt. Das Werk nahm 1906 den Betrieb auf und war über Jahrzehnte ein prägendes Industrieareal. Nach der Schließung 2013 wurde ein Teil der Anlagen abgetragen; im Steinbruch wird weiterhin Gestein gebrochen und gesiebt, unter anderem für Bauzwecke. Damit sind frühere Produktion und heutige Nutzung am Ort noch räumlich ablesbar. Auch der Verkehr gehört zur Gegenwart: Die Straße durch das enge Tal bündelt Wege ins Montafon, während die Montafonerbahn Lorüns mit Bludenz und Schruns verbindet.
Quellen: Lorüns – Wikipedia, feste Artikelversion · Transbeton: Brech- und Siebwerk Lorüns
Kirche und Brücke im Ortsbild
Die Kirche zum heiligen Johannes Nepomuk erinnert daran, wie stark die Ill das Leben am Talboden beeinflusste. Schon um 1500 gab es eine Kapelle; sie wurde 1820 vergrößert. Weil sie später zu klein und feucht war, entstand der heutige Kirchenbau von 1956 bis 1960. Die Glasfenster von Hubert Berchtold und das von Hubert Fritz geschaffene Sgraffito an der Altarwand geben dem schlichten Bau eine eigenständige künstlerische Ausstattung. Auch die Glocke stammt aus dem 18. Jahrhundert: Sie wurde 1768 gegossen. Eine andere zeitgenössische Landmarke ist die Alfenzbrücke: Ihre Betonform stammt aus einem 2010 errichteten Neubau und markiert den Übergang über den Fluss nahe der Mündung in die Ill.
Quellen: Gemeinde Lorüns - Startseite - Unsere Gemeinde - Kirche - Geschichte · Lorüns – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Lorüns – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
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- Gemeindeblatt Lorüns August 2022
Stand der Angaben: 15.10.2026
