GEMEINDE · TIROL

Schlaiten

Eine kleine Gemeinde mit Kirchdorf, Bergbaugeschichte und steilen Nutzflächen

GEMEINDEKENNZIFFER70727
Kriegergedächtniskapelle in Schlaiten
Kriegergedächtniskapelle in Schlaiten · Foto: Michael Kranewitter, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · „Schlaiten - Kriegerkapelle Außen a“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
455
01.01.2026
Fläche
36,62 km²
Bevölkerungsdichte
12,4
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9954
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

SCHLAITEN KENNENLERNEN

Schlaiten zwischen Iseltal und Hanghöfen

Schlaiten liegt auf der Sonnseite des Iseltals oberhalb der Talachse zwischen Ainet und St. Johann im Walde. Die Gemeinde im Bezirk Lienz zählt 455 Einwohner (Stand 2026-01-01) und umfasst 36,62 km². Zum Gemeindegebiet gehören verstreute Hofgruppen und das Kirchdorf Mesnerdorf, in dem Pfarrkirche, Schule und Gemeindeamt nahe beieinander liegen.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Schlaiten – Wikipedia, feste Artikelversion

Höfe am steilen Hang

Die Siedlung verteilt sich über steile Hänge und kleine Ortsteile. Mesnerdorf bildet den öffentlichen Mittelpunkt; von dort reichen Wege zu Höfen und Weideflächen, die sich nicht zu einem zusammenhängenden Ortsband verbinden. Landwirtschaftliche Nutzung richtet sich nach Gelände und Boden: Viehhaltung und Grünland passen besser zu den Hanglagen als Ackerbau. Wälder bedecken ebenfalls große Bereiche. Die Lage über dem Iseltal verbindet den Wohnort mit den Arbeits- und Versorgungsorten im Tal. Die Wege zwischen den Höfen und dem Kirchdorf prägen den Alltag einer Gemeinde ohne geschlossenes Siedlungsband.

Quellen: Schlaiten – Wikipedia, feste Artikelversion · Schlaiten – Wikipedia, feste Artikelversion

Betriebe und Arbeit am Hang

Die Arbeitsstättenzählung meldete 2024 für Schlaiten 33 Arbeitsstätten mit 52 Beschäftigten an diesen Standorten. 42,4 Prozent der Arbeitsstätten gehörten zum primären Sektor; sie zeigen, wie stark land- und forstwirtschaftliche Tätigkeit im Ort verankert ist. Die Gemeinde führt daneben Holzschlägerungs- und Forstbetriebe an: Sie gewinnen Holz an den Hängen und übernehmen Arbeiten im Wald. Ein Holz- und Steinbildhauer bearbeitet Materialien für einzelne Aufträge, während ein Gasthaus Gäste bewirtet. Solche Angebote verteilen sich auf Mesnerdorf und kleinere Ortsteile. Sie ergänzen die Bewirtschaftung von Wiesen und Weiden, die das Gelände unmittelbar prägt.

Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse · Tourismusbetriebe – Gemeinde Schlaiten · Wirtschaft und Gewerbe – Gemeinde Schlaiten

Bergbau und Wallfahrtsort

Der Name Schlaiten erscheint 1299 als Flurname „vf dem Slætten“. Im Gebiet wurden Silber und andere Metalle abgebaut; Gruben im Michelbachtal und am Göriachbach blieben bis ins frühe 20. Jahrhundert in Betrieb; zuletzt wurde vor allem Arsen abgebaut. Die Pfarrkirche St. Paulus zog Wallfahrer an; der Altar der Göriacher Kirche stammt aus dem Jahr 1888. Ihre Geschichte reicht mindestens bis zu einer urkundlichen Erwähnung von 1458 zurück; ein älterer Kirchenbau kam bei Grabungen zum Vorschein. Die Gemeinde wurde während der NS-Zeit zwangsweise Ainet angeschlossen und erlangte 1949 ihre Selbstständigkeit zurück. Seit 1949 verwaltet Schlaiten seine örtlichen Angelegenheiten wieder selbst.

Quellen: Schlaiten – Wikipedia, feste Artikelversion · Pfarrgemeinde Schlaiten – Gemeinde Schlaiten

Pfarrkirche und Nothelfergang

Die Pfarrkirche im Mesnerdorf vereint mehrere Zeitschichten. Der barocke Hochaltar stammt von 1735; am Friedhof schließt ein Arkadengang mit Nischen für Paulus und die 14 Nothelfer an. Dass Schlaiten früher Wallfahrer anzog, spiegelt sich in diesem Ensemble und in der Ausstattung der Kirche. Außerhalb des Kirchdorfs steht das Göriacher Kirchl zu den Heiligen Chrysanth und Daria. Dort finden regelmäßig Gottesdienste statt; der Ort bindet die Fraktion Göriach an das gemeinsame Pfarrleben. So haben sowohl das Kirchdorf als auch Göriach einen bis heute genutzten Sakralbau. Die beiden Bauten sind deshalb mehr als historische Denkmäler: Sie bleiben Bezugspunkte für Gottesdienste in den Ortsteilen.

Quellen: Pfarrgemeinde Schlaiten – Gemeinde Schlaiten · Gemeindezeitung Schlaiten, Dezember 2025 – Göriacher Kirchl

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Schlaiten auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung471
31.10.2021 · Registerzählung453
01.01.2026 · Bevölkerungsstand455

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
168
NUTS-3-Region
Osttirol (AT333)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Schlaiten

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.