GEMEINDE · STEIERMARK

Großsteinbach

Drei Dörfer, eine seltene Blume und ein Badesee prägen die oststeirische Gemeinde.

GEMEINDEKENNZIFFER62216
Blick über Felder auf Großsteinbach
Blick über Felder auf Großsteinbach · Foto: Christian Pirkl · „Großsteinbach 294A2145 Styria“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 301
01.01.2026
Fläche
21,24 km²
Bevölkerungsdichte
61,3
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
8265
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

GROSSSTEINBACH KENNENLERNEN

Großsteinbach: Schachblumenland zwischen Feistritz und Freizeitsee

Großsteinbach verbindet drei ländlich geprägte Dörfer mit einem ungewöhnlichen Naturzeichen: der Schachblume, die in der Steiermark nur hier vorkommt. Die Gemeinde im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld umfasst 21,24 km² und zählt 1.301 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026).

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Großsteinbach – Wikipedia, feste Artikelversion

Zwischen Talboden und bewaldeten Höhen

Das Gemeindegebiet liegt im oststeirischen Hügelland am Feistritztal. Der Fluss zieht am südwestlichen Rand entlang; von seinem rund 300 Meter hoch gelegenen Talboden steigt das Gelände nach Nordosten auf bewaldete Höhen über 400 Meter. Landwirtschaftliche Flächen und Wald prägen daher nebeneinander den Raum. Die drei Ortschaften Großsteinbach, Großhartmannsdorf und Kroisbach liegen nicht als ein einziger kompakter Siedlungskörper, sondern bilden jeweils eigene Dorfmittelpunkte. Ihre heutige gemeinsame Gemeinde entstand 1968 aus den zuvor getrennten Gemeinden. Straßen und Einrichtungen verbinden die Ortsteile, während Felder, Wald und Bachläufe den ländlichen Maßstab sichtbar halten.

Quellen: Großsteinbach – Wikipedia, feste Artikelversion · STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026

Die Schachblume als lebendiges Wahrzeichen

Die seltene Schachblume erklärt, warum die Gemeinde sie in ihrem Wappen zeigt. Die streng geschützte Pflanze ist in der Steiermark nur im Gebiet von Großsteinbach heimisch. Ihre Blüte erscheint im Frühjahr für kurze Zeit; sie steht auf einer Wiese westlich des Ortskerns und soll unberührt bleiben. Das Schutzgebiet wurde in den 1990er-Jahren ausgeweitet. Das Schutzgebiet erhält die Wiesen mit der nur kurz sichtbaren Blüte; die streng geschützten Pflanzen dürfen nicht gepflückt werden. Der Bezug zur Natur setzt sich in den Wegen und Grünräumen fort: Ein Kneipp- und Walderlebnisweg führt durch die Umgebung. Im Zeitgarten zeigt eine Landschaftssonnenuhr den Lauf der Sonne. Sie ist unabhängig von der kurzen Blütezeit zu sehen und ergänzt den Spaziergang durch den nahen Großsteinbacher Ortskern.

Quellen: Gemeindechronik – Gemeinde Großsteinbach · Freizeitzentrum Schachblumenwelt – Gemeinde Großsteinbach · Der Zeitgarten – Gemeinde Großsteinbach

Arbeit zwischen Landwirtschaft und Erholung

2024 zählte Großsteinbach 107 Arbeitsstätten und 295 Beschäftigte an diesen Standorten; gut ein Drittel der Arbeitsstätten gehörte zum primären Sektor. In den drei Dörfern werden laut Gemeindechronik vor allem Mais und Feldgemüse angebaut sowie Schweine gemästet. Daneben bietet die Freizeitanlage Schachblumenwelt saisonale Leistungen: Am Badesee gibt es einen Strand und Sportflächen, die Grünarena kann für Konzerte oder Trauungen genutzt werden. Auch Gastronomie gehört zum Angebot. Die Zahlen zeigen einen kleinen örtlichen Arbeitsmarkt, auf dem Landwirtschaft deutlich präsent ist; der See schafft zusätzlich konkrete Anlässe für Bewirtung und Veranstaltungen.

Quellen: Statistik Austria, Arbeitsstättenzählung 2024 · Gemeindechronik – Gemeinde Großsteinbach · Freizeitzentrum Schachblumenwelt – Gemeinde Großsteinbach

Drei Gemeinden wachsen zusammen

Die historische Entwicklung ist eng mit den Dörfern und ihren Höfen verbunden. Großsteinbach wurde 1395 urkundlich erwähnt; Kroisbach und Großhartmannsdorf sind bereits 1218 in einer Schenkungsurkunde genannt. Im 19. Jahrhundert spielten neben Ackerbau und Viehzucht auch Pferdezucht, Wein- und Hopfenbau eine Rolle. Als Schädlinge den Hopfenbau beeinträchtigten und die Nachfrage zurückging, mussten Betriebe ihre Produktion umstellen. 1968 wurden die drei Gemeinden vereinigt. Spätere kommunale Projekte brachten unter anderem Straßenverbindungen, Schule, Sportanlagen und Dorfplätze. Die zuvor eigenständigen Dörfer wurden damit durch gemeinsame Infrastruktur verbunden; ihre Dorfkapellen blieben als eigene Treffpunkte erhalten.

Quellen: Gemeindechronik – Gemeinde Großsteinbach · Großsteinbach – Wikipedia, feste Artikelversion

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Großsteinbach auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 329
31.10.2021 · Registerzählung1 268
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 301

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
490
NUTS-3-Region
Oststeiermark (AT224)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Großsteinbach

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.