MARKTGEMEINDE · STEIERMARK

Kaindorf

Ein Marktort mit regionalen Wegen und kurzen Alltagswegen

GEMEINDEKENNZIFFER62272
Gemeindeamt von Kaindorf
Gemeindeamt von Kaindorf · Foto: Fleck Sebastian · „Gemeindeamt Kaindorf“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
3 059
01.01.2026
Fläche
27,87 km²
Bevölkerungsdichte
109,8
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
8224
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

KAINDORF KENNENLERNEN

Kaindorf zwischen Safental und Handwerk

Kaindorf verbindet den Hauptort im Safental mit den ländlich geprägten Ortsteilen Dienersdorf, Hofkirchen und Kopfing. Die Marktgemeinde liegt in der Oststeiermark, rund acht Kilometer südwestlich von Hartberg. Zum Jahresbeginn 2026 lebten hier 3.059 Menschen; das Gemeindegebiet umfasst 27,87 Quadratkilometer.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Kaindorf (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion

Zwischen Bachläufen und Ortsteilen

Die Pöllauer Safen durchzieht das Gemeindegebiet und nimmt im Süden den Tiefenbach auf; im Norden markiert der Dombach eine weitere landschaftliche Grenze. Die heutige Gemeinde besteht aus vier Ortschaften, deren Namen zugleich auf die früheren Gemeinden verweisen. In den Ortsteilen leben Hof- und Streusiedlungen neben den verdichteteren Straßenräumen des Marktorts. Die Bachläufe gliedern das Tal und geben den Wegen zwischen den Ortsteilen ihre Richtung. Kopfing wurde bereits 1968 eingegliedert, Dienersdorf und Hofkirchen kamen 2015 hinzu. Für den Alltag bedeutet die große Streuung, dass der Marktort und die kleineren Siedlungen unterschiedlich weit von Geschäften und öffentlichen Einrichtungen entfernt sind. Der ländliche Charakter zeigt sich auch daran, dass mehrere Wanderwege an Kapellen, Kreuzen und Feldrändern vorbeiführen.

Quellen: Kaindorf (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Kaindorf – Wanderwege in Kaindorf

Arbeit zwischen Versorgung und Produktion

Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Kaindorf 348 Arbeitsstätten und 1.352 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus. Zugleich pendelten 70,7 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde zur Arbeit aus. Das Bild verbindet damit einen lokalen Versorgungs- und Arbeitsstandort mit einer starken Verflechtung in die Region. Ein konkretes Beispiel ist Schirnhofer: Die Gemeinde führt den Betrieb in Kaindorf als Fleischer und nennt Fleisch- und Wurstwaren sowie einen Werksverkauf. Daneben reichen die örtlichen Angebote von Bäckerei und Café über Landmaschinenservice bis zu Tischlerei und Hotel.

Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse · Marktgemeinde Kaindorf – Nahversorger · Marktgemeinde Kaindorf – Betriebe, die Lehrlinge ausbilden

Wege für kurze Ausflüge

Die Gemeinde beschreibt mehrere markierte Routen, die an unterschiedlichen Orten beginnen. Der Marterlweg startet bei der Schulkreuzung, ist rund zehn Kilometer lang und kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden. Kürzer ist der Sagenweg: Er beginnt bei der Apotheke in Kaindorf und verbindet eine etwa drei Kilometer lange Runde mit örtlichen Erzählungen. Der Kapellenweg startet am Schmankerlpark und führt auf einer sechs Kilometer langen Strecke zu Fuß durch die Umgebung. Die Wege erschließen den Ort nicht als Kulisse, sondern als Folge kleiner Siedlungen, sakraler Wegzeichen und landwirtschaftlich geprägter Flächen.

Quellen: Marktgemeinde Kaindorf – Wanderwege in Kaindorf

Kirchen als Zeugnisse der Ortsteile

Auch die Kirchen erzählen von der Eigenständigkeit der Ortsteile. Die Pfarrkirche in Kaindorf wurde Anfang des 18. Jahrhunderts unter Einbeziehung älterer Bauteile errichtet; ihre heutige Anlage steht neben dem Pfarrhof im Ortszentrum. In St. Stefan blieb der gotische Baucharakter der Kirche aus dem 15. Jahrhundert erhalten. Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert sind im Chor und bei den Seitenaltären zu sehen. Der Hochaltar wurde 1647 von Johann Feiner und Georg Maurer gestaltet; die Orgel von Ludwig Greß entstand um 1800. Die spätgotischen Sakramentsnischen im Chor und die Seitenaltäre aus dem 17. Jahrhundert machen den Bau über mehrere Epochen hinweg lesbar. St. Stefan liegt im Ortsteil Hofkirchen und lässt sich mit Wegen durch die umliegenden Siedlungen verbinden.

Quellen: Kaindorf (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Kaindorf – Kirche St. Stefan · Marktgemeinde Kaindorf – Pfarrkirche Kaindorf

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Kaindorf auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 807
31.10.2021 · Registerzählung3 014
01.01.2026 · Bevölkerungsstand3 059

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 032
NUTS-3-Region
Oststeiermark (AT224)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Kaindorf

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.