FEISTRITZTAL KENNENLERNEN
Feistritztal: Leben zwischen Fluss, Feldern und Wallfahrtsort
Die Feistritz zieht sich als verbindendes Band durch eine Gemeinde, deren Alltag sich auf sieben Ortschaften verteilt. Feistritztal liegt im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld und zählt 2.320 Einwohner (1. Jänner 2026); die Fläche beträgt 25,73 km².
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Tourismus & Freizeit
Landschaft und Siedlungen
Der Fluss durchquert das Gemeindegebiet von Norden nach Süden. Am breiten Talboden liegen Felder und Siedlungen, während bewaldete Hänge nach Osten und Westen ansteigen. Dazu gehören Blaindorf, Hirnsdorf, Hofing, Illensdorf, Kaibing, Sankt Johann bei Herberstein und Siegersdorf bei Herberstein. Manche Ortschaften umfassen weitere Weiler: Zu Kaibing zählt Maria Fieberbründl, zu Blaindorf Maieregg. Der Talboden liegt auf rund 350 Metern; westlich des Flusses steigt das Gelände bis zur Geierwand an. Wer durch die Gemeinde fährt, wechselt deshalb zwischen Flussnähe, Äckern und höher gelegenen Siedlungen. Feistritztal bezeichnet die gesamte Gemeinde, keinen einzelnen geschlossenen Ort.
Arbeit zwischen Landwirtschaft und Handwerk
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste 229 Arbeitsstätten in Feistritztal; 77,6 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Die Landwirtschaft bleibt sichtbar, auch durch den Verkauf eigener Produkte: Blaindorfer Höfe bieten unter anderem Kürbiskernöl, Eier, Gemüse, Fleisch und Schafwollwaren an. In Kaibing verarbeitet die Wachmann-Mühle Getreide zu Mischfutter, bäckt Brot und handelt mit Landesprodukten. Damit liegen Erzeugung, Verarbeitung und Verkauf teilweise dicht beieinander. Das Spektrum reicht damit von Hofverkauf und Verarbeitung bis zum örtlichen Lebensmittelangebot. Die Auspendlerquote beschreibt die Wege der hier Wohnenden; sie sagt nicht, dass es in den Dörfern keine Arbeit gäbe.
Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindeergebnisse · Firmen und Betriebe · Blaindorf – Landwirtschaft und Kultur
Wallfahrt und Erholung
Maria Fieberbründl liegt im Wald bei Kaibing und zieht Wallfahrer sowie Spaziergänger an. An der Quelle wurde 1879 eine Kapelle errichtet; heute gehören Kirche und Wege im Hügelland zum Besuch. Im Hofwald liegt außerdem eine Gradieranlage, an der salzhaltiges Wasser über Reisig rieselt. Eine Sammlung von Andachts- und Ansichtskarten erzählt von der Geschichte des Wallfahrtsortes. Anderswo im Gemeindegebiet führt die Kalvarienberganlage auf dem Klausenberg zu drei Kapellen und einer Kreuzigungsgruppe. Zwischen den Weinrieden öffnet sich der Blick ins Feistritztal. Die Gemeinde nennt zudem Kneipp-Anlagen, die ohne Voranmeldung und kostenlos benutzt werden können.
Quellen: Tourismus & Freizeit · Kaibing – Gemeinde Feistritztal
Eine Gemeinde aus mehreren Vorgängern
Die heutige Gemeinde entstand 2015 aus Blaindorf, Kaibing, Sankt Johann bei Herberstein, Siegersdorf bei Herberstein und Hirnsdorf. Hirnsdorf gehörte zuvor zum Bezirk Weiz; die neue Gemeinde liegt vollständig im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. Die früheren Ortskerne sind weiterhin unterscheidbar und haben eigene Kirchen und Siedlungsformen. In Blaindorf steht die den Heiligen Rochus und Sebastian geweihte Kirche mit gotischem Ursprung und barocken Veränderungen. Ihr Boden steigt vom westlichen Portal zum Altar an. Auch die Kirche in Sankt Johann bei Herberstein und die Wallfahrtskirche bei Kaibing zeigen, dass das religiöse Leben nicht auf einen einzigen Gemeindemittelpunkt konzentriert ist. In Blaindorf steht die Feistritztalhalle als Veranstaltungsort für Vereine; sie wird auch nach der Gemeindezusammenlegung genutzt.
Quellen: Feistritztal – Wikipedia, feste Artikelversion · Blaindorf – Landwirtschaft und Kultur · Blaindorf – Landwirtschaft und Kultur
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
