STADTGEMEINDE · STEIERMARK

Voitsberg

Bezirkshauptstadt mit historischem Zentrum und Industriearbeitsplätzen

GEMEINDEKENNZIFFER61625
Rathausplatz von Voitsberg mit Rathaus und Kirche
Rathausplatz von Voitsberg mit Rathaus und Kirche · Foto: Thomas Ledl · „Rathausplatz Voitsberg“ · Wikimedia Commons · CC BY 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
9 517
01.01.2026
Fläche
28,54 km²
Bevölkerungsdichte
333,4
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
8570
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

VOITSBERG KENNENLERNEN

Voitsberg, Stadt im Kainachtal

Zwischen Kainach und Schlossberg verbindet Voitsberg einen mittelalterlichen Stadtkern mit der Funktion als Bezirkshauptstadt. Die Stadtgemeinde zählt 9.517 Einwohner (1. Jänner 2026) und ist 28,54 km² groß.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Voitsberg – Wikipedia, feste Artikelversion

Stadtlage an Fluss und Burgberg

Voitsberg liegt rund 17 Kilometer westlich von Graz in einer Talebene am südlichen Ende des oberen Gradner- und Kainachtales. Die Kainach durchfließt das Stadtgebiet von Nordwesten nach Südosten; im Zentrum liegt der Flussraum auf etwa 394 Metern Seehöhe. Der Kobererkogel erreicht 606 Meter. Die Stadt ist auf engem Raum von Talboden, Hügeln und Siedlungen an den Hängen geprägt. Das heutige Zentrum entstand nicht am ältesten Siedlungskern: Dieser lag bei der Margarethenkirche am Tregistbach. Im 12. Jahrhundert verlagerte sich der Schwerpunkt an den Fuß der Burg Obervoitsberg und näher zur Kainach. Die Lage an Verkehrswegen und Flussübergängen erklärt, warum Voitsberg früh Markt- und Verwaltungsfunktionen erhielt.

Quellen: Betriebe – Stadtgemeinde Voitsberg · Geschichte – Stadtgemeinde Voitsberg · Stadtrundgang – Stadtgemeinde Voitsberg · Voitsberg – Wikipedia, feste Artikelversion

Altstadt und Obervoitsberg

Der Hauptplatz und die angrenzenden Gassen bündeln Bürgerhäuser, Rathaus, Michaelikirche und Josefskirche. Am Rathaus fällt die von Arik Brauer gestaltete Fassade auf. Über der Stadt liegt die Burgruine Obervoitsberg: Ihr Bau begann um 1170, und heute führt ein Weg entlang von Teilen der alten Befestigung vom Schlossberg hinunter ins Zentrum. Die Stadtgemeinde beschreibt Rastplätze und Aussichtspunkte am Weg; die Ruine ist damit zugleich historischer Ort und Ausgangspunkt für einen Spaziergang mit Blick über Stadt und Umgebung. Im Schlosspark-Grafenteich liegen Schloss Greißenegg und ein Naherholungsraum. Stadtgeschichte wird so nicht nur in Bauwerken sichtbar, sondern auch in Wegen und öffentlichen Grünräumen, die an den Alltag der Innenstadt anschließen.

Quellen: Betriebe – Stadtgemeinde Voitsberg · Geschichte – Stadtgemeinde Voitsberg · Stadtrundgang – Stadtgemeinde Voitsberg · Voitsberg – Wikipedia, feste Artikelversion

Arbeit, Versorgung und Produktion

Für 2024 verzeichnet die Arbeitsstättenzählung 786 Arbeitsstätten und 5.251 Beschäftigte in Arbeitsstätten in Voitsberg. 79 Prozent der Standorte gehören zum Dienstleistungssektor; zugleich entfallen 33,5 Prozent der Beschäftigten in Arbeitsstätten auf den sekundären Sektor. Als Bezirkshauptstadt bündelt Voitsberg Verwaltung, Gesundheit, Handel und weitere Dienste. Die Gemeinde nennt daneben konkrete Produktionsbetriebe: Bauer fertigt Pumpen- und Beregnungstechnik, das Berglandmilch-Werk stellt Käse her, und Technoglas produziert Glasprodukte. Diese Beispiele passen zur statistischen Mischung aus Dienstleistungen und Industrie. 63,5 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendeln aus; die Zahl bezieht sich auf wohnhafte Erwerbstätige, während die Beschäftigtenzahl oben Arbeitsplätze im Gemeindegebiet zählt. Voitsberg ist damit zugleich Arbeitsort und Teil eines regionalen Pendlerraums.

Quellen: Betriebe – Stadtgemeinde Voitsberg · Geschichte – Stadtgemeinde Voitsberg · Stadtrundgang – Stadtgemeinde Voitsberg · Voitsberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Arbeitsstättenzählung 2024 – Statistik Austria · Werk Voitsberg – Berglandmilch

Vom Markt zur Bezirksstadt

Die Burg wurde 1183 urkundlich als „castrum Voitesperch“ genannt; 1245 erscheint Voitsberg als Markt und Stadt. Die befestigte Siedlung entwickelte sich zwischen Burg und Fluss, während die ältere Ansiedlung bei St. Margarethen zurücktrat. Im 19. Jahrhundert wandelte sich die Kleinstadt zur Industrie- und Bezirkshauptstadt: Kohleabbau, Eisenbahn, Glasfabrik und weitere Betriebe prägten die wirtschaftliche Entwicklung. Seit 1891 ist Voitsberg Sitz der Bezirkshauptmannschaft. Von dieser Vergangenheit erzählen heute nicht nur historische Häuser, sondern auch die Verbindung aus Verwaltung, Gewerbe und Produktionsstätten. Wer durch das Zentrum geht und anschließend den Burgweg nimmt, bewegt sich zwischen den beiden prägenden Maßstäben der Stadt: dem geschäftigen Talboden und dem befestigten Höhenrücken.

Quellen: Betriebe – Stadtgemeinde Voitsberg · Geschichte – Stadtgemeinde Voitsberg · Stadtrundgang – Stadtgemeinde Voitsberg · Voitsberg – Wikipedia, feste Artikelversion

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Voitsberg auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung9 619
31.10.2021 · Registerzählung9 492
01.01.2026 · Bevölkerungsstand9 517

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
3 095
NUTS-3-Region
West- und Südsteiermark (AT225)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Voitsberg

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.