STALLHOFEN KENNENLERNEN
Stallhofen zwischen Talboden und Höhen
Stallhofen liegt im mittleren Södingtal, wo sich ein dörflicher Kern und verstreute Ortsteile zwischen bewaldeten Höhen verbinden. Die Marktgemeinde im Bezirk Voitsberg zählt 3.252 Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 27,27 km².
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Stallhofen – Wikipedia, feste Artikelversion
Talraum und Streusiedlungen
Der tiefste Gemeindepunkt liegt im Süden auf rund 370 Metern Seehöhe. Nach Westen steigen bewaldete Höhen bis etwa 600 Meter an, nach Osten über 700 Meter. Der Talraum und die Hänge bilden damit einen deutlichen Wechsel zwischen offenen Nutzflächen und Wald. Knapp die Hälfte der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, mehr als zwei Fünftel sind bewaldet. Stallhofen ist kein einzelner kompakter Ort: Zum Gemeindegebiet gehören sieben Ortschaften, darunter Aichegg, Bernau, Hausdorf, Kalchberg, Muggauberg, Raßberg und der Hauptort. Die fünf Katastralgemeinden zeigen, wie sich Siedlung und Verwaltung über den Talraum verteilen.
Quellen: Ambrosi Museum – Marktgemeinde Stallhofen · Wirtschaft – Marktgemeinde Stallhofen · Stallhofen – Wikipedia, feste Artikelversion
Kirche, Kunst und Erinnerung
Im Ortskern steht die dem heiligen Nikolaus geweihte Pfarrkirche, das älteste erhaltene Gebäude Stallhofens. Ihr Bestand vereint romanische, spätgotische und barocke Teile; der hohe Wehrturm wurde später zugleich Kirchturm. Damit lässt sich an einem Gebäude die lange Nutzungsschichtung des Orts ablesen. Ein anderer Zugang zur Kulturgeschichte führt zum Ambrosi-Haus: Der Bildhauer und Dichter Gustinus Ambrosi entwarf seinen Alterswohnsitz selbst und lebte dort bis zu seinem Tod 1975. Das Haus inmitten eines Parks ist heute Gedenkstätte und Ausstellungsraum mit Plastiken, Studien und persönlichen Lebenszeugnissen. Besuche sind nach telefonischer Voranmeldung möglich. Ein zweites Ausflugsziel im Ort ist das Krampusmuseum: Es zeigt Nikolaus- und Krampusfiguren aus dem örtlichen Brauchtum und beginnt mit einem Film über diese Tradition. Von April bis November ist es nach Vereinbarung zugänglich.
Quellen: Ambrosi Museum – Marktgemeinde Stallhofen · Wirtschaft – Marktgemeinde Stallhofen · Stallhofen – Wikipedia, feste Artikelversion · Pfarrkirche – Marktgemeinde Stallhofen · Krampushöhle und -museum – Marktgemeinde Stallhofen
Arbeiten im Tal und außerhalb
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Stallhofen 252 Arbeitsstätten und 676 Beschäftigte in Arbeitsstätten aus; 35,3 Prozent der Standorte entfallen auf den primären Sektor. Das passt zu einer Gemeinde, in der Landwirtschaft und Dienstleistungen nebeneinander bestehen. Zugleich arbeiten viele Einwohner außerhalb: 81,1 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendeln aus. Vor Ort reicht das wirtschaftliche Angebot von landwirtschaftlichen Betrieben und Baugewerbe bis zu Handel und Gastronomie. Der Gasthof Rößl vermittelt Führungen im Krampusmuseum; die Gemeinde führt außerdem ein Verzeichnis ansässiger Gewerbebetriebe. Das örtliche Gastgewerbe ergänzt damit die landwirtschaftlichen und gewerblichen Arbeitsstätten im Södingtal um ein Besuchsangebot.
Quellen: Ambrosi Museum – Marktgemeinde Stallhofen · Wirtschaft – Marktgemeinde Stallhofen · Stallhofen – Wikipedia, feste Artikelversion · Arbeitsstättenzählung 2024 – Statistik Austria · Krampushöhle und -museum – Marktgemeinde Stallhofen
Spuren einer langen Besiedlung
Funde aus Aichegg verweisen auf die Urnenfelderzeit; auch aus römischer Zeit sind dort ein Römerstein und weitere Einzelfunde bekannt. Im Mittelalter prägte das Stift Rein die Besitz- und Lebensverhältnisse im mittleren und oberen Södingtal. In der Mitte des 12. Jahrhunderts kamen Stallhofener Besitzungen vom Benediktinerstift St. Lambrecht an Rein. Die heutige Gemeindeform entstand deutlich später: 1954 wurden Raßberg und Stallhofen zusammengelegt. Die Funde liegen somit nicht im Hauptort allein; Aichegg gehört ebenso zur Geschichte der heutigen Gemeinde wie Stallhofen und Raßberg.
Quellen: Ambrosi Museum – Marktgemeinde Stallhofen · Wirtschaft – Marktgemeinde Stallhofen · Stallhofen – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Stallhofen – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Ambrosi Museum – Marktgemeinde Stallhofen
- Wirtschaft – Marktgemeinde Stallhofen
- Arbeitsstättenzählung 2024 – Statistik Austria
- Pfarrkirche – Marktgemeinde Stallhofen
- Krampushöhle und -museum – Marktgemeinde Stallhofen
Stand der Angaben: 14.10.2026
