SANKT MARTIN AM WÖLLMISSBERG KENNENLERNEN
Sankt Martin am Wöllmißberg: Höfe, Wald und Wege
Sankt Martin am Wöllmißberg liegt auf rund 704 Metern Höhe südlich von Köflach und Voitsberg. Die Gemeinde umfasst 25,58 Quadratkilometer und zählt 770 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Drei Ortschaften verteilen sich zwischen Gößnitzbach und Teigitsch; Wald und Wiesen prägen einen großen Teil des Gebiets. Die Höhenlage und die weit auseinanderliegenden Siedlungen geben dem Alltag einen anderen Rhythmus als im Tal: Wege, Hoflagen und die Verbindung zu den Nachbarorten sind wichtige Bezugspunkte. Zugleich macht die Landschaft die Gemeinde zu einem Ausgangspunkt für Wanderungen.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Smartin Gemeinde · Sankt Martin am Wöllmißberg – Wikipedia, feste Artikelversion
Zwischen Wald und Teigitsch
Der Wöllmißberg bildet den zentralen Höhenzug zwischen den Wasserläufen. Am südlichen Gemeinderand liegt ein Teil des Schusterbauerkogels. Die Täler der Teigitsch und des Gößnitzbachs stehen in enger Beziehung zur Energiegeschichte der Region: An der Teigitsch entstanden Stauseen und Wasserkraftwerke, darunter das Kraftwerk Arnstein bei der Langmannsperre. Die Gemeinde selbst wird heute vor allem durch Forst- und Milchwirtschaft geprägt. Kleinere Gewerbe- und Tourismusbetriebe ergänzen diese Tätigkeiten. Die Autobahn A2 verläuft durch das Gebiet; sie verbindet die Höhenlage mit regionalen Zentren, verändert aber auch das Landschaftsbild.
Quellen: Smartin Gemeinde · Sankt Martin am Wöllmißberg – Wikipedia, feste Artikelversion
Wirtschaft und Arbeitswege
Die Arbeitsstättenzählung 2024 zählt in Sankt Martin 90 Arbeitsstätten und 152 Beschäftigte in Arbeitsstätten. 51,1 Prozent der Arbeitsstätten und 34,9 Prozent der Beschäftigten entfallen auf den primären Sektor. Der sekundäre Sektor stellt weitere 34,2 Prozent der Beschäftigten. 78,5 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort in der Gemeinde pendeln aus. Die Gemeinde nennt Forst- und Milchwirtschaft als tragende lokale Tätigkeiten. Hinzu kommt Wasserkraft: Das Speicherkraftwerk St. Martin liegt im Gemeindegebiet und ist seit 1965 in Betrieb; seine Engpassleistung beträgt 9,8 Megawatt. Es ist Teil der Teigitsch-Kraftwerksgruppe und erzeugt Strom aus gespeichertem Wasser. Die Werte der Beschäftigtenstatistik messen Arbeitsstätten am Standort, nicht die Zahl der Bewohner, die dort wohnen oder auspendeln.
Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle · Smartin Gemeinde · VERBUND – Speicherkraftwerk St. Martin
Spuren im Dorf
Das Wöllmißberger Heimatmuseum ist im früheren Schulhaus untergebracht. Seine Sammlung umfasst rund 650 Gegenstände und zeigt bäuerliches Handwerk, Wohnen und Arbeiten sowie den Bau der Kraftwerksgruppe im Teigitschtal. Historische Fotografien und Gebrauchsgegenstände machen sichtbar, wie stark Alltag und Erwerb früher an Landwirtschaft und Infrastruktur gebunden waren. Das Museum ist ein lokaler Erinnerungsort, kein allgemeines Freilichtmuseum; einen Besuch sollten Interessierte mit der Gemeinde abstimmen. Im Ort erinnert außerdem ein Denkmal an den Schriftsteller Anton Wildgans, der 1925 hier mit seinem Epos „Kirbisch“ begann.
Quellen: Smartin Museum · Smartin Oek
Wege und gemeinschaftliches Leben
Der Hans-Kloepfer-Rundwanderweg führt durch das Gemeindegebiet. Freiwillige pflegen die Wege und erneuern Markierungen; nach Hochwasserschäden mussten einzelne Abschnitte umgeleitet und Brücken repariert werden. Die Gemeinde arbeitet mit Edelschrott und Hirschegg-Pack im Tourismusverband Steirische Rucksackdörfer zusammen. Wandern erschließt damit nicht nur die Hänge, sondern verbindet die kleine Gemeinde mit einem größeren regionalen Wegenetz. Volksschule, Kindergarten, Vereine und Kulturangebote tragen das örtliche Gemeinschaftsleben. Heimatmuseum und Wildgans-Denkmal ergänzen die Naturwege um kulturelle Anlaufpunkte zwischen Alltagsgeschichte und Literatur.
Quellen: Smartin Tourismus · Smartin Kulturverein
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Sankt Martin am Wöllmißberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Smartin Gemeinde
- Smartin Museum
- Smartin Tourismus
- Smartin Kulturverein
- Smartin Oek
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle
- VERBUND – Speicherkraftwerk St. Martin
Stand der Angaben: 14.10.2026
