SANKT BARTHOLOMÄ KENNENLERNEN
Am Liebochbach zwischen Tal und Hügeln
Der Liebochbach zieht durch ein Gemeindegebiet, in dem Talboden und bewaldete Hügel dicht aufeinander folgen. Sankt Bartholomä liegt rund 14 Kilometer westlich von Graz und umfasst 11,74 km². Am 1. Jänner 2026 zählte die Gemeinde 1.511 Einwohner.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Sankt Bartholomä (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion
Ein Tal, mehrere Höhenzüge
Der Bach durchquert das Gebiet von Nordwesten nach Südosten; der Ortskern liegt auf einem Rücken an seinem westlichen Ufer. Nach Süden steigen die Hügel zum Übergang ins Södingtal an, während nördlich des Zentrums der Fuchskogel die Landschaft gliedert. Diese Lage macht den Wechsel zwischen Bachraum und Höhenrücken im Gemeindealltag sichtbar: Die Siedlungen liegen nicht als kompakter Block, sondern verteilen sich auf Tal und Hänge. Die Gemeinde grenzt im Westen bereits an den Bezirk Voitsberg. Zum Ortsgebiet gehören neben dem Hauptort Jaritzberg, Lichtenegg und Reiteregg; die vier Ortschaften liegen in drei Katastralgemeinden.
Quellen: Gemeinde Sankt Bartholomä · St. Bartholomä – Region Graz · Sankt Bartholomä (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion
Arbeit zwischen Wohngemeinde und Produktion
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Sankt Bartholomä 135 Arbeitsstätten und 436 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus. 61,5 Prozent der Arbeitsstätten lagen im tertiären, 28,9 Prozent im primären und 9,6 Prozent im sekundären Sektor; bei den Beschäftigten entfielen 16,5 Prozent auf den sekundären Sektor. Die Gemeinde ist damit zugleich Wohn- und Arbeitsort, aber die Pendelbeziehung reicht weit über sie hinaus: 83,3 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Sankt Bartholomä pendelten aus. Ein konkreter Produktionsbetrieb ist PAYER International Technologies. Die Unternehmensgruppe entwickelt und fertigt Produkte für Medizin und Konsumgüter. In Reiteregg befindet sich ihr Technologie- und Innovationszentrum, das unter anderem medizintechnische Produkte herstellt.
Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindeergebnisse · PAYER Group – Unternehmen
Zwei Kirchen erzählen vom Wandel des Ortskerns
Die ehemalige Pfarrkirche, heute Alte Kirche genannt, wurde um 1200 errichtet. Als 1867 die neue Pfarrkirche geweiht wurde, verlor sie ihre liturgische Hauptfunktion und verfiel zunächst. Die Sicherung und Renovierung ab 1975 geht auf Hanns Koren zurück, der in Sankt Bartholomä lebte und wirkte. Heute nutzt die Pfarre das Gebäude als Aufbahrungskapelle; im Turm befindet sich die Korenstub’n mit einer Ausstellung zu Korens Nachlass. Die jüngere Pfarrkirche entstand ab 1864 im neugotischen Stil. Zusammen zeigen die Gebäude, wie sich der kirchliche Mittelpunkt verschob, während der ältere Bau eine neue gemeinschaftliche und museale Nutzung erhielt.
Quellen: Sankt Bartholomä (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion · Pfarre St. Bartholomä
Ländliche Siedlungen mit Grazer Bezug
Die Gemeinde ist keine geschlossene Ortschaft: Neben dem Hauptort liegen kleine Weiler und Streusiedlungen an den Hängen und entlang des Liebochbaches. Reiteregg war einst eine eigene Ortsgemeinde und wurde 1951 zwischen Sankt Bartholomä und Hitzendorf aufgeteilt. Diese historischen Grenzen sind im heutigen Alltag weniger wichtig als die Wege zwischen den Ortsteilen, dem Gemeindezentrum und den umliegenden Arbeitsorten. Für die Verbindung nach Graz steht die Buslinie 712 zur Verfügung; die Strecke führt über das weststeirische Hügelland und bindet die Gemeinde an den Grazer Hauptbahnhof an. Die Nähe zur Stadt ist daher Teil der Lebenslage, ohne den dörflichen Siedlungscharakter aufzuheben.
Quellen: Gemeinde Sankt Bartholomä · Sankt Bartholomä (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
