MAUTERN IN STEIERMARK KENNENLERNEN
Mautern im weiten Liesingtal
Mautern liegt zwischen den Eisenerzer Alpen und den Seckauer Tauern; das ausgedehnte Gemeindegebiet reicht von der Talachse bis in hochalpine Lagen. Die Marktgemeinde zählt 1.641 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 108,71 Quadratkilometer.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Mautern in Steiermark – Wikipedia, feste Artikelversion
Ein Talort mit großem Bergland
Das Liesingtal durchzieht Mautern auf rund 700 Metern Seehöhe von Westen nach Osten. Nach Norden steigt das Gelände zu den Eisenerzer Alpen, im Süden zu den Seckauer Tauern an. Der Seckauer Zinken erreicht 2.397 Meter, die Kahlwandspitze 2.090 Meter. Sechs Ortschaften, darunter der Marktort Mautern, Liesingau und Rannach, verteilen sich über ein Gebiet, das weit über den Talboden hinausreicht. Dadurch liegen Verkehrswege und Einrichtungen im Tal, während die Seitentäler von Wald, Almen und Bergwegen geprägt sind. Der Ortskern und die umliegenden Hänge geben der Gemeinde einen anderen Maßstab als ihre Einwohnerzahl vermuten lässt. Mit Kammern, Kalwang und Wald am Schoberpaß gehört sie zur Kleinregion Liesingtal.
Quellen: Mautern in Steiermark – Wikipedia, feste Artikelversion
Arbeit, Versorgung und Gäste
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Mautern 142 Arbeitsstätten und 613 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort. 77,3 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse entfielen auf Dienstleistungen; 62,2 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Mautern pendelten aus. Eine konkrete örtliche Tätigkeit ist der Betrieb des Wilden Bergs: Der Tierpark verbindet Tierhaltung mit Sessellift, Freizeitangeboten und Gastronomie und beschäftigt damit unterschiedliche Dienstleistungsbereiche. Landwirtschaft ist im ausgedehnten Tal- und Berggebiet ebenfalls präsent; die Statistik weist mehr als ein Viertel der Arbeitsstätten dem primären Sektor zu. Früher lieferte der Talkabbau Erwerb: Laut Ortschronik arbeiteten dort um 1900 etwa 90 Menschen, bis der Betrieb 1965 endete.
Quellen: Statistik Austria, Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab_(Gebietsstand_2024) · Der Wilde Berg Mautern · Mautern in Steiermark
Marktort und Bergbaugeschichte
Funde aus der Urnenfelderzeit, darunter eine Lanzenspitze und Spuren einer Kupferschmelze, belegen frühe Nutzung des Raums. Der Ortsname ist 1145 als „apud Mutaren“ überliefert und verweist auf eine Mautstelle. Die Pfarrkirche St. Nikolaus ist seit 1187 erwähnt; der heute bestehende Bau entstand nach Angaben der Gemeinde im 15. Jahrhundert und wurde später verändert. Mautern erhielt 1633 das Marktrecht. Auf dem Marktplatz erinnern Brunnen und Pranger an diese Funktion als Talort. Neben Landwirtschaft spielte der Talkabbau über lange Zeit eine Rolle, bevor die Verkehrswege das Liesingtal stärker mit anderen Regionen verbanden. Die Pyhrn-Autobahn verläuft heute durch das Tal; ihre Eröffnung 1991 veränderte die überregionale Anbindung.
Quellen: Mautern in Steiermark – Wikipedia, feste Artikelversion · Mautern in Steiermark · Stift Admont, Pfarre Mautern
Besuch zwischen Kirche und Wildpark
Im Marktort stehen Pfarrkirche St. Nikolaus und die ehemalige Klosterkirche St. Barbara für verschiedene Bau- und Nutzungsschichten. Das Kloster wurde ursprünglich von Franziskanern gegründet und später von Redemptoristen übernommen; die Barbarakirche gehört heute zu den Kirchen der Pfarre. Am Ortsrand bietet der Wilde Berg einen Tierpark mit Sessellift, Spielmöglichkeiten und Gastronomie. Der Betreiber veröffentlicht saisonale Öffnungstage, die vor einem Besuch geprüft werden sollten. Wer kürzer im Ort bleiben möchte, kann Marktplatz und Kirchen von außen erkunden; für Gottesdienste nennt die Pfarre eigene Zeiten. Darüber hinaus führen Wege vom Tal in das ausgedehnte Bergland der Gemeinde. So liegen ein familienorientiertes Ausflugsziel und ein historischer Ortskern nah beieinander.
Quellen: Mautern in Steiermark · Stift Admont, Pfarre Mautern · Der Wilde Berg Mautern
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
