MARKTGEMEINDE · STEIERMARK

Kalwang

Zwischen Eisenerzer Alpen und Liesing liegt eine kleine Marktgemeinde, deren Klinik und Bergbaugeschichte weit über den Ort hinausweisen.

GEMEINDEKENNZIFFER61105
Kalwang mit Kirche und Häusern im Liesingtal
Kalwang mit Kirche und Häusern im Liesingtal · Foto: Christian Pirkl · „Kalwang 294A1035 Styria“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 080
01.01.2026
Fläche
67,20 km²
Bevölkerungsdichte
16,1
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
8775
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

KALWANG KENNENLERNEN

Kalwang im Liesingtal: Berglandschaft und Unfallmedizin

Kalwang liegt im Liesingtal am Fuß der Eisenerzer Alpen. Die Marktgemeinde zählt 1.080 Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 67,20 Quadratkilometer. Vier Ortschaften verteilen sich auf ein weitläufiges, stark bewaldetes Gebiet. Im Tal konzentrieren sich Siedlung, Bahn und Straße; die Seitengräben führen in eine Berglandschaft, die den Alltag ebenso prägt wie die Geschichte des Kupferbergbaus.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · AUVA Unfallkrankenhaus Steiermark – Standort Kalwang

Talboden und Seitengräben

Die Liesing durchzieht das Gemeindegebiet von Westen nach Osten; der Teichenbach entwässert südliche Teile der Eisenerzer Alpen und mündet in die Liesing. Die Siedlungen Kalwang, Pisching, Schattenberg und Sonnberg liegen im Tal beziehungsweise in den angrenzenden Geländekammern. Mit mehr als 67 Quadratkilometern ist die Gemeinde für ihre Einwohnerzahl groß; rund vier Fünftel der Fläche sind laut Eingabefakten Wald, hinzu kommen Almen und landwirtschaftliche Flächen. Das Tal bündelt die wichtigsten Verkehrswege: Die Schoberpassstraße und die Pyhrnautobahn begleiten die Liesing, die Bahnstation Kalwang liegt an der Rudolfsbahn.

Quellen: Kalwang – Wikipedia, feste Artikelversion

Vom Kupferbergbau zur medizinischen Versorgung

Kalwang wurde 1148 als Chichelwanche erwähnt. Über Jahrhunderte waren Hammerwerke und Bergbau wichtige Tätigkeiten; der Kupferabbau im Teichengraben endete zunächst 1867 und wurde während des Ersten Weltkriegs noch einmal aufgenommen. Das heutige Ortsbild steht deshalb in einer Landschaft, deren wirtschaftliche Nutzung sich verändert hat. Eine zweite prägende Einrichtung entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Rudolf von Gutmann ließ 1912 bis 1914 ein Krankenhaus für seine Arbeiter und Angestellten errichten. Daraus entwickelte sich der AUVA-Standort Kalwang, heute Teil des Unfallkrankenhauses Steiermark. So ist die Gemeinde nicht nur ein Wohnort im Tal, sondern auch ein regionaler Anlaufpunkt für die Behandlung schwerer Verletzungen.

Quellen: Kalwang – Wikipedia, feste Artikelversion · AUVA Unfallkrankenhaus Steiermark – Standort Kalwang

Klinik, Dienstleistungen und Pendeln

Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist 82 Arbeitsstätten in Kalwang aus. 573 Beschäftigungsverhältnisse wurden am Arbeitsort erfasst; 77,5 Prozent davon lagen im tertiären Sektor. 55,2 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Kalwang pendelten aus. Eine konkret belegte örtliche Einrichtung ist der Kalwanger Standort des AUVA-Unfallkrankenhauses Steiermark. Seine Notfallambulanz steht Frischverletzten rund um die Uhr zur Verfügung; weitere Ambulanzangebote haben eigene Zeiten. Die AUVA beschreibt langjährige Erfahrung in der Versorgung Schwerverletzter, auch aufgrund der Lage an einer früher stark befahrenen Fernroute. Die Statistik zeigt den hohen Dienstleistungsanteil am Arbeitsort; wie viele Menschen im Krankenhaus arbeiten, lässt sich daraus nicht ableiten.

Quellen: Statistik Austria Arbeitsstättenzählung 2024 · AUVA Unfallkrankenhaus Steiermark – Standort Kalwang

Ein kleines Zentrum mit Bergbezug

In Kalwang führt ein Rundwanderweg an der Wallfahrtskirche St. Sebastian vorbei. Wer höher hinauf will, findet Touren zum Zeiritzkampel und zum Wildfeld; dort sind alpine Bedingungen maßgeblich. Einen anderen Einblick gibt die Pfarrkirche St. Oswald im Ortskern, für die die Pfarre eine virtuelle Führung bereitstellt. Der frühere Fohlenhof der Familie Gutmann wird heute als Kulturzentrum für Konzerte und andere Veranstaltungen genutzt. In der St.-Oswald-Kirche sind Werke des Admonter Bildhauers Joseph Stammel zu sehen, darunter eine Weihnachtskrippe. Die Pfarre nennt auch eine Bücherei und Eltern-Kind-Treffen als lokale Treffpunkte.

Quellen: Kalwang – Wikipedia, feste Artikelversion · AUVA Unfallkrankenhaus Steiermark – Standort Kalwang · Kalwang – Tourismusportal Erzberg Leoben · Pfarre Kalwang – Stift Admont

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Kalwang auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 081
31.10.2021 · Registerzählung957
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 080

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
365
NUTS-3-Region
Östliche Obersteiermark (AT223)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Kalwang

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.