STATTEGG KENNENLERNEN
Am Stadtrand und doch im Bergland
Nördlich von Graz steigt Stattegg vom Tal des Andritzbaches hinauf zu Wald- und Berglagen am Niederschöckl. Die Gemeinde umfasst 25,85 km² und zählte am 1. Jänner 2026 3.001 Einwohner. Ihr Naherholungsraum und die Nähe zur Stadt prägen Wohnen und Freizeit gleichermaßen.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Stattegg – Wikipedia, feste Artikelversion
Vom Tal zu den Höhen der Rannach
Stattegg grenzt an den Grazer Stadtbezirk Andritz und reicht vom Talboden auf Höhenlagen am Niederschöckl. Mehrere Gipfel über 1.000 Meter liegen im Gemeindegebiet oder an dessen Rand, darunter Hohe Rannach, Hohenberg und Zwölferkogel. Die Bebauung folgt dem Tal und einzelnen Höhenlagen; so wechseln Wohngebiete, Wald und offene Flächen auf vergleichsweise kurzer Strecke. Der Talschluss hält den Durchgangsverkehr gering und macht die Gemeinde zu einem Übergang zwischen Stadtgebiet und Grazer Bergland. Wanderwege, Reitangebote und Sportanlagen ergänzen die Nahversorgung. Die Wege nach Andritz und in die Stadt bleiben zugleich Teil des Alltags vieler Einwohner.
Quellen: Örtliches Entwicklungskonzept – Gemeinde Stattegg · Stattegg – Wikipedia, feste Artikelversion
Dienstleistungen und Pendeln nach Graz
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Stattegg 281 Arbeitsstätten und 522 Beschäftigungsverhältnisse aus. 78,6 Prozent der Arbeitsstätten lagen im tertiären Sektor; auf ihn entfielen auch 79,3 Prozent der Beschäftigten am Arbeitsort. Der Auspendleranteil unter den aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Stattegg betrug 83,9 Prozent. Die Zahlen zeigen eine Dienstleistungsstruktur und eine enge Verbindung zum Arbeitsmarkt der Stadtregion Graz. Vor Ort reicht das Angebot von Gastronomie und Reitbetrieben bis zu freiberuflichen und sozialen Dienstleistungen. Ein konkretes Beispiel für die Verbindung von Freizeit und lokaler Arbeit ist der Gasthof Alpengarten an der Rannachstraße, der Gäste in einem beliebten Wandergebiet bewirtet. Die Gemeinde listet seine Adresse und Kontaktdaten.
Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindeergebnisse · Gastronomie – Gemeinde Stattegg
Kalköfen und Burgreste
Die Geschichte Statteggs ist mit der Burg Stadeck verbunden, deren Ruinenreste auf dem Schlossberg im Ortsteil Hub liegen. Die Familie Stadeck gehörte im Mittelalter zu den bedeutenden steirischen Dienstleuten; mit dem Tod des letzten männlichen Vertreters 1400 erlosch das Geschlecht. Eine zweite historische Spur sind die Kalköfen: Das Kalk- und Schotterwerk wurde 1890 gegründet und 1966 eingestellt. Zwei Öfen stehen unter Denkmalschutz und erinnern an die Gewinnung und Verarbeitung von Kalkstein. Beide Orte sind heute Teil des Gemeindebilds, aber auf unterschiedliche Weise: Die Burg verweist auf mittelalterliche Herrschaft, die Öfen auf eine lokale Erwerbstätigkeit der Industriezeit. Ihre Lage in der Landschaft lässt sich auf einem Spaziergang erfassen.
Quellen: Sehenswürdigkeiten – Gemeinde Stattegg · Örtliches Entwicklungskonzept – Gemeinde Stattegg
Ausflüge im Nahbereich der Stadt
Der Alpengarten Rannach liegt auf einem Höhenrücken westlich des Statteggertals. Die Gemeinde führt ihn ebenso wie die historischen Kalköfen und die Kirche Maria Schutz in Kalkleiten als Sehenswürdigkeiten an. Rund um die Hohe Rannach verlaufen Wanderwege, die an Einkehrmöglichkeiten anschließen. Diese Ziele machen die Gemeinde auch für Ausflüge aus Graz interessant, ohne dass dafür eine lange Anreise nötig ist. Im Tal befinden sich Gemeindeeinrichtungen und Gastronomie; auf den Höhen sind Wege und Aussichtspunkte wichtiger. Öffentliche Busverbindungen stellen die Verbindung nach Andritz und Graz her. Das Angebot ist damit räumlich gestaffelt: Alltagswege konzentrieren sich eher im Tal, Freizeitwege führen in die bewaldeten Höhen.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
