MARKTGEMEINDE · STEIERMARK

Übelbach

Ein langes Tal, regionale Arbeitsplätze und eine lebendige Marktgeschichte

GEMEINDEKENNZIFFER60651
Gemeindeamt in Übelbach
Gemeindeamt in Übelbach · Foto: Liuthalas · „Gemeindeamt Übelbach“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 067
01.01.2026
Fläche
94,71 km²
Bevölkerungsdichte
21,8
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
8124
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ÜBELBACH KENNENLERNEN

Übelbach: Marktort am Weg zur Gleinalm

Übelbach zieht sich vom Markt im Tal bis an die Gleinalpe und verbindet Bahn, Autobahn und Wanderwege in einem weitläufigen Gemeindegebiet. Die Marktgemeinde nordwestlich von Graz hat 2.067 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und 94,71 Quadratkilometer Fläche. Vier Ortschaften und die Seitengräben prägen das Siedlungsbild.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Übelbach – Wikipedia, feste Artikelversion

Ein Tal zwischen Mur und Gleinalpe

Das Gemeindegebiet folgt dem Übelbach über rund 20 Kilometer von den Höhen der Gleinalpe in Richtung Murtal. Neben dem Markt gehören Kleintal, Land-Übelbach und Neuhof dazu; dazwischen liegen Gräben, verstreute Höfe und kleinere Siedlungsplätze. Die Landschaft wechselt zwischen bewaldeten Hängen, Almflächen und dem dichter bebauten Talboden. Verkehrlich ist Übelbach ungewöhnlich gut angebunden: Die A 9 berührt das Gemeindegebiet, die Lokalbahn Peggau–Übelbach verbindet Markt und Haltepunkte mit Peggau. An Werktagen gibt es dort Anschlüsse an die Südbahn. Diese Verbindungen erklären, warum Wohnen, Pendeln und Arbeiten im Ort gleichzeitig eine Rolle spielen.

Quellen: Übelbach – Wikipedia, feste Artikelversion

Produktion und Arbeit im Tal

Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Übelbach 202 Arbeitsstätten und 801 Beschäftigungsverhältnisse. 35,8 Prozent der Beschäftigten an Arbeitsstätten entfielen auf den sekundären Sektor; der tertiäre Sektor stellte 53,7 Prozent. 72,2 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde pendelten aus. Ein anschauliches Beispiel örtlicher Produktion ist Gaulhofer: Am Standort Übelbach fertigt das Unternehmen Fenster und Türen aus Holz, Holz-Aluminium und Kunststoff. Die Fertigung im Tal schafft Arbeitsplätze in einer Gemeinde mit hohem Auspendleranteil. Der Betrieb steht für die industrielle Seite der örtlichen Wirtschaft, neben kleineren Dienstleistungen. Die Statistik zählt Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort; sie ist nicht mit der Zahl der Einwohner gleichzusetzen.

Quellen: Übelbach – Wikipedia, feste Artikelversion · Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindeergebnisse · Gaulhofer – Unternehmensstandort Übelbach

Vom Silbermarkt zur Industrie

Übelbach wird im 13. Jahrhundert schriftlich erwähnt. Silbervorkommen begünstigten die Entstehung des Marktes, doch der Bergbau endete um 1500. Später nutzten Hammerschmieden die Wasserkraft des Bachs und Holz aus der Umgebung; Eisen kam aus der Obersteiermark. Im Ortsteil Guggenbach entstand eine Papierfabrik, deren Bedarf an Rohstoffen außerhalb des Tals die Bahnverbindung nach Peggau mitprägte. Als die Papierproduktion 1972 endete, entwickelte sich die Fensterfertigung zum wichtigen industriellen Beispiel im Ort. Die heutige Gemeinde wurde 1951 aus Markt und Landgemeinde zusammengeführt. Der Ortskern bewahrt den Charakter eines kleinen Marktes, während die Ortsteile weit in die Seitentäler reichen.

Quellen: Übelbach – Wikipedia, feste Artikelversion

Kirchen und Wege am Bach

Im Alten Markt bilden Pfarrkirche und Pfarrhof einen Mittelpunkt des örtlichen Lebens. Die Pfarre nennt außerdem die Michaelskapelle, das Neuhofer Kirchlein und die Kirche Maria Schnee auf der Gleinalm. Der Wasserthemenweg folgt dem Übelbach; 14 Tafeln erklären Eigenschaften des Wassers und seinen Wert für das Leben im Tal. Für Wandernde bietet sich der Silberweg an: Entlang der Runde erläutern 18 Tafeln Wald- und Forstwirtschaft. Die Marktgemeinde weist außerdem Wege Richtung Gleinalm aus. Natur, Industriegeschichte und kirchliche Orte liegen hier nicht getrennt voneinander: Sie folgen dem Tal, das Übelbachs Siedlungen und Verkehrswege bis heute zusammenhält.

Quellen: Übelbach – Wikipedia, feste Artikelversion · Bestattung und Pfarre – Marktgemeinde Übelbach · Wandern in Übelbach – Marktgemeinde Übelbach

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Übelbach auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 948
31.10.2021 · Registerzählung2 066
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 067

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
719
NUTS-3-Region
Graz (AT221)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Übelbach

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.