WIES KENNENLERNEN
Wies: Kohle, Sulm und Koralm
Wies liegt am Fuß der Koralpe und verbindet den Markt an der Weißen Sulm mit ehemaligen Bergbauorten, Waldhängen und landwirtschaftlichen Tälern. Die Marktgemeinde im Bezirk Deutschlandsberg zählt 4.264 Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 76,43 Quadratkilometer. Im Ort treffen die Bahnlinie nach Graz und die Radlpass Straße aufeinander; die Siedlungen reichen hinauf in die Koralmregion. Der Steinkohlenbergbau prägte Wies und seine Nachbarorte über Generationen und hinterließ Spuren in Landschaft, Verkehr und Erinnerungskultur. Heute ist der Markt ein regionaler Schul- und Versorgungsort.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Wies – Wikipedia, feste Artikelversion
Sulmtal und Koralm
Die Weiße Sulm durchfließt das Gemeindegebiet; der Markt Wies liegt auf etwa 341 Metern Seehöhe. Nach Westen steigt das Gelände in die Koralmregion an. Wies umfasst 76,43 Quadratkilometer und 17 Ortschaften, darunter frühere Bergbauorte wie Steyeregg und Kalkgrub. Der Wechsel zwischen Ortskern und kleineren Siedlungen entlang der Täler prägt den Alltag. Die Wieserbahn endet in Wies-Eibiswald; im Ortskern liegt außerdem die Haltestelle Wies Markt. Damit bleibt der Ort an die S-Bahn-Verbindung Richtung Graz angeschlossen. Die B76 führt durch die Region und verbindet den Markt mit den Orten der südlichen Weststeiermark.
Beschäftigung im Wandel
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Wies 437 Arbeitsstätten und 1.890 Beschäftigte an diesen Standorten. 35,5 Prozent der Beschäftigten arbeiteten im sekundären, 53,7 Prozent im Dienstleistungssektor. Von den aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in Wies pendelten 69,2 Prozent aus. Ein örtliches Beispiel für Arbeit mit der Landwirtschaft ist die Versuchsstation für Spezialkulturen in Gaißeregg. Die Einrichtung des Landes Steiermark untersucht praxisnah Gemüsebau, Zierpflanzen sowie biologische Arznei- und Gewürzpflanzen. Weinbau und Direktvermarktung sind daneben im Gemeindegebiet vertreten. Die Zahlen erfassen Arbeitsstätten am Ort und den Arbeitsweg der Wohnbevölkerung getrennt.
Quellen: Wies – Wikipedia, feste Artikelversion · Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024 · Land Steiermark – Versuchsstation für Spezialkulturen · Marktgemeinde Wies – Betriebe
Bergbau und Bahn
Der Kohlenbergbau veränderte Wies und seine Umgebung seit dem 19. Jahrhundert. In Steyeregg begann er 1800, in Kalkgrub 1849. Anschlussbahnen und die Wieserbahn verbanden die Gruben mit dem überregionalen Verkehr. Nach dem Ende des Abbaus blieben Ortsnamen und Anlagen als Hinweise auf diese Arbeit. Im Erlebnis-Bergbaumuseum bei Steyeregg zeigen Geräte und ein nachgebauter Stollen die Bedingungen unter Tage. Eine angeschlossene Kapelle Zum Heiligen Erlöser erinnert an die Bergleute. Auch das Heimatarchiv in der Mittelschule bewahrt Bergbaugeräte, Fotos und Dokumente aus der Region. So lässt sich die ehemalige Industriegeschichte an mehreren Stellen nachvollziehen.
Quellen: Wies – Wikipedia, feste Artikelversion · Erlebnis-Bergbaumuseum Limberg
Wege und Besuchsziele
Der Bergbaumuseumsweg erläutert die frühere Arbeit in Steyeregg; das Erlebnis-Bergbaumuseum ist nach telefonischer Vereinbarung zugänglich. Einen anderen Blick auf die Koralmregion bietet der Hohlkogel in Wielfresen. Von der Landesstraße L652 führt ein kurzer beschilderter Aufstieg zu einer rund 60 Meter hohen Eklogit-Felsformation. Tafeln erklären die Entstehung des Gesteins. Im Markt kann das Heimatarchiv während der Öffnungszeiten des Gemeindeamtes besichtigt werden; Führungen sind vorab anzumelden. Wies ist außerdem Schulstandort mit Volks- und Mittelschule sowie Musikschule. Der Ortskern bündelt Bahnanschluss und Versorgung, während die Ziele in Steyeregg und Wielfresen Ausflüge in die Ortsteile erfordern.
Quellen: Wies – Wikipedia, feste Artikelversion · Erlebnis-Bergbaumuseum Limberg
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Wies – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024
- Erlebnis-Bergbaumuseum Limberg
- Hohlkogel Wielfresen
- Land Steiermark – Versuchsstation für Spezialkulturen
- Marktgemeinde Wies – Betriebe
Stand der Angaben: 14.10.2026
