MARKTGEMEINDE · STEIERMARK

Pölfing-Brunn

Ein kleiner Ort, dessen Geschichte vom Bergbau geprägt wurde.

GEMEINDEKENNZIFFER60323
Pfarrkirche Sankt Maria im Ortsteil Brunn von Pölfing-Brunn
Pfarrkirche Sankt Maria im Ortsteil Brunn von Pölfing-Brunn · Foto: Josef Moser · „Pölfing-Brunn Pfarrkirche“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 548
01.01.2026
Fläche
6,16 km²
Bevölkerungsdichte
251,4
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
8544
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

PÖLFING-BRUNN KENNENLERNEN

Pölfing-Brunn: Auf den Spuren der Kohle

Pölfing-Brunn liegt am Fuß der Koralpe im südlichen Teil der Weststeiermark. Die Weiße Sulm durchzieht die Marktgemeinde mit ihren drei Ortschaften Brunn, Jagernigg und Pölfing. Auf 6,16 Quadratkilometern leben 1.548 Menschen (Stand 1. Jänner 2026). Der frühere Kohlebergbau hat den Ort sichtbar verändert: Die Arbeitersiedlung Colonie und die einstige Werksschule gehören zu seiner Geschichte, ein Schaustollen macht die Arbeit unter Tage heute für Besucher erfahrbar.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Pölfing-Brunn – Wikipedia, feste Artikelversion

Zwischen Sulm und Koralpe

Das Gemeindegebiet reicht von 313 bis 360 Metern Seehöhe. Die Siedlungen liegen im Talraum der Weißen Sulm, während die ersten Hänge der Koralpe den weststeirischen Landschaftsrahmen bilden. Brunn, Jagernigg und Pölfing sind sowohl Ortschaften als auch Katastralgemeinden. Der Ortsname verbindet zwei von ihnen; die Verwaltung umfasst aber alle drei. Auf engem Raum stehen Wohngebiete, Gewerbe und die Spuren der Bergbauzeit nebeneinander. Wer die Gemeinde über die Wieserbahn erreicht, kommt in einen Ort, dessen Bahnhof schon für den früheren Kohletransport Bedeutung hatte.

Quellen: Pölfing-Brunn – Wikipedia, feste Artikelversion

Arbeit zwischen Gewerbe und Pendelwegen

Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Pölfing-Brunn 208 Arbeitsstätten und 675 Beschäftigungsverhältnisse an diesen Arbeitsorten. 81,3 Prozent der Arbeitsstätten gehörten zum Dienstleistungssektor, während 24,3 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse auf den produzierenden Sektor entfielen. Von den aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort in der Gemeinde pendelten 74,7 Prozent aus. Einen Einblick in das örtliche Angebot gibt die Gemeindeliste der Betriebe: Der Biohof Michelitsch in Pölfing verkauft eigene Fleisch- und Ackerbauprodukte ab Hof, daneben sind Handwerk und Nahversorgung vertreten. Die Zahlen beschreiben Arbeitsorte und Wohnortpendler getrennt; der einzelne Hof steht als konkretes Beispiel für eine Tätigkeit im Ort.

Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse · Marktgemeinde Pölfing-Brunn – Wirtschaft und Betriebe

Kohle veränderte den Ort

1790 begann in Schönegg die Suche nach Kohle. Im 19. Jahrhundert entstanden Gruben und Schächte in der Umgebung; eine Feldbahn verband die Abbaustellen mit dem Bahnhof. Zwischen 1871 und 1873 wurde die Arbeitersiedlung Colonie angelegt, 1876 folgte die Werksschule Brunn-Schönegg. Der Bergbau brachte damit nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch neue Wohn- und Bildungseinrichtungen. Die Anlagen schlossen nach dem Zweiten Weltkrieg schrittweise; das letzte Werk stellte 1975 den Betrieb ein. In den Kellergewölben der ehemaligen Werksschule entstand später ein nachgebildeter Schaustollen. Die Gemeinde nennt Führungen als Besuchsmöglichkeit und führt die Hauptschachtgedenkstätte als weiteren Erinnerungsort an.

Quellen: Pölfing-Brunn – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Pölfing-Brunn – Kultur und Zeittafel

Ein Ort im Wandel

Der Schaustollen ist heute ein Ort der Vermittlung und kein aktiver Bergbaubetrieb. Wer ihn besichtigen möchte, findet auf der Gemeindeseite Kontakte für Führungen. Ebenfalls mit der Kohlegeschichte verbunden ist die Pfarrkirche Maria Königin: Laut Gemeinde wurde sie ab 1955 auf früherem Abbaugebiet errichtet; tiefe Fundamente tragen den Bau. Das Ortsleben geht über diese Erinnerungsorte hinaus. Die Gemeinde führt Sport-, Musik- und Kulturvereine, darunter das Vulkstheata, das im Volksheim spielt. Für tägliche Wege bleibt der Bahnhof an der Wieserbahn wichtig. So liegen im kleinen Gemeindegebiet Bahnanschluss, Vereinsleben und sichtbare Zeugnisse der Industriegeschichte nah beieinander.

Quellen: Marktgemeinde Pölfing-Brunn – Kultur und Zeittafel · Pölfing-Brunn – Wikipedia, feste Artikelversion

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Pölfing-Brunn auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 665
31.10.2021 · Registerzählung1 594
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 548

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
648
NUTS-3-Region
West- und Südsteiermark (AT225)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Pölfing-Brunn

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.