MARKTGEMEINDE · STEIERMARK

Frauental an der Laßnitz

Weststeirische Marktgemeinde zwischen Laßnitz, Bahn und Industrie

GEMEINDEKENNZIFFER60305
Gemeindeamt von Frauental an der Laßnitz mit Uhrturm und Fahnen
Gemeindeamt von Frauental an der Laßnitz mit Uhrturm und Fahnen · Foto: C.Stadler/Bwag · „Frauental an der Laßnitz - Gemeindeamt (b)“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
3 227
01.01.2026
Fläche
15,55 km²
Bevölkerungsdichte
207,5
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
8523
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

FRAUENTAL AN DER LASSNITZ KENNENLERNEN

Frauental an der Laßnitz: Keramik und Talgeschichte

Frauental an der Laßnitz liegt im weststeirischen Laßnitztal, wo prähistorische Siedlungsspuren und eine lange Industriegeschichte auf heutige Bahnverbindungen und Produktion treffen. Die Marktgemeinde zählt 3.227 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 15,55 Quadratkilometer.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Marktgemeinde Frauental an der Laßnitz

Fünf Ortsteile im Laßnitztal

Die Gemeinde setzt sich aus den fünf Ortschaften Freidorf an der Laßnitz, Freidorfer Gleinz, Laßnitz, Schamberg und Zeierling zusammen. Der Talraum und seine Seitentäler verbinden Siedlungen, landwirtschaftliche Flächen und Gewerbestandorte. Die Radlpass Straße B 76 führt durch die Gemeinde; über die Haltestelle Frauental-Bad Gams an der Wieserbahn besteht eine Bahnverbindung in Richtung Deutschlandsberg und Graz. Die Bahn verbindet den Wohnort mit Arbeitsplätzen außerhalb der Gemeinde; die B 76 erschließt zugleich die Gewerbestandorte im Tal. Neben den Siedlungen und Betrieben bleiben Wege entlang der Laßnitz und auf die umliegenden Hügel als kurze Freizeitziele erreichbar.

Quellen: Frauental an der Laßnitz – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Frauental an der Laßnitz

Keramik als fortgesetzte Ortsgeschichte

Die industrielle Entwicklung begann nicht erst mit der heutigen Produktion. 1714 wurde eine Messinghütte gegründet, die fast zwei Jahrhunderte bestand. Ab 1920 entstand eine Porzellanfabrik; ab 1921 wurden dort zunächst Isolatoren und andere technische Keramik hergestellt. Die Produktionsgeschichte setzte sich in veränderter Form fort: Ceram Austria fertigt heute in Frauental keramische Wabenkörper für Abgasreinigung und Wärmespeicher. Andere historische Anlagen haben neue Nutzungen erhalten; die ehemalige Spinnerei beherbergt heute betreutes Wohnen. Die verschiedenen Nutzungen zeigen, wie sich alte Produktionsorte an veränderte wirtschaftliche Bedingungen angepasst haben. Die Bahn kam 1872 in die Gegend und unterstützte die industrielle Entwicklung, nachdem schlechte Transportwege zuvor das kurzlebige Stahlwerk behindert hatten.

Quellen: Frauental an der Laßnitz – Wikipedia, feste Artikelversion · Ceram Austria – Products

Ein produktiver Arbeitsort mit regionaler Pendlerrolle

Für 2024 weist die Arbeitsstättenzählung 315 Arbeitsstätten in Frauental aus. In ihnen wurden 1.660 Beschäftigungsverhältnisse gezählt; 60,1 Prozent davon entfielen auf den produzierenden Sektor. Ein Beispiel für die örtliche Produktion ist Ceram Austria: Das Werk in Frauental stellt SCR-Katalysatoren für die Abgasreinigung sowie keramische Wabenkörper als Wärmespeicher für regenerative thermische Prozesse her. Die Produkte werden in Kraftwerken, Industrieanlagen und mobilen Anwendungen eingesetzt. Gleichzeitig pendelten 79,1 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Frauental aus der Gemeinde aus. Die Gemeinde ist damit sowohl Produktionsstandort als auch Teil eines größeren Arbeitsmarkts im Bezirk Deutschlandsberg und in Richtung Graz.

Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024 – Statistik Austria, Gemeindeergebnisse · Ceram Austria – Products

Siedlungsspuren und neues Gemeindeleben

Archäologische Funde belegen Besiedlung im Gebiet von Frauental bereits in der frühen Kupferzeit; nahe Gleinz wurde auch ein Keramikbrennofen aus der La-Tène-Zeit gefunden. Frauental und Laßnitz sind 1100 urkundlich erwähnt. Die politische Gemeinde hieß zunächst Laßnitz, erhielt 1956 ihren heutigen Namen und wurde 1960 um Freidorf und Zeierling erweitert. 1985 folgte die Markterhebung. Im Zentrum steht die Pfarrkirche zur Mutterschaft Mariens, 1954 errichtet; die Pfarre entstand vier Jahre später. Der Rundweg „Frauentaler Genusswanderung“ führt vom Erlebnisbad entlang der Laßnitz zu Betrieben und Einkehrmöglichkeiten im Gemeindegebiet. Der leichte Weg verbindet damit den Talboden mit Höfen und Einkehrmöglichkeiten auf den umliegenden Hügeln.

Quellen: Frauental an der Laßnitz – Wikipedia, feste Artikelversion · Pfarre Frauental an der Laßnitz – Diözese Graz-Seckau · Frauentaler Genusswanderung – Steiermark Tourismus

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Frauental an der Laßnitz auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 937
31.10.2021 · Registerzählung3 043
01.01.2026 · Bevölkerungsstand3 227

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 157
NUTS-3-Region
West- und Südsteiermark (AT225)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Frauental an der Laßnitz

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.