MARKTGEMEINDE · SALZBURG

St. Veit im Pongau

Marktort und Höhenplateau mit Kurgeschichte, Museum und Kupferbergbau-Spuren.

GEMEINDEKENNZIFFER50420
Ortsansicht von St. Veit im Pongau
Ortsansicht von St. Veit im Pongau · Foto: StVeit Maps · „Sankt Veit im Pongau 2025 (2)“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
4 026
01.01.2026
Fläche
56,84 km²
Bevölkerungsdichte
70,8
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
5621
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ST. VEIT IM PONGAU KENNENLERNEN

St. Veit im Pongau – sonnige Terrasse über der Salzach

Der Markt St. Veit liegt auf einer Terrasse hoch über der Salzach; das Plateau und der Hochglocker prägen den Blick über das Tal. Die Marktgemeinde im Bezirk St. Johann im Pongau zählt 4.026 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 56,84 Quadratkilometer. St. Veit ist als heilklimatischer Kurort bekannt. Das Seelackenmuseum, der Marktplatz und der Gesundheitscampus zeigen, wie sich frühere Nutzungen und heutige Einrichtungen über das Plateau verteilen.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Sankt Veit im Pongau – Wikipedia, feste Artikelversion

Hoch über dem Salzachtal

Der Ortskern liegt auf einer linken Talterrasse nördlich der Salzach, mehrere Kilometer südwestlich von St. Johann und deutlich über dem Talboden. Der Hochglocker schließt das Gelände nach Norden ab; nach Süden öffnen sich Blicke zu den Bergen der Hohen Tauern. Die Gemeinde ist nicht in mehrere Ortschaften geteilt, doch zum Markt gehören unterschiedliche Katastralgemeinden und verstreute Ortsteile. Diese räumliche Struktur erklärt, weshalb ein Rundgang durch den Ortskern die ganze Gemeinde nur teilweise abbildet.

Quellen: Sankt Veit im Pongau – Wikipedia, feste Artikelversion

Ein Markt mit sichtbaren Zeitschichten

Der Marktplatz geht auf eine geplante Anlage des 12. Jahrhunderts zurück. Nach mehreren Bränden wurden Häuserzeilen wieder aufgebaut; besonders der Brand von 1733 veränderte die südliche Marktseite. Das macht den Ortskern gut lesbar: Markt und Kirche bildeten ein Zentrum, dessen Gebäude unterschiedliche Bauphasen zeigen.

Quellen: St. Veit im Pongau - Startseite - Unser St. Veit - Wissenswertes - Chronik

Gesundheit, Dienste und Pendelwege

Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für St. Veit 319 Arbeitsstätten und 1.380 Beschäftigte in Arbeitsstätten aus. 60,8 Prozent der Arbeitsstätten und 67,8 Prozent der Beschäftigten entfielen auf den tertiären Sektor; 78,2 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Ein bedeutender konkreter Tätigkeitsbereich ist die Gesundheitsversorgung: Die Landesklinik St. Veit entwickelte sich aus der 1912/13 eröffneten Lungenheilanstalt Grafenhof; auf dem Gesundheitscampus nahm 2018 der Leuwaldhof als Kinder- und Jugendrehabilitation seinen Betrieb auf. Klinik und Reha bilden damit einen konkreten örtlichen Schwerpunkt neben Handel, Bau und anderen Diensten. Die Werte beschreiben Arbeitsplätze am Ort, nicht die Zahl der in St. Veit wohnenden Erwerbstätigen oder einzelne Unternehmen.

Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindeergebnisse · Sankt Veit im Pongau – Wikipedia, feste Artikelversion · Landesklinik St. Veit und Geschichte des Standorts · Salzburger Landeskliniken: Reha-Einrichtungen in St. Veit

Heilklima, Klinik und Literatur

Die Lage auf dem Plateau trug dazu bei, dass St. Veit als heilklimatischer Kurort bekannt wurde. Thomas Bernhard verbrachte von 1949 bis 1951 Zeit als Patient in der damaligen Lungenheilanstalt Grafenhof. Der Aufenthalt ging später in sein Buch „Die Kälte. Eine Isolation“ ein. Ein nach ihm benannter Weg erinnert im Ort an diese Verbindung. Während die Klinik heute andere medizinische Aufgaben erfüllt, bleibt die Geschichte des Kurorts auch außerhalb des Krankenhausgeländes sichtbar.

Quellen: Sankt Veit im Pongau – Wikipedia, feste Artikelversion · Landesklinik St. Veit und Geschichte des Standorts

Archäologie und bäuerliches Leben

Das Seelackenmuseum liegt in einem Kurpark-Ensemble mit Wallnerbauernhaus, Seelackenmühle, Getreidekasten und Bauerngarten. Seine Ausstellungen führen von frühen Siedlungen und bronzezeitlichen Gräbern bis zur Geschichte des Kupferbergbaus und des bäuerlichen Alltags. Auch Thomas Bernhard ist ein Thema. Das Museum ist Teil des UNESCO-Geoparks Erz der Alpen und bietet Führungen während der Öffnungszeiten. In der Gemeinde erinnert zudem das Schaubergwerk Sunnpau an den Bergbau vom frühen Metallabbau bis in spätere Epochen; Besucherangebote sind saisonal zu prüfen.

Quellen: Seelackenmuseum

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 13.10.2026

GEOGRAFIE

St. Veit im Pongau auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung3 490
31.10.2021 · Registerzählung3 906
01.01.2026 · Bevölkerungsstand4 026

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 031
NUTS-3-Region
Pinzgau-Pongau (AT322)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von St. Veit im Pongau

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.