ST. GEORGEN BEI OBERNBERG AM INN KENNENLERNEN
St. Georgen bei Obernberg am Inn: Landwirtschaft im Hügelland
St. Georgen bei Obernberg am Inn liegt im Innviertel auf 354 Metern Seehöhe. Auf 18,34 Quadratkilometern leben 516 Einwohner (1. Jänner 2026), verteilt auf mehrere kleine Ortschaften nahe dem Inn und der Grenze zu Bayern.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · St. Georgen bei Obernberg am Inn – Wikipedia, feste Artikelversion
Offenes Land zwischen Inn und Hügelland
Das Gemeindegebiet ist weitgehend offen: Laut Statistik Austria entfallen 87,5 Prozent der Fläche auf landwirtschaftliche Nutzflächen, das sind 1.603,98 Hektar. Wald nimmt nur einen kleinen Anteil ein. Die Lage in der Innviertler Ebene verbindet die Gemeinde mit dem Inntal und der nahen Grenzregion. Straßen führen Richtung Obernberg und Braunau; die Altheimer Straße B148 stellt die Verbindung zur Innkreis-Autobahn her. Felder, Höfe und kleinere Siedlungen prägen das Ortsbild. Landwirtschaft bestimmt sichtbar die Flächennutzung rund um die Ortschaften. Markierte Radwege führen weiter zum Inn-Radweg.
Quellen: Statistik Austria: Gemeindeprofil Fläche und Flächennutzung · St. Georgen bei Obernberg am Inn – Wikipedia, feste Artikelversion
Höfe und regionale Arbeitswege
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist 79 Arbeitsstätten in St. Georgen aus. 33,8 Prozent der Beschäftigten an Arbeitsstätten arbeiten im primären Sektor. Ein konkretes Beispiel ist Stroblobst im Ortsteil St. Georgen: Der bäuerliche Betrieb baut Äpfel an und verarbeitet sie zu Dörrobst, Apfelsaft und Apfelmost. Für Apfelringe werden die Früchte entkernt, in Scheiben geschnitten und auf Holzgitter gelegt, wo ein warmer Luftstrom sie langsam trocknet. Zugleich arbeiten viele Erwerbstätige außerhalb des Gemeindegebiets: Der Auspendleranteil unter den Erwerbstätigen am Wohnort beträgt 75,2 Prozent. Die 79 Arbeitsstätten sind Standorte am Arbeitsort. Die Auspendlerquote von 75,2 Prozent bezieht sich dagegen auf Erwerbstätige mit Wohnsitz in der Gemeinde; sie beschreibt deren Arbeitswege.
Quellen: Statistik Austria: Arbeitsstättenzählung 2024 · Statistik Austria: Gemeindeprofil Fläche und Flächennutzung · Dominik Strobl – Stroblobst, Obstbau und Obstverarbeitung
Kleine Orte und ein gemeinsamer Mittelpunkt
Die Gemeinde setzt sich aus mehreren Ortschaften zusammen, darunter St. Georgen, Würfel, Nonsbach und Gurtenholz. Statt eines geschlossenen städtischen Zentrums prägen Höfe und verstreute Siedlungen die Wege zwischen den Ortsteilen. Die Pfarrkirche im Hauptort bildet dabei einen markanten Bezugspunkt. Ihr gotischer Tuffquaderbau besitzt ein einschiffiges Langhaus und einen leicht eingezogenen Chor. In Nonsbach entstand 2011 aus einer Initiative der Nachbarschaft eine Familienkapelle. Beide Sakralbauten stehen für unterschiedliche Maßstäbe des Zusammenlebens: die Pfarrkirche als gemeinsamer historischer Mittelpunkt, die kleine Kapelle als Ergebnis örtlicher Zusammenarbeit.
Quellen: St. Georgen bei Obernberg am Inn – Wikipedia, feste Artikelversion
Vom bayerischen Innviertel zu Oberösterreich
Wie viele Orte des Innviertels gehörte St. Georgen zunächst zum Herzogtum Bayern. Mit dem Frieden von Teschen 1779 wechselte die Region zu Österreich; während der napoleonischen Kriege wurde sie nochmals Bayern zugeschlagen und gehört seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. Diese wechselnde Zugehörigkeit gehört zur Geschichte des Grenzraums. In jüngerer Zeit stellte St. Georgen die Belebung des Ortskerns in den Mittelpunkt seiner Entwicklung und erhielt dafür 2019 den Impuls Award. Die Auszeichnung verweist auf ein Thema, das für kleine, verstreute Gemeinden wichtig ist: Angebote und Begegnungsorte im Hauptort zu erhalten, wenn Alltag und Arbeit zugleich in die Umgebung ausgreifen.
Quellen: St. Georgen bei Obernberg am Inn – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- St. Georgen bei Obernberg am Inn – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Statistik Austria: Arbeitsstättenzählung 2024
- Statistik Austria: Gemeindeprofil Fläche und Flächennutzung
- Dominik Strobl – Stroblobst, Obstbau und Obstverarbeitung
Stand der Angaben: 11.10.2026
