GEMEINDE · OBERÖSTERREICH

St. Marienkirchen am Hausruck

Landwirtschaftliche Verarbeitung und öffentliche Treffpunkte zwischen Fluss und Hausruckwald

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Kirche in St. Marienkirchen am Hausruck
Kirche in St. Marienkirchen am Hausruck · Foto: C.Stadler/Bwag · „Sankt Marienkirchen am Hausruck - Kirche“ · Wikimedia Commons · CC BY 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
880
01.01.2026
Fläche
10,94 km²
Bevölkerungsdichte
80,4
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4926
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ST. MARIENKIRCHEN AM HAUSRUCK KENNENLERNEN

St. Marienkirchen am Hausruck: Antiesen, Höfe und Dorfangebote

Im Westen von St. Marienkirchen am Hausruck fließt die Antiesen, im Südosten steigt das Land zum bewaldeten Schloßberg an. Der Hauptort liegt auf 523 Metern, der höchste Punkt auf 712 Metern. Die Gemeinde im Bezirk Ried zählt 880 Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 10,94 Quadratkilometer.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026

Vom Antiesental zum Schloßberg

Die Antiesen durchquert den Westen des Gemeindegebiets; nach Südosten steigt das Gelände zum Schloßberg an. Auf engem Raum treffen offene Felder und bewaldete Höhen zusammen: 72 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, 19 Prozent sind Wald. Fünfzehn Ortschaften verteilen sich auf eine Gemeinde, die fünf Kilometer Nord-Süd und 3,6 Kilometer West-Ost misst. Die Rieder Straße B141 bildet die wichtigste örtliche Verbindung. St. Marienkirchen ist außerdem der Ausgangspunkt des Marien-Wanderwegs nach Altötting. Die sieben Etappen führen zu neun Marien- und Wallfahrtskirchen; die Route ist gemeindeübergreifend und ihre Naturabschnitte liegen über mehrere Orte verteilt.

Quellen: St. Marienkirchen am Hausruck – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde St. Marienkirchen: Marien-Wanderweg

Landwirtschaft und lokale Verarbeitung

Die Arbeitsstättenzählung 2024 zählt in St. Marienkirchen 74 Arbeitsstätten mit 210 Beschäftigten an diesen Standorten; 29,5 Prozent der Beschäftigten entfallen auf den sekundären Sektor. Die gemeindeweite Zahl beschreibt Arbeitsorte, nicht die Berufe der Einwohner. Zwei konkrete Beispiele zeigen, wie landwirtschaftliche Erzeugung mit Verarbeitung und Direktverkauf verbunden ist: Familie Buttinger in Pilgersham bietet Honig, Milch und Eier an. Der Biohof Wellinger in Unering verarbeitet Ziegenmilch zu Frischkäse, mahlt Mehl und stellt Dinkelvollkornnudeln her. So gelangen Milch und Getreide nicht nur als Rohprodukte, sondern verarbeitet aus dem Ort in den Verkauf.

Quellen: Statistik Austria: Arbeitsstättenzählung 2024 · Gemeinde St. Marienkirchen: Direktvermarkter Familie Buttinger · Biohof Wellinger: Produkte und Hofladen in Unering

Kirche, Schule und Freizeitanlagen im Hauptort

Zur Dorfmitte gehören die Pfarrkirche und Einrichtungen für den Alltag. Die gotische Kirche entstand um 1450 und wurde 1785 zur Pfarrkirche erhoben; ihr Turm trägt einen neugotischen Spitzhelm. Neben dem Feuerwehrzeughaus liegt die Pfarr- und Gemeindebücherei. Sie verleiht Bücher, Fachzeitschriften, Spiele und Filme und ist freitags sowie sonntags geöffnet. Die Volksschule wird gemeinsam mit Geiersberg geführt: In St. Marienkirchen lernen die dritte und vierte Schulstufe, in Geiersberg die ersten beiden. Für Bewegung im Freien gibt es einen Spielplatz neben dem Pfarrhof und einen FunCourt beim Bauhof, wo etwa Basketball und Fußball gespielt werden können. Dahinter liegt ein Beachvolleyballplatz; Spielplatz und FunCourt wurden 1995 beziehungsweise 2009 eröffnet.

Quellen: St. Marienkirchen am Hausruck – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde St. Marienkirchen: Pfarr- und Gemeindebücherei · Gemeinde St. Marienkirchen: Freizeitmöglichkeiten · Gemeinde St. Marienkirchen: Hans-Samhaber-Volksschule

Flurzeichen und wechselnde Zugehörigkeit

Kleine religiöse und öffentliche Erinnerungsorte verteilen sich über Ortsteile und Flur: Die Gemeinde zeigt etwa die Kapelle in Unering, ein Marterl in Praßberg, den Bildstock in Dürngrub und das Wetterkreuz in Bergern. Im Hausruckwald stehen ein Kreuzweg und das Isidor-Marterl; auf dem Millenniumsweg erinnern Bildstöcke an die jüngere Ortsgeschichte. Diese Weg- und Flurzeichen geben dem weit gestreuten Gemeindegebiet eine sichtbare lokale Kultur. Die politische Zugehörigkeit wechselte früher mehrfach: 1779 kam das Innviertel von Bayern zu Österreich, während der napoleonischen Kriege nochmals zu Bayern und 1814 endgültig zu Oberösterreich.

Quellen: Gemeinde St. Marienkirchen: Kleindenkmale · St. Marienkirchen am Hausruck – Wikipedia, feste Artikelversion

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 11.10.2026

GEOGRAFIE

St. Marienkirchen am Hausruck auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung839
31.10.2021 · Registerzählung895
01.01.2026 · Bevölkerungsstand880

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
278
NUTS-3-Region
Innviertel (AT311)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von St. Marienkirchen am Hausruck

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.