MARKTGEMEINDE · OBERÖSTERREICH

Taiskirchen im Innkreis

Landwirtschaft, Gewerbe und Angebote im westlichen Innviertel

GEMEINDEKENNZIFFER41231
Kirche in Taiskirchen im Innkreis
Kirche in Taiskirchen im Innkreis · Foto: Mm992 · „Taiskirchen im Innkreis“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 406
01.01.2026
Fläche
34,53 km²
Bevölkerungsdichte
69,7
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4753
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

TAISKIRCHEN IM INNKREIS KENNENLERNEN

Taiskirchen im Innkreis: Marktort und Streusiedlungen

Taiskirchen im Innkreis verbindet einen Marktort mit einem weit verzweigten ländlichen Gemeindegebiet. Die Marktgemeinde im Bezirk Ried umfasst 34,53 Quadratkilometer; am 1. Jänner 2026 lebten hier 2.406 Menschen. Zwischen den Höfen und Ortschaften liegen Arbeitsplätze, Schulen und Freizeiteinrichtungen, die auch Menschen aus dem Umland nutzen.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Marktgemeinde Taiskirchen – Geschichte Taiskirchen

Siedlungen in der Innviertler Hügellandschaft

Das Gemeindegebiet umfasst 33 Ortschaften und neun Katastralgemeinden. Die Statistik beschreibt eine überwiegend offene Kulturlandschaft: 79,4 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, 13,7 Prozent sind Wald. Der Hauptort liegt etwa 55 Kilometer westlich von Linz. Von Norden nach Süden misst das Gemeindegebiet 7,7 Kilometer, von Westen nach Osten 7,6 Kilometer. Neben dem Marktort gehören zahlreiche Weiler und Höfe zur Gemeinde.

Quellen: Taiskirchen im Innkreis – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Taiskirchen – Geschichte Taiskirchen

Arbeit zwischen Maschinenbau und Saatgut

Statistik Austria zählte 2024 in Taiskirchen 206 Arbeitsstätten und 580 Beschäftigte in Arbeitsstätten. 36,9 Prozent der Arbeitsstätten lagen im Primärsektor; zugleich entfielen 58,4 Prozent der Beschäftigten auf Dienstleistungen. 76,7 Prozent der Erwerbstätigen mit Wohnort Taiskirchen pendelten aus. Ein örtlicher Produktionsbetrieb ist Höfer Presstechnik: Am Firmenstandort in Taiskirchen fertigt das Unternehmen Pressen und Sägen, darunter Anlagen für Holzverarbeitung und Kunststoffindustrie. Samen Maier betreibt an der Rieder Straße Handel mit Saatgut, Jungpflanzen und Sprossenprodukten. Die Maschinen für Holz- und Kunststoffbetriebe und der Pflanzenhandel bedienen unterschiedliche Kundenkreise.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung Gemeindeergebnisse 2024 · Höfer Presstechnik – Sparten und Fertigung · Samen Maier – Unternehmen und Sortiment

Schule, Bibliothek und Musikunterricht

Die Mittelschule besuchen laut Gemeinde auch Schülerinnen und Schüler aus fünf angrenzenden Gemeinden. Im Schulgebäude ist eine öffentliche Bibliothek eingerichtet. Sie umfasst rund 100 Quadratmeter, bietet 25 Arbeitsplätze und zwei Computer mit Internetanschluss; ihr Bestand umfasst knapp 4.000 Medien. Kinder aus Kindergarten und Volksschule werden regelmäßig einbezogen. Die Musikschule Taiskirchen ist eine Zweigstelle der Musikschule Ried im Innkreis und hat ihren Unterrichtsstandort in der Dr.-Stadler-Gasse 14.

Quellen: Marktgemeinde Taiskirchen – Geschichte Taiskirchen · Marktgemeinde Taiskirchen – Öffentliche Bibliothek · Marktgemeinde Taiskirchen – Musikschule

Ein Name aus dem frühen Mittelalter

Die Gemeindegeschichte führt Taiskirchen erstmals 1120 als „Tagedineschirchen“ an; der Name dürfte mit einem Tageding, also einer Gerichtsstätte, zusammenhängen. Laut Gemeinde entstand die Pfarre um 1180. Die Altpfarre war später Mutterpfarre für Dorf an der Pram, Riedau, Andrichsfurt und Utzenaich. Auch der Ausdruck „am Markt“ in der Überlieferung deutet auf einen Handelsplatz. Im Trauungsbuch der Altpfarre steht 1581 die Form „Taischirchen“; die heutige Ortsbezeichnung erscheint 1687 im Totenbuch. 1990 wurde Taiskirchen zur Marktgemeinde erhoben.

Quellen: Marktgemeinde Taiskirchen – Geschichte Taiskirchen

Die Pfarrkirche als sichtbarer Ortskern

Die Pfarrkirche ist eine gotische, zweischiffige Halle mit reichem Rippengewölbe. Eine bei einer Renovierung gefundene Jahreszahl 1520 belegt nach Angaben der Gemeinde nicht das tatsächliche Baujahr; urkundlich gesichert ist die Weihe am 12. Mai 1455. Damals wurden auch Altäre, Friedhof und zwei Glocken geweiht. Für Besucher ist die Kirche bei regelmäßig angesetzten Gottesdiensten zugänglich; die Gemeinde nennt Termine am Samstag, Sonntag und Mittwoch.

Quellen: Marktgemeinde Taiskirchen – Pfarrkirche Taiskirchen

Erholung am Altmannsdorfer Rückstaubecken

Das Rückhaltebecken Pramtal liegt im Grenzraum von Taiskirchen, Pram und Dorf an der Pram. Es wurde zwischen 1978 und 1980 errichtet. Die Gemeinde führt es unter „Stausee“ als Freizeitort: Baden, Fischen und Grillen werden als Nutzungen genannt.

Quellen: Marktgemeinde Taiskirchen – Stausee · Freizeitverband – Stausee Pramspeicher Altmannsdorf · Taiskirchen im Innkreis – Wikipedia, feste Artikelversion

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 12.10.2026

GEOGRAFIE

Taiskirchen im Innkreis auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 442
31.10.2021 · Registerzählung2 399
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 406

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
873
NUTS-3-Region
Innviertel (AT311)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Taiskirchen im Innkreis

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.