TAISKIRCHEN IM INNKREIS KENNENLERNEN
Taiskirchen im Innkreis: Marktort und Streusiedlungen
Taiskirchen im Innkreis verbindet einen Marktort mit einem weit verzweigten ländlichen Gemeindegebiet. Die Marktgemeinde im Bezirk Ried umfasst 34,53 Quadratkilometer; am 1. Jänner 2026 lebten hier 2.406 Menschen. Zwischen den Höfen und Ortschaften liegen Arbeitsplätze, Schulen und Freizeiteinrichtungen, die auch Menschen aus dem Umland nutzen.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Marktgemeinde Taiskirchen – Geschichte Taiskirchen
Siedlungen in der Innviertler Hügellandschaft
Das Gemeindegebiet umfasst 33 Ortschaften und neun Katastralgemeinden. Die Statistik beschreibt eine überwiegend offene Kulturlandschaft: 79,4 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, 13,7 Prozent sind Wald. Der Hauptort liegt etwa 55 Kilometer westlich von Linz. Von Norden nach Süden misst das Gemeindegebiet 7,7 Kilometer, von Westen nach Osten 7,6 Kilometer. Neben dem Marktort gehören zahlreiche Weiler und Höfe zur Gemeinde.
Quellen: Taiskirchen im Innkreis – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Taiskirchen – Geschichte Taiskirchen
Arbeit zwischen Maschinenbau und Saatgut
Statistik Austria zählte 2024 in Taiskirchen 206 Arbeitsstätten und 580 Beschäftigte in Arbeitsstätten. 36,9 Prozent der Arbeitsstätten lagen im Primärsektor; zugleich entfielen 58,4 Prozent der Beschäftigten auf Dienstleistungen. 76,7 Prozent der Erwerbstätigen mit Wohnort Taiskirchen pendelten aus. Ein örtlicher Produktionsbetrieb ist Höfer Presstechnik: Am Firmenstandort in Taiskirchen fertigt das Unternehmen Pressen und Sägen, darunter Anlagen für Holzverarbeitung und Kunststoffindustrie. Samen Maier betreibt an der Rieder Straße Handel mit Saatgut, Jungpflanzen und Sprossenprodukten. Die Maschinen für Holz- und Kunststoffbetriebe und der Pflanzenhandel bedienen unterschiedliche Kundenkreise.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung Gemeindeergebnisse 2024 · Höfer Presstechnik – Sparten und Fertigung · Samen Maier – Unternehmen und Sortiment
Schule, Bibliothek und Musikunterricht
Die Mittelschule besuchen laut Gemeinde auch Schülerinnen und Schüler aus fünf angrenzenden Gemeinden. Im Schulgebäude ist eine öffentliche Bibliothek eingerichtet. Sie umfasst rund 100 Quadratmeter, bietet 25 Arbeitsplätze und zwei Computer mit Internetanschluss; ihr Bestand umfasst knapp 4.000 Medien. Kinder aus Kindergarten und Volksschule werden regelmäßig einbezogen. Die Musikschule Taiskirchen ist eine Zweigstelle der Musikschule Ried im Innkreis und hat ihren Unterrichtsstandort in der Dr.-Stadler-Gasse 14.
Quellen: Marktgemeinde Taiskirchen – Geschichte Taiskirchen · Marktgemeinde Taiskirchen – Öffentliche Bibliothek · Marktgemeinde Taiskirchen – Musikschule
Ein Name aus dem frühen Mittelalter
Die Gemeindegeschichte führt Taiskirchen erstmals 1120 als „Tagedineschirchen“ an; der Name dürfte mit einem Tageding, also einer Gerichtsstätte, zusammenhängen. Laut Gemeinde entstand die Pfarre um 1180. Die Altpfarre war später Mutterpfarre für Dorf an der Pram, Riedau, Andrichsfurt und Utzenaich. Auch der Ausdruck „am Markt“ in der Überlieferung deutet auf einen Handelsplatz. Im Trauungsbuch der Altpfarre steht 1581 die Form „Taischirchen“; die heutige Ortsbezeichnung erscheint 1687 im Totenbuch. 1990 wurde Taiskirchen zur Marktgemeinde erhoben.
Die Pfarrkirche als sichtbarer Ortskern
Die Pfarrkirche ist eine gotische, zweischiffige Halle mit reichem Rippengewölbe. Eine bei einer Renovierung gefundene Jahreszahl 1520 belegt nach Angaben der Gemeinde nicht das tatsächliche Baujahr; urkundlich gesichert ist die Weihe am 12. Mai 1455. Damals wurden auch Altäre, Friedhof und zwei Glocken geweiht. Für Besucher ist die Kirche bei regelmäßig angesetzten Gottesdiensten zugänglich; die Gemeinde nennt Termine am Samstag, Sonntag und Mittwoch.
Quellen: Marktgemeinde Taiskirchen – Pfarrkirche Taiskirchen
Erholung am Altmannsdorfer Rückstaubecken
Das Rückhaltebecken Pramtal liegt im Grenzraum von Taiskirchen, Pram und Dorf an der Pram. Es wurde zwischen 1978 und 1980 errichtet. Die Gemeinde führt es unter „Stausee“ als Freizeitort: Baden, Fischen und Grillen werden als Nutzungen genannt.
Quellen: Marktgemeinde Taiskirchen – Stausee · Freizeitverband – Stausee Pramspeicher Altmannsdorf · Taiskirchen im Innkreis – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Taiskirchen im Innkreis – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Marktgemeinde Taiskirchen – Geschichte Taiskirchen
- Marktgemeinde Taiskirchen – Pfarrkirche Taiskirchen
- Marktgemeinde Taiskirchen – Öffentliche Bibliothek
- Marktgemeinde Taiskirchen – Musikschule
- Marktgemeinde Taiskirchen – Stausee
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung Gemeindeergebnisse 2024
- Samen Maier – Unternehmen und Sortiment
- Höfer Presstechnik – Sparten und Fertigung
- Freizeitverband – Stausee Pramspeicher Altmannsdorf
Stand der Angaben: 12.10.2026
