GEMEINDE · OBERÖSTERREICH

Steegen

Bäche, verstreute Ortschaften und ein gemeinsames Versorgungsnetz prägen den Alltag.

GEMEINDEKENNZIFFER40828
Piusheim in Steegen
Piusheim in Steegen · Foto: Luckyprof · „Steegen - Piusheim“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 083
01.01.2026
Fläche
13,20 km²
Bevölkerungsdichte
82,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4722
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

STEEGEN KENNENLERNEN

Steegen zwischen Hochfläche und regionaler Wärme

Steegen ist eine Gemeinde mit verstreuten Dörfern: 25 Ortschaften liegen auf 13,20 Quadratkilometern. Das Gemeindeamt befindet sich im Stadtgebiet des benachbarten Peuerbach. Am 1. Jänner 2026 zählte Steegen 1.083 Einwohnerinnen und Einwohner.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeinde Steegen – Startseite · Steegen – Wikipedia, feste Artikelversion

Hochfläche zwischen zwei Bächen

Steegen liegt im Inn- und Hausruckviertler Hügelland auf einer Hochfläche zwischen den Tälern von Steegenbach und Leitenbach. Das Gelände reicht von etwa 380 bis 500 Metern Seehöhe; der höchste Punkt liegt bei Unterbubenberg auf 488 Metern. Der Steegenbach entwässert den Süden in Richtung Faule Aschach; im Norden verläuft der Leitenbach. Zwischen den Gewässern liegen Höfe, Wiesen und Felder; die Gemeinde besteht aus einer Katastralgemeinde. Die B 129 ist die wichtigste Straßenverbindung. Wer zu Fuß unterwegs ist, kann den Steegener Mostweg nutzen: Die ausgeschilderte 18,1 Kilometer lange Runde führt durch das Bauernland von Peuerbach und Steegen, überwiegend über befestigte und Feldwege. Start und Ziel liegen laut Tourismusbeschreibung in Peuerbach.

Quellen: Gemeinde Steegen – Startseite · Steegen – Wikipedia, feste Artikelversion · Oberösterreich Tourismus – Steegener Mostweg

Arbeit, Wärme und Holz aus der Region

Statistik Austria zählte 2024 in Steegen 103 Arbeitsstätten und 982 Beschäftigte am Arbeitsort; 74,7 Prozent der Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde pendelten aus. Ein konkreter örtlicher Arbeitsbereich ist die Wärmeversorgung: Das Biomasseheizwerk neben dem Caritas-Dorf St. Pius versorgt dessen rund 22.000 Quadratmeter Wohnfläche. Eine elfköpfige Betreibergruppe aus Steegen und umliegenden Gemeinden betreut die Anlage. Landwirte aus der Region liefern jährlich rund 4.000 Schüttraummeter Waldhackgut. Die Biomasseanlage liefert seit Juni 2012 Warmwasser; der Träger nennt außerdem Einsparungen von jährlich 322.000 Litern Heizöl. Die Werkstätte St. Pius bietet Menschen mit Behinderungen unter anderem technische und kreative Arbeitsbereiche.

Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstätten 2024, Gemeindeergebnisse · Biomasseverband OÖ – Biomasseheizwerk Steegen · Caritas Oberösterreich – Werkstätte St. Pius

Dienste über mehrere Ortschaften hinweg

Drei Freiwillige Feuerwehren sind in Steegen, Langenpeuerbach und Obererleinsbach stationiert. Auch eine alltagsnahe Gemeindeeinrichtung liegt außerhalb des Ortsnamens Steegen: Das Altstoffsammelzentrum befindet sich in Asing 19 und nimmt Abfälle dienstags, freitags und samstags an. Für Menschen ab 60 ist das MOBIL.miteinander ein buchbarer Fahrdienst in Steegen und Peuerbach; derzeit fährt es dienstags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr. Das von der Gemeinde vorgestellte 4722er Körberl bündelt Lebensmittel aus dem Postleitzahlgebiet 4722; laut Gemeinde werden fast alle dort hergestellt und freitags frisch geliefert. Mitglieder bestellen online; die Abholung ist freitags von 13 bis 17 Uhr möglich, ein Testzugang kann vor einer Mitgliedschaft angefragt werden.

Quellen: Gemeinde Steegen – Jausenstation Wirt in Asing · Gemeinde Steegen – 4722er Körberl und 4722 boden-ständig · Gemeinde Steegen – Freiwillige Feuerwehr Steegen · Gemeinde Steegen – Freiwillige Feuerwehr Langenpeuerbach · Gemeinde Steegen – Freiwillige Feuerwehr Obererleinsbach · Gemeinde Steegen – Altstoffsammelzentrum ASZ Asing · Gemeinde Steegen: Generationen.miteinander / MOBIL.miteinander

Gemeinde zwischen Peuerbach und eigenem Gebiet

Schloss Steegen und ein zugehöriges Gut mit Mühle sind in der Ortschronik bis ins 11. Jahrhundert beziehungsweise bis 1371 zurückverfolgt. 1831 wurde eine Brauerei aus dem Schloss Peuerbach nach Steegen verlegt; nach dem Erwerb des Schlosses 1882 wurde sie stillgelegt. Die politische Gemeinde entstand 1850. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Steegen 1942 mit Peuerbach vereinigt; am 1. August 1946 erhielt es seine Selbstständigkeit zurück. Das ehemalige Schloss diente von 1946 bis 1957 als Landes-Kinderheim. 2016 lehnten die Steegener bei einer Abstimmung einen Zusammenschluss mit Peuerbach und Bruck-Waasen ab. Die Statthalterei Linz erkannte der Gemeinde 1899 das Fischereirecht in ihren Bächen zu.

Quellen: Gemeinde Steegen – Geschichte und Wissenswertes · Steegen – Wikipedia, feste Artikelversion

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 10.10.2026

GEOGRAFIE

Steegen auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 046
31.10.2021 · Registerzählung1 082
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 083

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
362
NUTS-3-Region
Innviertel (AT311)

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