GEMEINDE · OBERÖSTERREICH

St. Willibald

Ein Produktionsstandort, eine historische Wanderroute und eine spätgotische Pfarrkirche prägen die Gemeinde.

GEMEINDEKENNZIFFER41421
Kirche in St. Willibald
Kirche in St. Willibald · Foto: C.Stadler/Bwag · „St. Willibald - Pfarrkirche“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 078
01.01.2026
Fläche
14,51 km²
Bevölkerungsdichte
74,3
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4762
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ST. WILLIBALD KENNENLERNEN

St. Willibald: Süßwaren aus dem Sauwald

St. Willibald liegt im Sauwald im Bezirk Schärding. Am 1. Jänner 2026 lebten 1.078 Menschen in der 14,51 Quadratkilometer großen Gemeinde.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026

Ein historischer Weg durch den Sauwald

Der historische Wanderweg gibt dem ländlichen Gemeindegebiet eine konkrete Orientierung: Er beginnt beim Pfarrhof in St. Willibald und führt über den Salletwald nach St. Jakob in Antlangkirchen, weiter zur Römerstraße und über den Rothmaierberg zurück. Sieben Stationen erzählen von der Geschichte der Gemeinde. Die Route wurde 1978 eingerichtet, ist beschildert und kann laut Toureninformation auch in Teilabschnitten begangen werden; Rastbänke stehen entlang des Weges. Der Rundgang verbindet Hauptort, Waldstücke und die Ortschaft Antlangkirchen, ohne dass diese Ziele zu einem einzigen Ortskern zusammenfallen. Für die Runde sollten Wandernde gut vier Stunden einplanen; die Toureninformation nennt 14 bis 14,7 Kilometer. Informationen und Begleitungen vermittelt die Gemeinde. Der Weg macht den Sauwald als Landschafts- und Geschichtsraum unmittelbar erfahrbar.

Quellen: Historischer Wanderweg St. Willibald · STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026

Süßwarenproduktion und örtliche Dienste

2024 verzeichnete St. Willibald 110 Arbeitsstätten und 101 Unternehmen; in den Arbeitsstätten waren 439 Beschäftigte tätig. 2021 pendelten 73 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde aus. Guschlbauer produziert Süßwaren ausschließlich in St. Willibald; rund 100 Beschäftigte arbeiten laut Unternehmen am Standort. Die Fertigungsstraße erreicht bei Punschkrapferln eine Leistung von bis zu 460 Stück pro Minute. Der Werksverkauf in der Schaumrollenstraße bietet Produkte direkt aus der Produktion an. Daneben führt das kommunale Wirtschaftsverzeichnis Johannes Jungwirth als Bäcker an der Hauptstraße 42. Damit stehen eine größere Süßwarenfertigung und ein örtliches Bäckereigewerbe nebeneinander, ohne eine einzelne Firma als repräsentativ für alle Arbeitsstätten auszugeben.

Quellen: Statistik Austria, Arbeitsstättenzählung 2024 · STATatlas Berufspendeln 2021 · Guschlbauer: Über uns und Standort · Guschlbauer: Werksverkauf · Wirtschaftsverzeichnis der Gemeinde St. Willibald

Schule und neue digitale Infrastruktur

Für Familien ist die Volksschule eine kleine Einrichtung mit eigenem pädagogischem Profil: Sie beschreibt individuelle Förderung und praxisbezogenes Lernen als Leitlinien. Kindergarten, Krabbelstube und Volksschule gehören zum kommunalen Einrichtungsangebot; die Schule liegt in der Schulstraße 2. Die öffentliche Pfarrbibliothek an der Hauptstraße 32 ergänzt das Bildungsangebot außerhalb des Unterrichts. Eine jüngere Veränderung betrifft die digitale Verbindung des Ortes. Im Juli 2026 meldete die Gemeinde den Spatenstich für den Glasfaserausbau mit Breitband Oberösterreich und STRABAG. Für eine zweite Ausbauphase war ein Informationsabend für betroffene Liegenschaftseigentümer angekündigt; ein abgeschlossener Anschluss sämtlicher Haushalte ist damit nicht belegt. Auch im Stocksport ist der Ort über die Gemeindegrenzen hinaus sichtbar: Bei der Staatsmeisterschaft im Zielschießen 2024 holten Jugendliche der SU Guschlbauer St. Willibald einen Doppelsieg in der U14.

Quellen: Volksschule St. Willibald · Kirche und Religion · Spatenstich: In St. Willibald startet Glasfaser-Ausbau · Vereins- und Sportnachrichten

Spätgotische Pfarrkirche mit zeitgenössischer Gestaltung

Die Pfarrkirche St. Willibald steht im Zentrum der Gemeinde. Die Diözese beschreibt sie als spätgotische, zweischiffige Hallenkirche; sie ist dem heiligen Willibald geweiht, dessen Name auch die Pfarre trägt. Die barocke Glockenstube kam 1733 auf den Turm. Im Altarraum treffen ältere Ausstattung und eine jüngere Gestaltung aufeinander: Die 2007 geschaffene Arbeit von Alois und Christine Bauer verändert den Blick auf den liturgischen Mittelpunkt, ohne den spätgotischen Grundbau zu ersetzen. Die Diözese dokumentiert diese Arbeit als zeitgenössische Kunst im Kirchenraum. So lässt sich die Baugeschichte an wenigen sichtbaren Schichten lesen, statt den Ort über eine lange Reihe von Umbaujahren zu erklären. Die Pfarre veröffentlicht regelmäßige Gottesdienstzeiten für Sonntag, Dienstag und Freitag; außerhalb dieser Feiern sind keine allgemeinen Öffnungszeiten ausgewiesen.

Quellen: Pfarrkirche St. Willibald · Altarraumgestaltung in der Pfarrkirche · Kirche und Religion · Historischer Wanderweg St. Willibald · Pfarrgemeinde St. Willibald · Gleichbleibende Gottesdienste in der Pfarrgemeinde St. Willibald

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 11.10.2026

GEOGRAFIE

St. Willibald auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 123
31.10.2021 · Registerzählung1 118
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 078

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
433
NUTS-3-Region
Innviertel (AT311)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von St. Willibald

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.