GEMEINDE · OBERÖSTERREICH

St. Agatha

Höhenort mit Fadinger-Erinnerung, Wasserwegen und Handwerk

GEMEINDEKENNZIFFER40824
Ortsansicht von St. Agatha
Ortsansicht von St. Agatha · Foto: MeAut · „Sankt Agatha“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 159
01.01.2026
Fläche
31,78 km²
Bevölkerungsdichte
67,9
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4084
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ST. AGATHA KENNENLERNEN

St. Agatha

St. Agatha liegt im Hausruckviertel auf einem Höhenrücken; im Norden reicht das Gemeindegebiet bis zur Donau. Am 1. Jänner 2026 lebten hier 2.159 Menschen auf 31,78 Quadratkilometern. Der Ortskern liegt auf 603 Metern, der Etzinger Hügel auf 642 Metern Seehöhe. Die Gemeinde verbindet damit einen Höhenort mit einem schmalen Zugang zum Flussraum.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeinde St. Agatha – Zahlen & Fakten

Fadingers Herkunftsort

Stefan Fadinger, eine führende Figur des oberösterreichischen Bauernkriegs von 1626, stammte aus St. Agatha. Das Stefan-Fadinger-Museum im Gemeindezentrum behandelt seine Rolle und den Aufstand. Der Museumsverein eröffnete die Ausstellung im Mai 2009. Seit 2026 zeigt sie auch ein aus Schloss Almegg geliehenes Bett, in dem Fadinger der Überlieferung nach geschlafen haben soll. Der Gegenstand ist als Überlieferung gekennzeichnet und ergänzt die Darstellung des Bauernkriegs um ein Stück Erinnerungsgeschichte. Der restaurierte Stefan-Fadinger-Hof in Parz erinnert als Nachfolgehof an den nach Fadingers Tod zerstörten Hof.

Quellen: Gemeinde St. Agatha – Stefan-Fadinger-Museum · Museumsverein Stefan Fadinger – Gemeinde St. Agatha

Arbeit im Ort

2024 entfielen 68,9 Prozent der Beschäftigten in St. Agathas Arbeitsstätten auf den Dienstleistungssektor; 79,2 Prozent der Erwerbstätigen mit Wohnort in der Gemeinde pendelten aus. Die Bäckerei Rathmayr arbeitet nach eigener Beschreibung in vierter Generation. Sie führt Sauerteig und lässt Teige 18 bis 24 Stunden reifen; am Standort Etzinger Straße 2 wird gebacken und verkauft. Die Gemeinde führt Baschinger an der Stefan-Fadinger-Straße 28 als Kfz-Betrieb mit Tankstelle. Der Betreiber bezeichnet die dortige Adresse als Außenlager und nennt für sein Werkstattangebot Inspektionen, §57a-Überprüfungen, Klimaanlagen-Service und Reparaturen.

Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse · Bäckerei Rathmayr – Betrieb und Sauerteig · Baschinger – Standorte und Service · Autohaus Baschinger – Werkstatt

Wasser für die Höhen

St. Agatha bezieht Trinkwasser aus zwei Brunnen in Irrenedt, das zur Nachbargemeinde Heiligenberg gehört. Von dort führen Leitungen über die Wasserhäuser Hatzing und Kolmhof zu den Hochbehältern am Steinhügel und in Etzing. Der kommunal beschriebene Transportweg ist 5,2 Kilometer lang und überwindet 270 Höhenmeter. Das Leitungsnetz erstreckt sich über rund 36 Kilometer und versorgt die Ortschaften des Höhengebiets. Nach Gemeindeangaben werden pro Jahr etwa 75.000 Kubikmeter Trinkwasser bereitgestellt. Die Höhenunterschiede machen Pumpen und Speicher zu einem konkreten Teil der Versorgung: Das Wasser wird aus dem Nachbargebiet zu den höher gelegenen Behältern gefördert und von dort in die Leitungen verteilt.

Quellen: Gemeinde St. Agatha – Zahlen & Fakten

Schule und gemeinsamer Mittagstisch

Die Mittelschule erhielt 2024/25 eine umfassend erneuerte Turnhalle und eine neu eingerichtete Küche. Das Mittagessen ist für Kinder aus Volksschule, Mittelschule und Kindergarten sowie für Lehrkräfte vorgesehen. Die Gemeinde führt die Schulküche als gemeinsames Angebot für mehrere Bildungseinrichtungen. Damit ist die Versorgung nicht auf eine einzelne Schulstufe beschränkt. Die Mittelschule dient zugleich als Sportort: Die erneuerte Halle ergänzt die vorhandenen Unterrichtsräume und schafft die Grundlage für den Schulsport bei jedem Wetter.

Quellen: Gemeinde St. Agatha – Mittelschule St. Agatha

Rundweg von der Höhe zur Donau

Der „Es muaß sein“-Weg startet am Kirchenplatz und führt über Etzing zur Schlögener Schlinge. Danach folgt er dem Donausteig nach Haibach und kehrt über Wiesing und Dunzing zum Ausgangspunkt zurück. Die touristische Routenseite nennt 20,7 Kilometer und 619 Höhenmeter im Aufstieg; sie stuft die Rundtour als mittelschwer ein. Am Weg steht das Stefan-Fadinger-Denkmal. Die Route ist eine ganztägige Wanderung und kein kurzer Spaziergang. In Gschwendt führt der Verein die historische Hammerschmiede. Am ersten Sonntag im Monat ab 13 Uhr gibt es einen Hammerschmiedetag mit Vorführungen; außerhalb dieser Termine sind Besichtigungen nach vorheriger Anmeldung möglich. Zwei Wasserräder und die wiederhergestellte Wasserzuleitung machen den Antrieb der Schmiede erfahrbar. Der Platz wurde 2020 mit mehr als 2.800 ehrenamtlichen Arbeitsstunden saniert.

Quellen: Oberösterreich Tourismus – St. Agatha: Es muaß sein-Weg · Gemeinde St. Agatha – Hammerschmiedetag

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 10.10.2026

GEOGRAFIE

St. Agatha auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 144
31.10.2021 · Registerzählung2 139
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 159

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
695
NUTS-3-Region
Innviertel (AT311)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von St. Agatha

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.