ST. EGYDEN AM STEINFELD KENNENLERNEN
St. Egyden am Steinfeld: fünf Orte, ein gemeinsamer Raum
St. Egyden am Steinfeld liegt im Bezirk Neunkirchen am Steinfeld. Die Gemeinde zählt 2.341 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 26,18 Quadratkilometer. Ihr Gebiet besteht aus fünf Ortschaften: Gerasdorf am Steinfeld, Neusiedl am Steinfeld, St. Egyden am Steinfeld, Saubersdorf und Urschendorf. Vier Katastralgemeinden tragen die Namen Gerasdorf, Neusiedl, Saubersdorf und Urschendorf; die namensgebende Ortschaft St. Egyden ist selbst keine Katastralgemeinde. Diese Gliederung macht sichtbar, dass der Gemeindename eine über mehrere Siedlungskerne gewachsene Einheit bezeichnet.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · St. Egyden am Steinfeld – Wikipedia, feste Artikelversion
Orte und Landschaft
Die Gemeinde liegt im Industrieviertel. Ihre fünf Ortschaften verteilen sich auf eine Fläche, die zu 43,09 Prozent bewaldet ist. Landwirtschaft prägt den ländlichen Charakter weiterhin, während viele Bewohnerinnen und Bewohner zur Arbeit in die umliegenden Zentren fahren. Der historische Gemeindekern ist daher nur ein Teil des heutigen Ortsgefüges: Gerasdorf, Neusiedl, Saubersdorf und Urschendorf haben eigene Siedlungsgeschichten und bildeten vor der Zusammenlegung selbständige Gemeinden. Die Vielfalt dieser Ortsteile ist im Alltag ebenso wichtig wie der gemeinsame Name St. Egyden am Steinfeld.
Quellen: St. Egyden am Steinfeld – Wikipedia, feste Artikelversion
Zusammengewachsen seit 1971
Am 1. Jänner 1971 wurden Gerasdorf am Steinfelde, Neusiedl am Steinfelde, Saubersdorf und Urschendorf zur Gemeinde St. Egyden am Steinfeld vereinigt. Zuvor war St. Egyden selbst ein Dorf innerhalb der Gemeinde Urschendorf. Die Verwaltungsgrenze erzählt damit eine andere Geschichte als die einzelnen Ortschaftsnamen: Ein vertrauter Ortsname wurde zum Dach für mehrere Siedlungen. Dass jede der fünf Ortschaften eine lange eigene Vergangenheit besitzt, erklärt, warum lokale Geschichte nicht allein am Hauptort festzumachen ist. Die Gemeinde gliedert sich zugleich in vier Katastralgemeinden, deren Namen die früheren Gemeindegebiete abbilden.
Quellen: St. Egyden am Steinfeld – Wikipedia, feste Artikelversion · Druckwerke der Gemeinde St. Egyden
Spuren über viele Jahrhunderte
Im Gemeindegebiet beim ehemaligen Ortsteil Steinfeld ist ein römischer Vicus des 2. oder 3. Jahrhunderts archäologisch nachgewiesen. Eine Ausgrabung im Jahr 2008 lässt sich aus der geöffneten Gemeindeseite nicht bestätigen und wird deshalb nicht behauptet. In der Pfarrchronik wird 1362 „Pleabanus Petrus ad Sanctum Egidium“ erwähnt. Im Bereitungsbuch von 1590 wird St. Gilgen dem Herrn von Königsperg aus Sebenstein zugerechnet. Diese Orts- und Kirchengeschichte reicht weit vor die heutige Gemeindezusammenlegung zurück. Die Gemeindeseite verzeichnet Schäden an Ort und Kirche durch den Türkeneinfall 1532 sowie die Brandplünderung von 1683. Nach der Verwüstung wurde 1689 eine neue Kirchenglocke aufgezogen; 1714 erhielt die Kirche ein Gewölbe. Die Chronik dokumentiert damit sowohl ältere kirchliche Spuren als auch wiederholte Schäden und Erneuerungen am Ort.
Quellen: Geschichte St. Egyden · St. Egyden am Steinfeld – Wikipedia, feste Artikelversion
Wasser und Wege
Um 1870 wurde die I. Wiener Hochquellenwasserleitung durch den Ortsteil Neusiedl gebaut. Der Bahnhof St. Egyden liegt an der Südbahn; die Gemeinde nennt Park-and-Ride-Anlagen auf der Breitenauer und der Neusiedler Seite. In Urschendorf erhielt die 1897 eröffnete Schneebergbahn bei der Spitzenfabrik eine Station. Die beiden Bahnorte liegen in verschiedenen Siedlungsräumen des Gemeindegebiets. So treffen Wasser- und Verkehrsinfrastruktur auf eine Gemeinde, deren Ortschaften über mehrere Tal- und Siedlungslagen verteilt sind.
Quellen: St. Egyden am Steinfeld – Wikipedia, feste Artikelversion · Mobilität und Verkehr – Gemeinde St. Egyden · Geschichte Urschendorf
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 09.10.2026
