WARTH KENNENLERNEN
Warth an Pitten und Haßbach
Die Marktgemeinde Warth liegt im Bezirk Neunkirchen im Tal der Pitten. Am 1. Jänner 2026 lebten hier 1.529 Menschen; die Gemeindefläche beträgt amtlich 29,97 Quadratkilometer. Das Gemeindegebiet umfasst sieben Ortschaften und sechs Katastralgemeinden. Seine Lage zwischen Pittental und Haßbachtal verbindet Siedlungsräume, die jeweils eigene historische Spuren tragen – von frühen urkundlichen Nennungen bis zum Schloss Steyersberg.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Warth (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion
Pitten und Höhenzüge
Die Pitten durchfließt den Talraum auf ungefähr 380 Metern Seehöhe. Östlich steigt das Gelände bis auf etwa 700 Meter an. Im Westen liegt das Einzugsgebiet des Haßbachs; dort erreichen Kienberg, Hohenberg und Hollabrunner Riegel Höhen zwischen rund 777 und 922 Metern. Dieses Relief gliedert das Gemeindegebiet in unterschiedliche Landschaftsräume. Die Aspangbahn verläuft ebenfalls im Pittental und verbindet Warth mit dem regionalen Bahnnetz. Die Ortschaft Haßbach liegt in einem eigenen Talzug; durch sie führt der Nordalpenweg. Damit treffen in der Gemeinde Talverkehr, Siedlungen an den Hängen und ein überregionaler Wanderweg zusammen.
Quellen: Warth (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion
Sieben Ortschaften
Zum Gemeindegebiet zählen Haßbach, Kirchau, Kulm, Petersbaumgarten, Steyersberg, Thann und Warth. Die sechs Katastralgemeinden heißen Haßbach, Kirchau, Kulm, Steyersberg, Thann und Warth; Petersbaumgarten gehört also zu den Ortschaften, ist aber keine eigene Katastralgemeinde. Die amtliche Flächenangabe bezieht sich auf die gesamte Marktgemeinde. Diese Unterscheidung ist für Ortsangaben wichtig, weil markante Sehenswürdigkeiten wie Schloss Steyersberg in einem anderen Ortsteil liegen als das Gemeindeamt in Warth. Warth ist als Marktgemeinde Verwaltungszentrum, während die verstreuten Ortschaften jeweils eigenständige historische Namen und lokale Bezüge bewahren.
Quellen: Warth (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion
Urkunden und Zusammenschluss
Warth erscheint 1244 als „Muta in Wart“ in einer Urkunde Herzog Friedrichs. Der Name verweist auf eine Mautstelle. Kirchau wurde bereits 1146 erwähnt, Haßbach 1218 und Steyersberg 1266. Die Gemeindeseite erläutert den möglichen Zusammenhang des Ortsnamens Warth mit einer Warte am Austritt des Haßbachtals ins Pittental. Sie nennt den Aichhof als möglichen Standort eines solchen Wachtpostens; diese Erklärung bleibt ausdrücklich eine Vermutung. Ein Katasterplan von 1820 verzeichnete acht Häuser in Warth, fünf in Petersbaumgarten und sechs in Hütten. Am 1. Jänner 1968 schlossen sich die Gemeinden Haßbach, Kirchau und Steyersberg mit Warth zusammen. Die heutigen sieben Ortschaften sind Ergebnis einer späteren Verwaltungsstruktur, die ältere Siedlungsgeschichten zusammenführt.
Quellen: Geschichte der Marktgemeinde Warth
Schloss Steyersberg
Schloss Steyersberg befindet sich bei Haßbach. Die Gemeindeseite datiert die wahrscheinliche Errichtung der Burg auf das letzte Drittel des 12. Jahrhunderts und beschreibt sie zunächst als kleine Verteidigungs- und Zufluchtsanlage. Im Lauf der Jahrhunderte vergrößerte sich der Bau. Nach dem Ende der Steyersberger übernahmen andere Adelsfamilien die Burg; ab 1386 gehörte sie den Stubenbergern. Um 1600 erwarb Ehrenreich Wurmbrand-Stuppach die Anlage und ließ die enge Burg zu einem geräumigeren Schloss erweitern. Die Herrschaft wurde 1848 aufgehoben. Das Schloss blieb im Besitz der Grafen von Wurmbrand und ist laut Gemeindeseite in gutem Zustand.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 09.10.2026
