HOHENAU AN DER MARCH KENNENLERNEN
Hohenau an der March: Vogelrastplatz und Zuckerfabrik
Hohenau an der March liegt im Bezirk Gänserndorf am östlichen Rand des Weinviertels. Die Marktgemeinde zählt 2.737 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 23,43 Quadratkilometer. Die Marchauen, das Erbe der Zuckerfabrik und die Grenzbrücke nach Moravský Svätý Ján prägen die Ortsgeschichte.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Hohenau an der March – Wikipedia, feste Artikelversion
Kühlteich und Vogelrastplatz
Rund drei Kilometer nordöstlich des Ortszentrums treffen Thaya und March am Dreiländereck von Österreich, Tschechien und der Slowakei zusammen. In Hohenau liegen auch die vogel.schau.plätze: Ehemalige Absetzbecken der Zuckerfabrik bilden ein künstlich geschaffenes Feuchtgebiet von 55 Hektar für Wasser- und Watvögel. Wasser aus der March und Leitungen der früheren Fabrik erlauben, einzelne Becken feucht und vegetationsarm zu halten. Der Verein AURING betreut das Gebiet seit 1998; er wurde 1996 gegründet. Bislang wurden dort mehr als 230 Vogelarten nachgewiesen. Beobachtungsturm, Versteck an den Anlandebecken und Beringungsstation erschließen verschiedene Bereiche des Rast- und Brutgebiets. AURING fördert außerdem die wissenschaftliche Erforschung der March-Thaya-Auen und überwacht gefährdete Vogelarten.
Quellen: Hohenau an der March – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Hohenau – vogel.schau.plätze · Marktgemeinde Hohenau – Auring
Zuckerfabrik und Museum im Sima-Haus
Die Zuckerfabrik, deren Geschichte das Museum für die Jahre 1867 bis 2005 dokumentiert, prägte Arbeit und Vereinsleben des Ortes. Eine Ausstellung zeigte anhand von Fotografien und Objekten einzelne Schritte der Zuckergewinnung sowie Bereiche wie Werksbüro, Feuerwehr und Betriebsrat. Das Museum selbst begann 1936: Lehrer und Heimatforscher Anton Schultes sammelte Ortsobjekte und machte sie in der Hauptschule zugänglich. 1960 vergrößerte Robert Zelesnik das Heimatmuseum. 1998 kaufte die Gemeinde das Geburtshaus des Schauspielers Oskar Sima als Museumsstandort; nach Umbau öffnete es 2001. Der größte Ausstellungsbereich umfasst über 120 Quadratmeter und behandelt die Nordbahn sowie die Nebenbahnen im Weinviertel; ein eigener Raum erinnert an Oskar Sima. Im Parterre wechseln orts- und regionalgeschichtliche Ausstellungen.
Quellen: Marktgemeinde Hohenau – museum hohenau an der march · Marktgemeinde Hohenau – Ausstellung zur Zuckerfabrik · Hohenau an der March – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Hohenau – Offizieller Ortsplan
Kirche und jüdische Geschichte
Die Pfarrkirche zur Auffindung des heiligen Kreuzes steht innerhalb des ehemaligen Friedhofs. Ihr Chor besitzt romanische Bausubstanz aus dem 12. Jahrhundert; die erste urkundliche Erwähnung einer Kirche in Hohenau stammt von 1148. 1359 wird der Ort als Markt genannt, 1394 erwarb Johann I. von Liechtenstein Güter in Hohenau; ab 1458 gehörte die gesamte Herrschaft der Familie. Auch jüdisches Leben gehörte zur Ortsgeschichte: Ein jüdischer Friedhof wurde 1879 angelegt und 1938 stillgelegt. Der 1899 errichtete Tempel wurde 1939 abgetragen.
Quellen: Hohenau an der March – Wikipedia, feste Artikelversion · Bundesdenkmalamt – Denkmalliste Niederösterreich 2025
Der Marchübergang
Eine Grenzverbindung über die March entstand erst in den 1990er-Jahren. Im September 1994 ermöglichte zunächst eine Pontonbrücke die Überfahrt von Pkw und Kleinbussen bis 3,5 Tonnen; Hochwasser setzte sie wiederholt außer Betrieb. Bei einer Volksbefragung 1995 sprachen sich 71 Prozent der Hohenauer Bevölkerung für einen Übergang in die Slowakei aus. Am 7. Juli 2005 wurde die heutige Brücke eröffnet. Sie war ursprünglich eine Eisenbahnbrücke und wurde zur Straßenbrücke umgebaut. Die 132 Meter lange, einspurige Konstruktion besitzt ein Mittelteil, das für größere Schiffe um 1,6 Meter angehoben werden kann. Das Bauwerk verbindet Hohenau mit Moravský Svätý Ján.
Quellen: Marktgemeinde Hohenau – March-Brücke · Hohenau an der March – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Hohenau an der March – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Marktgemeinde Hohenau – vogel.schau.plätze
- Marktgemeinde Hohenau – Auring
- Marktgemeinde Hohenau – museum hohenau an der march
- Marktgemeinde Hohenau – Ausstellung zur Zuckerfabrik
- Marktgemeinde Hohenau – March-Brücke
- Bundesdenkmalamt – Denkmalliste Niederösterreich 2025
- Marktgemeinde Hohenau – Offizieller Ortsplan
- Museum Hohenau – Dauerausstellung: Oskar Sima
Stand der Angaben: 08.10.2026
