MARKT NEUHODIS KENNENLERNEN
Kunst am Übergang zur pannonischen Ebene
Markt Neuhodis liegt am Übergang vom Günsergebirge in die Pannonische Tiefebene. Die Marktgemeinde im Bezirk Oberwart umfasst Althodis und Markt Neuhodis; zum Jahresbeginn 2026 lebten hier 647 Menschen auf 19,95 Quadratkilometern.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
Vom Ebenenrand in die Höhen des Naturparks
Die Landschaft wechselt innerhalb der Gemeinde deutlich ihren Charakter. Im Süden öffnet sich die flache Pannonische Tiefebene; nach Norden steigt das Gelände über Weingärten und später bewaldete Hänge zum Günsergebirge an. Die Gemeinde beschreibt sich als Naturpark-Gemeinde am Fuß von Geschriebenstein und Hirschenstein. Beide Höhen liegen in der unmittelbaren Berglandschaft, während Markt Neuhodis zugleich als Tor zur Ebene erscheint. Politisch besteht das Gebiet aus den beiden Katastralgemeinden Neuhodis Markt und Althodis. Im Gemeindeleben sind beide Ortsteile mit eigenen historischen Bildbeständen vertreten. Die Lage am Reliefwechsel erklärt, warum Wein, Wald und offene Ebenen nebeneinander das Landschaftsbild prägen.
Quellen: Markt Neuhodis – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Markt Neuhodis – Gemeindewebsite
Althodis und die Geschichte der Ortsnamen
Althodis ist ein wichtiger Standort der burgenlandkroatischen Minderheit; die kroatische Ortsbezeichnung lautet Stari Hodas. Auch Markt Neuhodis besitzt mehrere Namenstraditionen, darunter das kroatische Novi Hodas und den ungarischen Namen Városhodász. Die Geschichte der beiden Orte verlief zunächst getrennt. Erst mit 1. Jänner 1971 wurden Althodis und Neuhodis im Zuge der burgenländischen Gemeindereform zusammengelegt. 1973 erhielt die neue Gemeinde das Marktrecht und den heutigen Namen Markt Neuhodis. Die Region gehörte bis 1920/21 zu Ungarn; nach dem Ersten Weltkrieg wurde Deutsch-Westungarn Österreich zugesprochen, und seit 1921 ist die Gemeinde Teil des Burgenlands.
Quellen: Markt Neuhodis – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Markt Neuhodis – Gemeindewebsite
Ein Garten als Werkstatt und Ausstellung
Der Skulpturenpark der Familie Kedl verbindet Kunstproduktion mit einer gestalteten Gartenlandschaft. Der Bildhauer Rudolf Kedl, 1928 in Stadtschlaining geboren, fand 1967 in Markt Neuhodis sein Refugium und arbeitete dort bis zu seinem Tod 1991. Zwischen Kupfer-, Bronze- und Steinskulpturen wachsen botanische Exoten, die frühere Gärtnergenerationen vor dem Batthyány-Kastell gesetzt hatten. Im Kastell befinden sich Aquarelle von Christine Elefant-Kedl sowie Arbeiten von Rudolf und Talos Kedl. Talos führt die künstlerische Arbeit der Familie fort. Ab 2010 legte er neben dem älteren Park eine Kunstwiese an, die er mehrmals vergrößerte. Dort stehen großformatige Plastiken, darunter organisch anmutende Kupferarbeiten. Die Anlage zeigt damit nicht nur eine Sammlung, sondern auch einen Arbeitsort, an dem sich über Jahrzehnte verschiedene Handschriften und Materialien begegnen.
Quellen: Burgenland Tourismus – Kedl Skulpturenpark & Kunstwiese
Kirchenorte und gemeinsamer Bildungscampus
Die Pfarrkirche von Markt Neuhodis ist dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht. Laut Diözese wurde 1939 eine selbstständige Lokalseelsorgestelle eingerichtet; 1994 folgte die Erhebung zur Pfarre. Die Pfarrmatriken beginnen 1939. In Althodis steht eine Filialkirche zur Kreuzerhöhung, die 1966 benediziert wurde. Außerdem nennt die Diözese Kapellen zum heiligen Florian und zum heiligen Johannes Nepomuk. Damit dokumentieren kirchliche Einrichtungen die getrennten Ortskerne ebenso wie die spätere gemeinsame Verwaltung. Im Alltag bündelt der Bildungscampus Pannonia Kinderkrippe, Kindergarten, Volksschule und Betreuung. Die Gemeinde verweist daneben auf Breitbandinfrastruktur, Wohnraumschaffung und Freizeitangebote in der Region. Die Kirche und die Schule bilden unterschiedliche, aber jeweils gemeinschaftlich genutzte Ankerpunkte zwischen Althodis und Markt Neuhodis.
Quellen: Diözese Eisenstadt – Pfarre Markt Neuhodis · Marktgemeinde Markt Neuhodis – Gemeindewebsite
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
