MARKT SANKT MARTIN KENNENLERNEN
Drei Orte im Naturpark Landseer Berge
Markt Sankt Martin ist eine Marktgemeinde im Bezirk Oberpullendorf im Burgenland. Markt Sankt Martin, Landsee und Neudorf bei Landsee verbinden Marktgeschichte mit Burgruine, Klosterresten und einem Naturbadesee.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Markt Sankt Martin – Wikipedia, feste Artikelversion
Markt, Landsee und Neudorf
Die Gemeinde liegt im Mittelburgenland; Teile ihres Gebiets gehören zum Naturpark Landseer Berge. Drei Ortschaften bilden die Marktgemeinde: Markt Sankt Martin, Landsee samt Blumau und Neudorf bei Landsee. Sie sind zugleich drei Katastralgemeinden. Der Hauptort liegt auf 308 Metern Seehöhe, Landsee auf 627 Metern und Neudorf auf 420 Metern. Die Höhenunterschiede führen vom Marktzentrum hinauf zum Burgstandort und machen die räumliche Vielfalt der Gemeinde sichtbar. Das Wappen stellt diese drei Teile dar: den heiligen Martin, einen Wehrturm für Landsee sowie Hammer und Schlägel für den Basaltabbau am Pauliberg.
Quellen: Markt Sankt Martin – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Markt St. Martin: Ortsteile
Ersterwähnung und Zusammenschluss
Markt Sankt Martin wird 1222 erstmals urkundlich als „Villa sancti Martini“ genannt. Das Marktrecht wurde 1973 bestätigt. 1971 wurden Markt Sankt Martin, Neudorf und Landsee zur heutigen Gemeinde zusammengelegt. Im 17. Jahrhundert kam das Gebiet unter die Herrschaft der Familie Esterházy. Neudorf wurde 1583 im Zusammenhang mit einer Erbteilung erstmals erwähnt; die ersten Siedler waren Kroaten, später folgte deutsche Bevölkerung. 1643 wird Neudorf als katholische Ortschaft genannt. Die drei Orte bringen damit unterschiedliche historische Linien in die heutige Gemeinde ein.
Quellen: Markt Sankt Martin – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Markt St. Martin: Geschichte und Ortsteile
Burgruine und Klosterberg in Landsee
Die Burgruine Landsee ist die größte der Ruinen in der Umgebung. Eine Erwähnung des Namens Landsee findet sich 1158; 1222 wird Graf Nikolaus, Sohn des Barcz, als früher ungarischer Burgherr genannt. Seit 1612 gehörte die Anlage den Esterházy. Als Nikolaus Esterházy 1618 Lackenbach zum befestigten Renaissanceschloss ausbauen ließ, verlor Landsee seine Bedeutung als Herrschaftssitz. Brände 1707 und 1790 trugen zum Verfall bei. Nördlich von Landsee liegen die Reste eines 1701 gegründeten Kamaldulenserklosters, das 1782 im Zuge der Josephinischen Reformen aufgehoben wurde.
Quellen: Markt Sankt Martin – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Markt St. Martin: Geschichte und Ortsteile
Kirchen, Gesteine und Aussicht
Die katholische Pfarrkirche in Markt Sankt Martin ist dem heiligen Martin geweiht; in Landsee steht ebenfalls eine Pfarrkirche. Neudorf besitzt die 1818 errichtete Wallfahrtskirche „Zum gegeißelten Heiland“, die den Ortsblick am Fuß des Paulibergs prägt. Auf dem Heidriegel sind Reste einer Fluchtburg erhalten. In der Ried Rehbreiten liegen die Reste einer Kirche aus dem 16. oder 17. Jahrhundert. Durch das Gemeindegebiet führen Zentralalpenweg und Ostösterreichischer Grenzlandweg. Das Martinifest am 11. November ist dem heiligen Martin als Patron des Hauptortes zugeordnet. In Landsee befindet sich das Geburtshaus der Heimatdichterin Mida Huber. Ein Steinmuseum zeigt regionale Gesteinsarten; der Pauliberg ist als geologisches Ziel mit vulkanischem Gestein ausgewiesen. Auf der Burg Landsee führt der Zugang zum Aussichtspunkt führt über Brücken und mehrere Bauteile der Befestigung bis auf die Plattform des Donjons; von dort reicht der Blick über das Mittelburgenland zum Neusiedler See und in die Bucklige Welt.
Quellen: Markt Sankt Martin – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Markt St. Martin: Ortsteile
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
