WEILBACH KENNENLERNEN
Weilbach: Weinbau und Höfe im Innviertler Hügelland
Zwischen Ried im Innkreis und Geinberg liegt Weilbach im Innviertler Hügelland. Die Gemeinde zählt 616 Einwohner:innen (1. Jänner 2026) und umfasst 13,50 Quadratkilometer.
Bachläufe im Innviertler Hügelland
Der Ortskern liegt auf rund 386 Metern Seehöhe; im Osten steigen bewaldete Hügel bis etwa 500 Meter an. Ellrechinger Bach und Lautersbach entwässern das Gebiet nach Nordwesten und fließen gemeinsam zum Inn. Zum Gemeindegebiet gehören 13 Ortschaften. Mehr als drei Viertel der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, rund 16 Prozent sind bewaldet.
Landwirtschaftliche Betriebe und Weinbau
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Weilbach 61 Arbeitsstätten und 138 Beschäftigte in Arbeitsstätten aus; 80,4 Prozent der aktiv erwerbstätigen Einwohner:innen pendelten aus. Der Weinbau Költringer in Neudorf begann 2003 mit den ersten Reben und kelterte 2006 den ersten eigenen Wein. Zu seinen Lagen zählen Hausberg und Weinspitz; angebaut werden unter anderem Chardonnay, Weißburgunder und Gelber Muskateller. Der Hof produziert auch Säfte und Edelbrände. Weinverkauf ab Hof ist nach telefonischer Vereinbarung möglich, Verkostungen im Gewölbekeller können Gruppen ab zehn Personen buchen. Der Biohof Koppelstätter in Hinterweintal zieht Lämmer, Hühner, Gänse und Enten auf und vermarktet Fleisch ab Hof sowie auf Bauernmärkten.
Vom bayerischen Innviertel nach Oberösterreich
Eine schriftliche Erwähnung aus der Zeit um 800 nennt den Ort „Uuilpach“. Weilbach gehörte über Jahrhunderte zum Herzogtum Bayern. Mit dem Frieden von Teschen kam das Innviertel 1779 zu Österreich; während der Napoleonischen Kriege fiel die Region vorübergehend wieder an Bayern. Seit 1814 gehört Weilbach endgültig zu Oberösterreich. Ein Fund am Friedhof ergänzt diese politische Geschichte um einen lokalen Fundort: 1906 wurden dort 1.010 kleine Silbermünzen entdeckt, geprägt zwischen 1524 und 1633.
Betreuung, Schule und Bibliothek
Die Gemeinde bündelt Kindergarten und Krabbelgruppe am Standort Weilbach 34. Im Kindergarten gibt es eine Regelgruppe und eine Integrationsgruppe; die Krabbelgruppe hat eine eigene pädagogische Leitung. Laut Gemeinde öffnet die Einrichtung montags und dienstags von 7 bis 16 Uhr sowie Mittwoch bis Freitag von 7 bis 13 Uhr. Für die Integrationsgruppe nennt die Gemeinde eine Busbegleitung. Unter derselben Adresse befindet sich die Bibliothek. Sie öffnet freitags von 16 bis 19 Uhr, am ersten Samstag im Monat von 18 bis 19 Uhr und an drei Sonntagen im Monat jeweils vormittags. Für Volksschulkinder gehört Weilbach zu einer Kooperation mit St. Georgen bei Obernberg und Mörschwang. Der Schulstandort und die Kontaktadresse liegen in St. Georgen bei Obernberg am Inn 38.
Pfarrkirche und Aussicht bei der Kaiserlinde
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ist an Weilbach 1 verortet; die Gemeinde verlinkt von ihrer Kirchenseite zur Gottesdienstordnung der Pfarre. Bei Voitshofen 24 liegt die Kaiserlinde, die 1898 zum 50-jährigen Regierungsjubiläum Kaiser Franz Josephs gepflanzt wurde. Zwei Bänke stehen direkt am Stamm. Von dort reicht der Blick über Teile des Gemeindegebiets zu den Innauen und in Richtung Geinberg. Die Gemeinde beschreibt den Baum als Ziel für Wanderer und Radfahrer.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Weilbach (Oberösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Weilbach – Kaiserlinde
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse
- Gemeinde Weilbach – Pfarrkirche Maria Himmelfahrt
- Gemeinde Weilbach – Gemeindekindergarten und Krabbelgruppe
- Innviadla Weinbau – Über uns
- Innviadla Weinbau – Verkauf und Ab-Hof
- Innviadla Weinbau – Verkostungen im Gwölb
- Gutes vom Bauernhof – Romana Koppelstätter Biohof
- Gemeinde Weilbach – Bibliothek
- Gemeinde Weilbach – Volksschulkooperation
Stand der Angaben: 11.10.2026
