GEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Walpersbach

Walpersbach, Klingfurth und Schleinz erzählen eine gemeinsame Geschichte

GEMEINDEKENNZIFFER32333
Kirche in Walpersbach
Kirche in Walpersbach · Foto: Häferl / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 at · „Walpersbach - Kath Pfarrkirche Hl Jungfrau und Gottesmutter“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 201
01.01.2026
Fläche
16,46 km²
Bevölkerungsdichte
73,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
2820
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

WALPERSBACH KENNENLERNEN

Drei Dörfer an Bächen und alten Wegen

Walpersbach besteht aus drei Dörfern: Walpersbach, Klingfurth und Schleinz. Bäche, Felder und gemeinschaftliche Einrichtungen verbinden die Ortsteile. Die Gemeinde im Bezirk Wiener Neustadt-Land zählt 1 201 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 16,46 Quadratkilometer.

Drei Ortsteile mit eigener Geschichte

Schleinz ist laut Gemeindegeschichte bereits um 903 urkundlich erwähnt; Walpersbach selbst erscheint 1316 in einer Urkunde. Die drei Dörfer entwickelten eigene kirchliche und gemeinschaftliche Einrichtungen, gehören heute aber zu einer Gemeinde. Das Gelände wird von Bächen und landwirtschaftlich genutzten Flächen geprägt. Hochwasser ist Teil der Ortsgeschichte: Ein schweres Ereignis traf Walpersbach 1848, und später wurden Rückhalteanlagen am Leidingbach geschaffen. Diese Erfahrung erklärt, warum Wasserwirtschaft und Schutzmaßnahmen in der kommunalen Entwicklung eine Rolle spielen. Die Dörfer liegen nicht als einheitlicher Ortskern zusammen; ihre Namen und Einrichtungen bleiben im Gemeindealltag präsent.

Kirche und Erinnerung

Die Pfarrkirche Walpersbach wurde zwischen 1713 und 1718 neu errichtet, weil das ältere Kirchlein für die Wallfahrer zu klein geworden war. Der Kirchturm folgte gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Eine örtliche Überlieferung berichtet von einem sogenannten Blutwunder, das im späten 16. Jahrhundert Menschen zur Marienkirche gezogen haben soll. Als belegte Ortsgeschichte ist vor allem die Wallfahrtstradition greifbar; das Wunder selbst gehört zur Überlieferung. Neben der Pfarrkirche erinnern Martersäulen und Kreuze an Hochwasser, Unfälle und religiöse Praxis. Sie verteilen sich auf Wege und Ortsteile und machen historische Erinnerungsorte im Alltag sichtbar. Die Ortsgeschichte berichtet außerdem von einer frühen Suche nach Kohle, die im 18. Jahrhundert zeitweise bis zu 200 Bergleute beschäftigte, aber 1874 wegen zu geringer Erträge endete.

Arbeiten und Pendeln

2024 verzeichnete die Arbeitsstättenstatistik in Walpersbach 84 Arbeitsstätten und 159 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort. 20,2 Prozent der Arbeitsstätten gehörten zum primären Sektor; zugleich pendelten 88,7 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Walpersbach aus. Landwirtschaft bleibt damit im Ortsbild sichtbar, während viele Arbeitswege über die Gemeindegrenze führen. Am Hauptplatz betreibt der Verein „Unser G'schäft in Walpersbach“ einen Nahversorger. Dort gibt es Lebensmittel und Gebäck für den täglichen Bedarf. Ergänzend nennt ein regionaler Eiererzeuger einen Verkaufsautomaten in Walpersbach 40. Die beiden Verkaufsstellen sichern kurze Wege im Dorf, stehen aber nicht für die gesamte Erwerbsstruktur der Gemeinde.

Versorgung und Entwicklung

Der Ausbau von Wasserleitungen, Straßen und Kanalisation prägte die kommunale Entwicklung im 20. Jahrhundert. In Walpersbach, Klingfurth und Schleinz entstanden Wasser- und Abwasseranlagen; damit wurden grundlegende Dienste auf die Ortsteile ausgeweitet. Ein Kindergarten kam 1978 hinzu. Später ermöglichten neue Siedlungsgebiete weiteres Wohnen in allen drei Dörfern. Wasser- und Abwasseranlagen sind daher nicht nur Baugeschichte, sondern bis heute gemeinsame Grundversorgung. Die Freiwilligen Feuerwehren in den Ortsteilen sind ebenfalls Teil dieser dezentralen Struktur. Die Volksschule liegt in Walpersbach; für die drei Dörfer bleibt sie ein gemeinsamer Treffpunkt außerhalb von Kirche und Vereinen.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 09.10.2026

GEOGRAFIE

Walpersbach auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 079
31.10.2021 · Registerzählung1 160
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 201

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
484
NUTS-3-Region
Niederösterreich-Süd (AT122)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Walpersbach

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.