WAIZENKIRCHEN KENNENLERNEN
Waizenkirchen: Marktort zwischen Feldern und Aschachtal
Waizenkirchen verbindet einen dicht gebauten Markt mit einem weitläufigen, von Landwirtschaft geprägten Umland. Die Marktgemeinde im Bezirk Grieskirchen zählt 3.958 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 34,25 km².
Markt und weites Umland
Der Ortskern liegt in einer von Bächen und sanften Höhen gegliederten Kulturlandschaft des Hausruckviertels. Die Gemeinde umfasst 56 Ortschaften und drei Katastralgemeinden: Manzing, Waizenkirchen und Weidenholz. Diese Gliederung macht den Unterschied zwischen dem zentralen Markt und den kleineren Siedlungen sichtbar. Ein großer Teil des Gemeindegebiets wird landwirtschaftlich genutzt; die Höfe und Felder prägen deshalb das Bild außerhalb des Zentrums. Das Aschachtal bringt dazu einen naturnäheren Landschaftsraum mit Gewässern und Waldflächen. Wege entlang der Bäche erschließen die Übergänge zwischen Siedlung, Wiesen und bewirtschaftetem Land.
Arbeit im Gewerbepark und auf den Höfen
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Waizenkirchen 325 Arbeitsstätten und 1.562 Beschäftigte am Arbeitsort aus; 44,9 Prozent dieser Beschäftigungsverhältnisse lagen im sekundären Sektor. 72,2 Prozent der Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Neben Landwirtschaft und Dienstleistungen ist die Produktion ein sichtbarer Teil der örtlichen Wirtschaft. Im Gewerbepark fertigt die Bauernfeind GmbH Kunststoffrohre und Dränagen aus Polypropylen, die etwa im Kanal-, Straßen- und Stallbau eingesetzt werden. Das Beispiel zeigt, wie ein Betrieb am Ort industrielle Fertigung mit einem klaren Bedarf in Bau und Infrastruktur verbindet.
Ein Ort mit langer Siedlungsgeschichte
Funde aus dem Gemeindegebiet reichen weit vor die schriftliche Überlieferung zurück. Eine erste urkundliche Nennung Waizenkirchens wird für das 12. Jahrhundert angesetzt. Der Ortsname erscheint in frühen Formen wie „Wachenchirchen“; seine Entwicklung ist Teil der Geschichte eines Siedlungsraums, dessen einzelne Orte und Höfe über Jahrhunderte verschiedene Herrschaften und kirchliche Zentren hatten. Waizenkirchen erhielt unter Achaz von Losenstein das Marktrecht. Der Marktcharakter blieb damit ein Bezugspunkt für das Umland. Heute bündeln sich im Zentrum Verwaltung, Schule, kirchliches Leben und Geschäfte, während die Ortschaften die Gemeinde in die bäuerlich geprägte Umgebung hinein erweitern.
Musikschule im Wasserschloss
Das Wasserschloss Weidenholz dürfte im frühen 13. Jahrhundert entstanden sein; sein Wassergraben umschließt die Anlage. 1930 ging es mit Park und Wiesengrund in Gemeindebesitz über. Seit 1992 nutzt die Landesmusikschule Teile des Hauses. Mit dem Projekt Agrartec plant die Gemeinde, künftig Austausch zu Agrartechnik, Digitalisierung und Bildung zu ermöglichen. Das ist ein Vorhaben und noch kein laufendes Angebot. Das Schlossareal liegt laut Gemeinde rund zehn Gehminuten vom Marktplatz entfernt; direkt daneben befinden sich Freibad, Sportplätze, ein Supermarkt und ein Fitnessstudio. Im Schloss sind außerdem das Heimat- und Kulturwerk mit seinem Fotoarchiv im Kirschtrakt sowie ein renovierter Festsaal untergebracht. Die Gemeinde nutzt den Saal für kulturelle und fachliche Veranstaltungen; der rund 800 Quadratmeter große Arkadenhof bietet Platz für Open-Air-Formate.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Waizenkirchen – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Marktgemeinde Waizenkirchen - Startseite
- Marktgemeinde Waizenkirchen - Startseite - UNSER ORT - Wissenswertes - Geschichte Waizenkirchens
- Marktgemeinde Waizenkirchen - Startseite - UNSER ORT - Wissenswertes - Zahlen & Fakten
- Statistik Austria: Arbeitsstätten 2024 – Gemeindeergebnisse
- Bauernfeind GmbH: Unternehmen
- Marktgemeinde Waizenkirchen: Schloss Weidenholz Agrartec
Stand der Angaben: 10.10.2026
