GEMEINDE · OBERÖSTERREICH

Michaelnbach

Ein ländlich geprägter Ort mit eigener Fertigung und einer neuen öffentlichen Mitte

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Kirche in Michaelnbach
Kirche in Michaelnbach · Foto: Wolfgang Sauber · „Michaelnbach Kirche - Außenansicht“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 288
01.01.2026
Fläche
23,02 km²
Bevölkerungsdichte
55,9
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4712
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

MICHAELNBACH KENNENLERNEN

Michaelnbach: Metallarbeit, Dorfplatz und Panoramablick

Michaelnbach liegt im östlichen Teil des Bezirks Grieskirchen. Am 1. Jänner 2026 lebten 1.288 Menschen in der 23,02 Quadratkilometer großen Gemeinde. Sie grenzt an Tollet, Pötting, Bruck-Waasen, Waizenkirchen, Prambachkirchen, St. Thomas und Pollham.

Felder, Höhenrücken und Weitblick

Die Gemeinde beschreibt ihren Raum als vorwiegend ländlich; neun Prozent der Fläche sind bewaldet. Ehemalige Waldflächen wurden zu Acker- und Wiesenland. Die Ortsgemeinde liegt auf 390 Metern Seehöhe. Für eine längere Runde empfiehlt die Gemeinde den rund sechs Kilometer langen Panoramarundweg über einen sanften Höhenrücken. Bei klarer Sicht reicht der Blick vom Hausruck und Sauwald bis zum Höllengebirge und Toten Gebirge. Verbindungswege ermöglichen kürzere oder längere Varianten.

Metallfertigung und regionale Wärme

Die abgestimmte Erwerbsstatistik 2024 weist für Michaelnbach 135 Arbeitsstätten und 329 Beschäftigte in Arbeitsstätten aus; 44,4 Prozent der Arbeitsstätten lagen im Primärsektor. Zugleich pendelten 80,9 Prozent der Erwerbstätigen am Wohnort aus. Zu den örtlichen Gewerbebetrieben gehört Dobetsberger Anlagenbau und Metallverarbeitung: Am Firmensitz in Schölmlahn plant und fertigt der Betrieb Produkte aus Aluminium, Edelstahl und Stahl. Zum Angebot gehören unter anderem Betonrohrmaschinen, Stahl- und Maschinenbau sowie Komponentenfertigung; laut Betrieb reichen die Leistungen von Planung bis Montage. Auch der Hofwirt nutzt eine konkrete lokale Lieferbeziehung: Seine Wärme kommt aus einer bäuerlichen Nahwärmeanlage in direkter Nachbarschaft. Das Gasthaus wurde 2019 wiedereröffnet.

Bücherei und neu gestalteter Dorfplatz

Die Bücherei arbeitet im früheren Postamt in der Friedhofstraße 2. Sie öffnet mittwochs von 8.30 bis 10 Uhr, freitags von 17 bis 18.15 Uhr und sonntags von 9.15 bis 10.30 Uhr. Registrierte Leserinnen und Leser können zudem die digitale Bibliothek Oberösterreich rund um die Uhr kostenlos nutzen. Die Gemeinde plant, das seit Oktober 2023 leerstehende ehemalige Raiffeisengebäude im Ortszentrum für eine Kindergartengruppe und eine Krabbelstube umzubauen. Die Gemeinde beschreibt dafür direkte Gartenzugänge, einen Bewegungsraum, Gemeinschaftsküche und Rückzugsbereiche; der bestehende Bankomat soll erhalten bleiben. Die Gruppen sind für Kinder von einem bis sechs Jahren ausgelegt und als Angebot der Verwaltungsgemeinschaft Hui-um auch für Familien aus den umliegenden Orten gedacht. Die Gemeinde nennt fünf entstehende qualifizierte Arbeitsplätze. Am Schulspielplatz können Kinder klettern, balancieren und im Naschgarten Beeren pflücken. Laut Gemeinde ist er auch außerhalb der Schulzeit öffentlich zugänglich; der Spielplatz beim Pfarrhof bietet Schaukeln, Rutsche sowie Sand- und Wasserspiele. Der neu gestaltete Ortsplatz wurde im Mai 2024 eröffnet und verbindet Nahversorgerzentrum, Hofwirt und Bücherei. Die beiden Spielplätze entstanden aus Ideen von Volksschulkindern und Lehrkräften beim Ideenkirtag 2012; das Team Wüdwux setzte viele davon um.

Ein Ort mit langer schriftlicher Spur

Die Gemeinde nennt 1130 als erste urkundliche Erwähnung Michaelnbachs. Die Pfarre ist 1235 erstmals schriftlich belegt; im 14. Jahrhundert erscheint sie als Vikariat und wurde im 17. Jahrhundert selbstständig. In Minithal errichteten Mondseer Mönche gegen Ende des 12. Jahrhunderts eine Missionsstation; daraus entwickelte sich später der Pfarrhof. Das Gemeindewappen verbindet das Flammenschwert des heiligen Michael mit einem Wellenbalken als Zeichen des Baches. Die Landesregierung verlieh es 1980 zum 850-Jahr-Jubiläum.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 10.10.2026

GEOGRAFIE

Michaelnbach auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 278
31.10.2021 · Registerzählung1 275
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 288

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
445
NUTS-3-Region
Innviertel (AT311)

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