VORDERHORNBACH KENNENLERNEN
Vorderhornbach am Eingang des Hornbachtals
Vorderhornbach liegt dort, wo das Hornbachtal in das Lechtal mündet. Die Gemeinde im Bezirk Reutte zählt 277 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 17,28 Quadratkilometer. Der kompakte Dorfkern steht am Talboden; nach Norden steigen Wald, Almflächen und schließlich hochalpine Berge an.
Abseits der Hauptstraße
Vorderhornbach liegt auf der linken Seite des Lechs und ist über eine Landesstraße mit der Lechtalstraße verbunden. Vom Abzweig der Talstraße führt der Weg auf den vom Hornbach aufgeschütteten Siedlungsboden. Innerhalb des Gemeindegebiets steigen die Hänge rasch von Wiesen und Wald über Almen in hochalpines Gelände an. Der Weiler Spiesemühl gehört neben dem Dorf ebenfalls zur Gemeinde. Die wenigen Häusergruppen liegen zwischen Bach, Wiesen und Wald. Die Lage abseits der Hauptstraße macht den Ort ruhiger, doch die Verbindung ins Lechtal bleibt für Arbeitswege und Besorgungen wichtig. Die urkundliche Erstnennung datiert auf 1218. Frühe Rodungen schufen Nutzflächen am Rand der Siedlung; Wiesen und Wald sind noch heute unmittelbar vom Dorf aus erreichbar.
Kirche und gewachsene Mitte
Die Kirche zum heiligen Johannes dem Täufer steht auf einer kleinen Anhöhe mitten im Dorf. Eine frühere Kapelle geht auf die frühe Neuzeit zurück; im 18. Jahrhundert entstand eine größere Kirche. Nach einem Brand wurde das Gebäude 1947 neu errichtet. Innen stammen Altar, Figuren und Fresken aus der Zeit nach 1950; der Wiederaufbau ist somit auch bei einem Besuch erkennbar. Kirche, Gemeindeamt und Wohnhäuser liegen nah beieinander. Der Gasthof und die Vereine bieten Treffpunkte im Dorf, während weiterführende Schulen außerhalb besucht werden.
Arbeiten und Pendeln
2024 gab es 22 Arbeitsstätten mit 37 Beschäftigten. 84,4 Prozent der aktiv Erwerbstätigen pendelten aus. Zugleich gibt es konkrete Arbeit im Ort: Die Gemeinde listet unter anderem einen KFZ-Service, der auch Lohnarbeiten für land- und forstwirtschaftliche Betriebe ausführt, einen Mobilsägewerksbetrieb sowie Forstarbeiten und Schneeräumung. Diese Tätigkeiten verbinden Reparatur, Holzverarbeitung und Landschaftspflege mit dem Bedarf der Höfe und der umliegenden Täler. Ein Gasthof, ein Café und ein Campingplatz bedienen Gäste und Einheimische. Der Pendlerwert beschreibt Erwerbstätige am Wohnort, die Beschäftigtenzahl die Arbeitsstätten in der Gemeinde.
Wege, Bad und Aussichtspunkt
Auf der Lechweg-Etappe nach Stanzach führt der Weg durch Vorderhornbach; der Lechradweg verläuft am Lech an der Gemeinde vorbei. Für einen kurzen Ausflug vom Dorf aus bietet sich der Baichlstein an: Vom 1.150 Meter hohen Aussichtspunkt ist der verzweigte Flusslauf des Lechs zu sehen. Am höchsten Punkt steht die Kunstinstallation „Porta Alpinae“. Im Sommer ist das Naturerlebnisbad Badino ein weiteres öffentliches Ziel im Ort; das Bad kommt laut Tourismusverband ohne chemische Zusätze aus. Diese Ziele erschließen unterschiedliche Seiten der Umgebung: den Fluss aus der Höhe, das Hornbachtal auf den Wegen und einen Platz zum Baden nahe dem Dorf. Im Badino bieten Spielbach und Sprungfelsen Kindern eigene Bereiche.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 15.10.2026
