TREUBACH KENNENLERNEN
Treubach: ein Pfarrdorf am Rand des Kobernaußerwaldes
Treubach liegt im Innviertler Hügelland am nördlichen Rand des Kobernaußerwaldes. Das Gemeindegebiet umfasst 13,04 Quadratkilometer und 15 Ortschaften; am 1. Jänner 2026 lebten hier 774 Menschen. Der Ortskern gruppiert sich um die Pfarrkirche Mariä Geburt.
Höfe, Wiesen und Wald am Hügelland
Die Gemeinde liegt auf etwa 417 Metern Höhe. Rund drei Viertel der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, etwa 17 Prozent sind bewaldet. Felder und Grünlandflächen gehören damit ebenso zum Ortsbild wie die Nähe zum Kobernaußerwald. Treubach ist in Obertreubach und Schalchen als Katastralgemeinden gegliedert; zur Gemeinde zählen kleinere Ortschaften wie Pfendhub und Hub. Die Siedlungen liegen zwischen den landwirtschaftlichen Flächen, nicht alle am Hauptort. Zum Wandern nennt die Gemeinde ein ausgebautes Wegenetz. Untertreubach liegt an der Aspacher Bezirksstraße; die Treubacher und Moosbachtalbezirksstraßen erschließen die kleineren Orte. Die Wege verbinden den Ortskern mit der Umgebung.
Ein aktives Vereins- und Kinderangebot
Treubach verfügt über einen 2025 neu errichteten Kindergarten mit zwei Gruppen sowie eine Krabbelstube. Zum Alltag gehören außerdem Essen auf Rädern und Angebote der Gesunden Gemeinde. Bei Freizeit und Sport bilden die Sektionen des Sportvereins, zwei Feuerwehren, Tennis und Stockschießen ein Netz ehrenamtlicher Aktivitäten. Eine Volkstanzgruppe und ein Theaterverein tragen das kulturelle Vereinsleben. Diese Organisationen schaffen regelmäßige Treffpunkte über die verstreuten Ortschaften hinweg. Im Zentrum liegen Kirche und Friedhof; Sportanlagen ergänzen die gemeinschaftliche Nutzung außerhalb religiöser Anlässe.
Kirche und Kapellen erzählen die Ortsgeschichte
Treubach wurde 803 erstmals in einer Urkunde des Stifts Mondsee erwähnt. Die Chronik verbindet den Ort später mit einer Burg und Burgkirche und berichtet, dass Treubach 1465 Wallfahrtsort wurde. Heute bildet die Pfarrkirche Mariä Geburt den Mittelpunkt des Hauptortes. Ihr gotischer Bau erhielt eine barocke Ausstattung; die Innenausstattung enthält Stuckarbeiten von Johann Michael Vierthaler aus dem Jahr 1729. Bei einer Bodenrenovierung kam ein Münzfund aus dem 14. Jahrhundert zum Vorschein, der heute im Oberösterreichischen Landesmuseum verwahrt wird. Die Bründelkapelle erinnert an die Wallfahrtstradition; nach dem Wiederaufbau 1945 wird sie auch Heimkehrerkapelle genannt.
Handwerk, Höfe und Pendelwege
Statistik Austria zählte 2024 in Treubach 58 Arbeitsstätten mit 125 Beschäftigungsverhältnissen. Am Arbeitsort lagen der sekundäre Sektor mit 36,0 Prozent und der primäre Sektor mit 32,0 Prozent ähnlich hoch; 83,7 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Ein Beispiel für örtliche Arbeit bietet die Bau- und Montagetischlerei Gattermaier in Hub: Sie fertigt Massivholzprodukte und Sonderanfertigungen und übernimmt Planung und Montage. Der Standort in Hub zeigt handwerkliche Fertigung außerhalb des Hauptorts, sagt aber nichts über die Größe des gesamten Wirtschaftsstandorts. Landwirtschaft und Handwerk stehen neben den Arbeitsplätzen, die Bewohnerinnen und Bewohner in anderen Gemeinden annehmen. Das Angebot reicht von Stiegen und Innenausbau bis zu Gartenmöbeln und Überdachungen.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Treubach – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Treubach - GEM2GO WEB - Startseite
- Unser Ort – Gemeinde Treubach
- Pfarrkirche Treubach
- Bau- und Montagetischlerei Gattermaier
- Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindeergebnisse
- Zahlen und Fakten – Gemeinde Treubach
Stand der Angaben: 10.10.2026
