STUHLFELDEN KENNENLERNEN
Stuhlfelden: Dorfkern mit Schloss und Salzachtal
Stuhlfelden liegt im Oberpinzgau am nördlichen Ufer der Salzach. Die Gemeinde hat 1.558 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und eine Fläche von 29,73 Quadratkilometern. Ihr Dorfkern ist kleinräumig, das Gemeindegebiet reicht aber über mehrere Ortsteile bis in die Kitzbüheler Alpen. Schloss Lichtenau steht mitten im Ort und wird heute als Schulstandort genutzt – ein historischer Bau, der weiterhin Teil des Alltags ist.
Zwischen Talboden und Bergflanken
Die Gemeinde zieht sich entlang der Salzach und steigt nördlich in die Kitzbüheler Alpen an. Zum Gemeindegebiet gehören fünf Ortschaften: Bam, Dürnberg, Pirtendorf, Stuhlfelden und Wilhelmsdorf. Dadurch liegen Höfe, Wohnbereiche und Infrastruktur über einen längeren Raum verteilt, obwohl der Hauptort überschaubar bleibt. Die Mittersiller Straße B 168 führt durch den Ort; eine Haltestelle der Pinzgaubahn liegt bei Pirtendorf. Für Bewohner verbindet diese Verkehrslage das Dorf mit den Nachbargemeinden im Oberpinzgau und schafft zugleich eine Alternative zum Auto für Fahrten im Tal. Im Hintergrund markieren die nördlichen Bergflanken den Übergang vom Salzachtal in das alpine Gebiet.
Viele Arbeitsstätten, verschiedene Tätigkeiten
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasst in Stuhlfelden 143 Arbeitsstätten und 482 Beschäftigte an diesen Standorten. 51,7 Prozent der Beschäftigten arbeiteten im sekundären Sektor, 38,0 Prozent im Dienstleistungssektor und 10,4 Prozent im primären Sektor. Zugleich pendelten 75,4 Prozent der erwerbstätigen Einwohner aus; der Ort ist also stark mit den Arbeitsmärkten des Oberpinzgaus verflochten. Ein anschaulicher Produktionsstandort ist die Werkstatt von Bernd Gruber: In Stuhlfelden fertigen Tischler und Metallbauer maßgefertigte Möbel und Innenausbauten. Daneben bietet das kommunale Erlebnisbad in der Sommersaison Badebetrieb und Gastronomie. Diese Beispiele zeigen Herstellung und Dienstleistungen am Ort; die hohe Auspendlerquote macht zugleich die Bedeutung der Arbeitsplätze in Nachbargemeinden sichtbar.
Schloss Lichtenau bleibt in Gebrauch
Die Brüder Rosenberg ließen Schloss Lichtenau 1503 bis 1506 errichten. Der quadratische Bau mit fünf Ecktürmchen liegt im Zentrum von Stuhlfelden; die Gemeinde beschreibt auch den Garten und die fortgesetzte kulturelle Nutzung. Heute beherbergt das Schloss die Allgemeine Sonderschule für mehrere Oberpinzgauer Gemeinden. Damit ist es kein bloßes historisches Schaustück: Kinder und Beschäftigte nutzen das Gebäude im Alltag, während seine Lage den Ortskern mitprägt. Die Schule bündelt Bildungswege über Stuhlfelden hinaus. Wer am Schloss vorbeikommt, begegnet deshalb zugleich einem geschichtlichen Bau und einer gegenwärtigen öffentlichen Einrichtung.
Frühe Nennung im Oberpinzgau
Stuhlfelden wird 963 in einer Urkunde erwähnt und zählt damit zu den früh genannten Orten des Oberpinzgaus. Die Pfarre ist seit dem 12. Jahrhundert belegt. Alte Bauernlehen und Höfe zeigen, dass die Siedlungsgeschichte nicht nur im Schloss, sondern auch in den Ortschaften und landwirtschaftlich genutzten Flächen weiterlebt. Im örtlichen Brauchtum hat der Trestererlauf einen Platz: Die Gemeinde beschreibt den Zug der maskierten Tresterer von Hof zu Hof am Dreikönigstag. So zeigt sich neben den Gebäuden eine lebendige Tradition des Dorfes.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Stuhlfelden – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeindechronik - Stuhlfelden - Startseite - Unser Stuhlfelden - Wissenswertes - Gemeindechronik
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle
- SalzburgerLand Tourismus – Stuhlfelden
- Bernd Gruber – Werkstatt Stuhlfelden
- Gemeinde Stuhlfelden – Schwimmbad
- Gemeinde Stuhlfelden – Kirche
Stand der Angaben: 14.10.2026
