ST. PETER AM WIMBERG KENNENLERNEN
Markt am Petersberg
St. Peter am Wimberg liegt am Petersberg, einem Teil des Höhenzugs Wimberg. Die Marktgemeinde im Bezirk Rohrbach zählt 1.808 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 23,35 Quadratkilometern. Ihr Zentrum ist von elf Ortschaften umgeben; das Gelände reicht von landwirtschaftlich genutzten Hängen bis zu bewaldeten Flächen.
Ein Höhenzug mit verstreuten Ortschaften
St. Peter liegt im oberen Mühlviertel zwischen Haslach, Helfenberg und St. Johann am Wimberg. Landwirtschaft und Wald prägen die Flächen: Ältere Flächendaten weisen 61 Prozent landwirtschaftliche Nutzung und 32 Prozent Wald aus. Der Marktort bündelt viele tägliche Wege, während Höfe und kleinere Siedlungen über das hügelige Umland verteilt liegen. Diese Mischung erklärt, warum der Gemeindealltag zugleich durch ein Zentrum mit Nahversorgung und durch die Wege zwischen den Ortsteilen bestimmt wird.
Landwirtschaft, Herstellung und regionale Versorgung
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist 140 Arbeitsstätten mit 593 Beschäftigten am Arbeitsort aus. 45,9 Prozent entfielen auf den sekundären, 43,3 Prozent auf den Dienstleistungssektor. 76 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Im Markt bietet die Ganser Maschinen GmbH Plattform- und Stuhl-Treppenlifte, Behindertenhebebühnen und Aufzüge an. Die Systeme sollen sich laut Unternehmen in Räume integrieren und den Alltag gehbehinderter Menschen erleichtern. Auch Deckenlifte und Feuerwehrschlauchaufzüge ergänzen das Angebot. Die Gemeinde führt außerdem Bäckerei und Fleischhauerei im Marktzentrum als Teil der Nahversorgung.
Ein Marktrecht mit wechselvoller Geschichte
St. Peter wurde wohl im 11. Jahrhundert gegründet und 1108/1109 im Zusammenhang mit einer Schenkung an das Stift St. Florian genannt. 1208 deutet eine Urkunde auf einen Markt hin; nach dem Bauernaufstand von 1595 ging das Marktrecht wieder verloren. Erst 2000 wurde St. Peter erneut zum Markt erhoben. Die Geschichte hat Spuren im Ortskern hinterlassen: Der Pfarrhof, ein barocker Bau, wird Jacob Prandtauer zugeschrieben; die Pfarrkirche steht daneben als geistlicher Mittelpunkt. Dreimal jährlich finden bis heute Kirtage statt. Damit verbindet sich die historische Markttradition mit einem Ort, an dem kirchliche, schulische und alltägliche Angebote nahe beieinander liegen.
Ein Zentrum für Bildung und tägliche Wege
Für Einkäufe und Dienstleistungen gibt es im Zentrum unter anderem eine Arztpraxis, einen Friseur und ein Café. Am Straußberg weist die Gemeinde zentrumsnahe Baugründe in Hanglage aus. Die Straßenverbindungen zu Nachbargemeinden erleichtern die Verbindung zum Bezirk und nach Linz, während die Einrichtungen vor Ort Schule, Kinderbetreuung und Grundversorgung abdecken.
Schulmuseum und Rundweg ab Marktplatz
Das Glockenhäusl in Kasten wurde 1812 als Dorfschulgebäude mit Glockenturm errichtet und gehörte der Dorfgemeinschaft. Nach mehreren Schuljahren im einzigen Klassenzimmer zog der Unterricht 1878 in ein neues Gebäude um; heute ist dort das Schulmuseum „Schulstub’n“ eingerichtet. Die Gemeinde bietet persönliche Führungen nach telefonischer Vereinbarung an. Der markierte St.-Peter-Rundweg P1 startet am Marktplatz und führt unter anderem am Schulmuseum Kasten, der Hoisnkapelle und der Pfarrkirche vorbei. Die Tourismusseite beschreibt ihn als 26 Kilometer lange Tagestour durch das Gemeindegebiet.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- St. Peter am Wimberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- STATISTIK AUSTRIA – Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024, Gemeindeergebnisse
- Municipal Museum
- Municipal Work
- Municipal Supply
- Marktgemeinde St. Peter – Geschichte und Wappen
- Oberösterreich Tourismus – St. Peter-Rundweg P1
Stand der Angaben: 11.10.2026
