AUBERG KENNENLERNEN
Auberg zwischen Höfen und Höhenzügen
Auberg liegt auf den Höhen des oberen Mühlviertels, wo einzelne Höfe und kleine Siedlungen in eine offene Kulturlandschaft eingebettet sind. Die Gemeinde im Bezirk Rohrbach zählt 600 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 12,52 Quadratkilometer.
Höhenlage und offene Fluren
Ihre Landschaft ist von Wiesen, Feldern, einzelnen Waldstücken und den verstreuten Ortschaften geprägt. Anders als ein dicht gebauter Markt besteht Auberg aus mehreren kleinen Siedlungskernen und Höfen. Das macht die Wege zwischen Wohnen, Landwirtschaft und Gemeindeeinrichtungen zu einem Teil des Alltags. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen bilden große zusammenhängende Teile des Gemeindegebiets; Wald nimmt einen kleineren, aber sichtbaren Anteil ein. Wer durch Auberg fährt, erlebt daher kein geschlossenes Ortszentrum, sondern eine Abfolge von Höfen, Hanglagen und offenen Blicken über das Mühlviertel. Die Lage in der Region erklärt auch, warum viele alltägliche Wege über die Gemeindegrenzen hinausführen.
Arbeit zwischen Hof und Auspendeln
Statistik Austria zählte 2024 in Auberg 63 Arbeitsstätten und 168 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort; 54 Prozent der Arbeitsstätten lagen im primären Sektor. 76,5 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Auberg pendelten aus. Der Biohof Engleder hält Bio-Milchkühe und Bio-Masthühner. Die Bio-Landhühner werden am Hof geschlachtet, ausgenommen und vakuumverpackt; Vorbestellungen werden am nächsten Abholtermin abgeholt. Ein Hofladen in Auberg bietet zudem Eier, Nudeln, Dinkelprodukte und Honig an. Die Kennzahlen erfassen Arbeitsstätten und Beschäftigungsverhältnisse, nicht Unternehmen oder Erwerbstätige am Wohnort. Die Kombination aus einem starken Primärsektor und hohem Auspendelanteil verbindet örtliche landwirtschaftliche Arbeit mit Beschäftigung außerhalb der Gemeinde.
Ein Hof als Gedächtnis des Alltags
Der Unterkagererhof ist ein Vierseithof, der als Obermühlviertler Denkmalhof bäuerliche Bau- und Lebensformen vermittelt. Die Anlage wird von den Gemeinden des Bezirks getragen und seit 1992 als Freilichtmuseum genutzt. An den Gebäuden lassen sich unterschiedliche Bauphasen ablesen: Wohntrakt, Stall, Speicher und Scheune zeigen, wie Wohnen, Vorratshaltung und Arbeit auf einem Hof zusammengehörten. Ein geschnitzter Balken in der Stube trägt die Jahreszahl 1678; auch der alte Backofen und die Granitgewände verweisen auf die handwerkliche Nutzung des Materials aus der Region. Der Hof ist kein bloßes Einzeldenkmal, sondern macht die ehemals alltägliche Wirtschaftsweise sichtbar, die die verstreute Siedlungsform dieser Landschaft mitgeprägt hat. Veranstaltungen widmen sich außerdem Brauchtum und bäuerlichem Handwerk.
Wanderwege und Landschaftserlebnis
Die Gemeinde beschreibt den Kraft-Quelle-Baum als rund 59 Kilometer langen Rundweg, der sich in drei Etappen gehen lässt. Dreißig Tafeln greifen das Wissen und die Symbolik verschiedener Bäume auf. Fünf Rastplätze ergänzen die Strecke; sie wurden 2019 angelegt. Damit führt das Freizeitangebot über einzelne Kulturstätten hinaus und macht die Landschaft selbst zum Ziel eines mehrtägigen Weges. Für kürzere Ausflüge lässt sich die Tour auch auf einzelne Etappen begrenzen. Die Gemeinde empfiehlt, die Runde in drei Tagesetappen zu planen; entlang der Strecke gibt es Nächtigungsmöglichkeiten.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Auberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Municipal
- Business
- Statistik Austria: Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024, Gemeindeergebnisse
- Biohof Engleder: Betriebszweige
- Gemeinde Auberg: Hofladen Stelzer
- Gemeinde Auberg: Georgskirche am Hollerberg
- Abhofverkauf – Biohof Engleder
- Gemeinde Auberg: Kraft-Quelle-Baum
Stand der Angaben: 11.10.2026
